European Space Policy Institute in Wien bestellt neuen Direktor

Jean-Jacques Tortora tritt sein Amt am 1. Juni an – Weltraumminister Klug: „Österreich als Standort für Weltraumforschung weiter gestärkt“

Europas Denkfabrik zur Weltraumpolitik, das European Space Policy Institute (ESPI) mit Sitz in Wien, bekommt einen neuen Direktor. Am Dienstag, dem 26. April 2016, hat die Generalversammlung des ESPI einstimmig den Franzosen Jean-Jacques Tortora gewählt. Tortora war bisher Generalsekretär der Europäischen Vereinigung der Weltraumindustrie (Eurospace). Er tritt sein Amt am 1. Juni an und folgt in dieser Funktion Peter Hulsroj nach. „Mit Tortora wurde ein herausragender Experte für Weltraumpolitik bestellt. Mit seinem Wissen wird er entscheidend dazu beitragen, Österreich als Standort für Weltraumforschung zu stärken und die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Industrie weiter auszubauen“, so Weltraumminister Gerald Klug.

FFG Geschäftsführer Klaus Pseiner, der auch stellvertretender Vorsitzender des Rates der Europäischen Weltraumagentur ESA ist, betont die Signalwirkung für die derzeit in Ausarbeitung befindliche europäische Weltraumstrategie: „Tortora ist seit Jahren ein verbindendes Glied zwischen der der Europäischen Kommission, der Europäischen Weltraumagentur, den Mitgliedsstaaten und der Weltraumindustrie und wird von Wien aus mit seinem Team entscheidende Ideen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Europäischen Raumfahrt liefern. Die FFG als Gründungsmitglied des ESPI wird ihn dabei bestmöglich unterstützen.“

Das ESPI mit Sitz in Wien ist Europas einziger Think Tank, der sich mit mittel- bis langfristigen Fragen wie Sicherheit, Mobilität und Ressourcenmanagement beschäftigt und auf der Basis von eingehenden Analysen auch entsprechende Empfehlungen für die europäischen Weltraumpolitik abgibt. Darüber hinaus beschäftigt sich das Institut mit Weltraumtechnik sowie mit Fragen der Anwendung wie zum Beispiel Erdbeobachtung, Telekommunikation, Geopolitik, und rechtlichen Themen. Das ESPI wurde 2003 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammen mit der Agentur für Luft- und Raumfahrt der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) gegründet. Das ESPI wird maßgeblich vom bmvit gemeinsam mit der ESA getragen. Zu den Mitgliedern des ESPI zählen unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Weltraumagenturen Italiens und Frankreichs sowie namhafte Vertreter der europäischen Raufahrtindustrie wie Airbus, Thales Alenia Space, Arianespace und auch Eutelsat.

Jean-Jacques Tortora (geboren 1960) ist ein international angesehener Weltraumexperte und derzeit Generalsekretär der Europäischen Vereinigung der Weltraumindustrie. Tortora ist ausgebildeter Luftfahrtingenieur und begann seine berufliche Karriere in der Raumfahrt bei Arianespace als Leiter der Qualitätssicherung für die europäische Ariane 4 Rakete. Danach war er in der Französischen Weltraumagentur CNES tätig, zuletzt als stellvertretender Direktor für Strategie und Weltraumprogramme. Von 2004 bis 2007 leitete Tortora das CNES Büro für Luft- und Raumfahrt Nordamerika in Washington. Seit 2007 führt Tortora die Geschäfte von Eurospace und ist u.a. Vorsitzender der Beratergruppe für Raumfahrt der Europäischen Kommission.
 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
+43 (0) 1 711 6265-8014
sophie.lampl@bmvit.gv.at
https://infothek.bmvit.gv.at

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH
Alexander Kosz, Öffentlichkeitsarbeit
+43 (0)5 7755-6012
alexander.kosz@ffg.at
www.ffg.at