Mindestteilnahmebedingungen in Horizon 2020

An Forschungs- und Innovationsprojekten (RIA) sowie Innovationsprojekten (IA) müssen grundsätzlich mindestens drei voneinander unabhängige Rechtspersonen teilnehmen, die ihren Sitz in unterschiedlichen EU-Mitgliedsstaaten oder zu Horizon 2020 assoziierten Staaten haben.

Unter „Rechtspersonen“ sind sowohl juristische Personen als auch natürliche Personen (z.B. EinzelunternehmerInnen) zu verstehen.

Als voneinander unabhängig gelten die ProjektteilnehmerInnen, wenn "weder eine der beiden direkt oder indirekt von der anderen kontrolliert wird noch beide von derselben dritten Rechtsperson direkt oder indirekt kontrolliert werden.“ Details dazu finden Sie in den Beteiligungsregeln, Artikel 8.

Über die Mindestteilnahmebedingungen hinaus können weitere PartnerInnen am Projekt teilnehmen, für die die Kriterien der Unabhängigkeit und des Sitzes in unterschiedlichen EU-Mitgliedsstaaten/assoziierten Staaten nicht gelten.


Nähere Informationen zur Projektbeteiligung und Förderfähigkeit von PartnerInnen aus Drittstaaten sowie die jeweils aktuelle Liste der zu Horizon 2020 assoziierten Staaten finden Sie unter Horizon 2020 – Internationale Kooperation.

 

Für bestimmte Projekttypen, wie etwa ERC-Projekte, das KMU-Instrument oder Fast-Track to Innovation, gelten gesonderte Teilnahmebedingungen.

Das Arbeitsprogramm kann zusätzliche Bedingungen für einzelne Ausschreibungen enthalten (u. a. hinsichtlich TeilnehmerInnenzahl, Art der TeilnehmerInnen und Sitz), die aus den jeweiligen Ausschreibungsunterlagen ersichtlich sind.

Achtung: Die Mindestteilnahmebedingungen müssen auch dann weiterhin erfüllt sein, wenn PartnerInnen während des laufenden Projekts ausscheiden!

 

ProjektpartnerInnen ohne EU-Förderung (Art. 9 GA)

Darunter sind Organisationen zu verstehen, die …

Die voraussichtlichen Kosten dieser ProjektpartnerInnen sind zwar im Annex 2 anzugeben, jedoch werden diese nicht gefördert und sind auch nicht zur Berechnung der Fördersumme heranzuziehen.

Bitte beachten: Werden solche ProjektpartnerInnen im Laufe des Projektes förderfähig, können sie prinzipiell ab diesem Zeitpunkt eine Förderung beantragen (mittels Vertragsänderung). Da dies die maximale Fördersumme nicht erhöht, müssen die übrigen ProjektpartnerInnen das Projektbudget umverteilen, um dadurch Förderungen für diese ProjektpartnerInnen zur Verfügung zu stellen.

Für diese ProjektpartnerInnen gelten die Regeln des Grant Agreement (GA) nur eingeschränkt (beispielsweise finden die finanziellen sowie einige IPR-Verpflichtungen auf sie keine Anwendung).

Kontakt

Mag. Martin Baumgartner
Mag. Martin Baumgartner
Nationale Kontaktstelle Recht und Finanzen
T +43 5 7755 4008
martin.baumgartner@ffg.at
Mag. Tamara-Katharina Mitiska
Mag. Tamara-Katharina Mitiska
Expertin Recht und Finanzen
T +43 5 7755 4009
tamara-katharina.mitiska@ffg.at
Robert Worel
Robert Worel
Assistent
T +43 5 7755 4611
robert.worel@ffg.at