Technologiemanagement: Alina Absmeier ist FEMtech-Expertin des Monats

Die Chemikerin wurde zur FEMtech-Expertin des Monats Mai gewählt.

Die gebürtige Münchnerin leitet seit Juli 2018 eines der Fertigungsmodule am Infineon-Standort in Villach, dem globalen Kompetenzzentrum für Leistungselektronik im Infineon-Konzern.

Alina Absmeier, FEMtech-Expertin des Monats Mai 2019.

 

Im Mittelpunkt stehen dort die Erforschung, Entwicklung und Produktion von Halbleiterlösungen für Anwendungen in der Automobil-, Industrie- und Konsumentenelektronik, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Ganz oben auf der Agenda aber derzeit: Der umfangreiche Um- und Ausbau des Villacher Infineon-Standortes: 1,6 Milliarden Euro werden in eine neue Chipfabrik sowie Flächen für Forschung und Entwicklung investiert.

Von 5G-Mobilfunkinfrastruktur, E-Mobilität und Fahrzeugsicherheit bis hin zu Beleuchtung oder Haushaltselektronik: Entwicklungen von Infineon stecken in vielen Anwendungen des Alltags. Dementsprechend lang ist das Portfolio der dafür notwendigen Mikroelektronik, die bei Infineon mit immer kleineren und energieeffizienteren Chips aufwartet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ausstattung der nächsten Generation von Fahrzeugen, die mit Microcontroller-Lösungen und Sensorik aus Villach innovative Anwendungen für die Autos der Zukunft ermöglichen sollen.

Als Director Production Module Furnace & WET zeichnet Alina Absmeier verantwortlich für eines der acht Module, die in Villach Prozesse in der Fertigung ausführen. Ihre Position beinhaltet strategische Equipment- und Prozessentscheidungen sowie die Verantwortung über rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die umfangreiche Begleitung und Entwicklung des größten Moduls der Villacher Fertigung.

„Die neu entstehende Chipfabrik in Villach, wird zu cirka einem Drittel aus Anlagen unserer Abteilung bestückt werden. Hier gilt es, meine Abteilung auf das größte Projekt, das bisher in Villach umgesetzt wurde, vorzubereiten, die richtigen Entscheidungen zu treffen und dabei die laufende Fertigung stabil zu halten“, so Absmeier über ihre Arbeit. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auch auf der Auswahl der richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf der dementsprechend nötigen Aufstellung und organisatorischen Ausrichtung des Moduls.

„Besonders jetzt gilt es, die sich ständig in Bewegung befindlichen Rahmenbedingungen so gut es geht abzuwiegen und daraufhin die wirtschaftlich richtigen Entscheidungen zu treffen“, beschreibt Absmeier die kommenden Herausforderungen.
Bei Infineon unterstützt Alina Absmeier die firmeninternen Initiativen rund um das Thema Diverstity: Sie übernimmt dabei das Mentoring jüngerer Kolleginnen als Begleitung in ihren ersten Führungsaufgaben und fördert Technikerinnen und Techniker in ihrem Bereich durch Trainings und auch über flexible Arbeitszeitmodelle.

“Um Karriere zu machen, sollte man wissen, was man will und nicht darauf warten, gefragt zu werden!“ Gerade Frauen würden in dieser Hinsicht anders ticken. „Auch ich habe mich dabei erwischt mich selbst zu fragen, ob ich für den Job wirklich alles mitbringe. Da hilft es natürlich, wenn man ein wenig angestupst wird“, so Absmeier. Man müsse einfach bereit sein, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich auf Neues einzulassen. Ihr Tipp für junge Absolventinnen: „Zeigt Entscheidungsfreude und Offenheit für Veränderungen, damit habt Ihr zwei entscheidende Wettbewerbsfaktoren auf der Haben-Seite.“

Infineon ist Weltmarktführer bei Leistungshalbleitern. In Österreich gehört Infineon mit 4.201 Beschäftigten - davon über 1.800 in Forschung & Entwicklung - aus rund 60 Nationen und einem Umsatz von etwa 2,9 Milliarden Euro zu den forschungsstärksten Unternehmen des Landes und ist Teil des vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) geförderten Spitzenforschungszentrums Silicon Austria Labs SAL.

Um die Leistungen von Frauen im Forschungs- und Technologiebereich sichtbar zu machen, zeichnet das BMVIT seit 2005 Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank aus. Das BMVIT unterstützt Frauen im Bereich Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung zu schaffen. FEMtech setzt Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie.
 

Rückfragen & Kontakt:

BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Volker Höferl, Pressesprecher BM Ing. Norbert Hofer
Tel. 01/71162 658121
volker.hoeferl@bmvit.gv.at
www.bmvit.gv.at