Der FTI-Schwerpunkt Mobilitätswende umfasst zwei Schienen. Erstens die Förderung von Mobilitätstechnologien in den Bereichen klimaneutrale Antriebe, umweltfreundliche und recyclingfähige Materialien und Fahrzeugsysteme, Digitalisierung sowie automatisierte Mobilität. Zweitens die Förderung von Systeminnovationen und Demonstrationsprojekten, die geeignete organisatorische Strukturen, Geschäftsmodelle und Infrastrukturen sowie gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen adressieren. Denn die Mobilitätswende erfordert das Zusammenspiel beider Dimensionen: Technologische Innovationen liefern die Werkzeuge. Systeminnovationen sorgen dafür, dass diese Werkzeuge wirksam in ein nachhaltiges Verkehrs- und Mobilitätssystem eingebettet werden.
Das Programm „Zero Emission Mobility plus“ richtet den Fokus auf technologie- und umsetzungsorientierte Vorhaben im Bereich Elektromobilität zur Integration von Komponenten, Systemen und Dienstleistungen zu einem ganzheitlichen und interoperablen Mobilitätssystem.
Das Programm „Digitale Transformation in der Mobilität“ unterstützt die Umsetzung der Maßnahmen des gleichnamigen Aktionsplans (AP-DTM) mit dem Ziel, die Digitalisierung bestmöglich für die Herausforderungen des Mobilitätssystems zu nutzen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Einsatz neuer Technologien, sondern auch auf dem Schaffen von geeigneten organisatorischen Rahmenbedingungen.
„Rail4Climate“ unterstützt die Verkehrswende durch Erhöhung der Kapazität und Produktivität im österreichischen Bahnsektor. In erster Linie erfolgt dies durch die Überführung europäischer und nationaler Forschungsergebnisse in die praktische Umsetzung zur Digitalisierung und Automatisierung des Systems Bahn im Rahmen der Förderung von prototypischen Erprobungen.
Mit IPCEI (Important Project of Common European Interest) soll die Förderung transnationaler Kooperationen und die Abbildung der Wertschöpfungskette von strategisch bedeutenden Vorhaben von der Forschung bis zur erstmaligen industriellen Umsetzung durch staatliche Beihilfen ermöglicht werden. In Folge einer Nominierung durch teilnehmende Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie nach Notifizierung durch die Europäische Kommission werden Einzelprojekte mit staatlichen Beihilfen außerhalb der AGVO (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung) unterstützt.
Die Förderprogramme „EBIN - Emissionsfreie Busse und Infrastruktur“ und „ENIN - Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“ stellen den Kern der Flottenumstellungsprogramme der E-Mobilitätsoffensive des BMIMI dar. Das Förderprogramm „LADIN - Ladeinfrastruktur“ mit der Förderung zur Errichtung von öffentlich zugänglicher Schnellladeinfrastruktur in derzeit unterversorgten Gebieten ist ein ergänzendes Förderprogramm, das den Ausbau und die Erreichbarkeit von Schnellladeinfrastruktur in Österreich verbessern soll.