FFG gratuliert Komplexitätsforscher Stefan Thurner zur Wahl zum Wissenschafter des Jahres 2017

Neue Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme durch Big-Data-Analysen und Erforschung des Verhaltens von Systemen im Fokus

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG gratuliert dem Leiter des Complexity Science Hub Vienna, Stefan Thurner, zur Wahl zum Wissenschafter des Jahres 2017. „Ob es um Medizin, das Finanzwesen oder Naturkatastrophen geht: Die großen Herausforderungen der Gegenwart sind nur durch systemische Ansätze lösbar“, so die Geschäftsführer der FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. „Wir freuen uns, dass die FFG Professor Thurner dabei unterstützen kann, Wien zu einem international renommierten Standort für Komplexitätsforschung auszubauen.“

Stefan Thurner, Wissenschafter des Jahres. Foto: CSH/Christine Knoll

Die Analyse großer Datenmengen und Modellierung von Systemen verbindet Mathematik, Informatik und Computerwissenschaften mit Medizin, Sozialwissenschaften, Technik und Naturwissenschaften. „Die Komplexitätsforschung verspricht neue Lösungsansätze, und zwar für gesellschaftliche und wissenschaftliche Fragestellungen“, erläutern die FFG-Geschäftsführer. „Mögliche Anwendungsgebiete  umfassen so unterschiedliche Themen wie den Klimawandel, das weltweite Finanzsystem, Stadtentwicklung und Mobilität, Naturkatastrophen, medizinische Diagnosen oder den Einfluss von ‚fake news‘ auf die Meinungsbildung.“

Das von Stefan Thurner gegründete Complexity Science Hub wird von den Technischen Universitäten Wien und Graz, der Medizinische Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien, dem Austrian Institute of Technology (AIT) und dem Internationale Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) getragen und wurde 2016 eröffnet. Als Kristallisationspunkt für Komplexitätsforschung ist es auch international stark vernetzt. Die FFG hat mit einer namhaften Förderung wesentlich zum Aufbau des Forschungsinstituts beigetragen.

Die Auszeichnung zum Wissenschafter des Jahres wird seit 1994 vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten vergeben.