Zwischenevaluierung stellt Horizon 2020 gutes Zeugnis aus

3.500 Antworten und 300 Positionspapiere eingelangt – Ergebnisse fließen in das kommende EU-Forschungsprogramm ein

Die Europäische Kommission hat am 28. April die Ergebnisse der großen Zwischenevaluierung ihres Programmes für Forschung und Innovation, Horizon 2020, vorgelegt. Demnach bekommt das Programm gute Noten: 95 Prozent der 3.500 Befragten stimmen der Aussage zu, dass das Programm dazu beiträgt, Arbeitsplätze und Wachstum zu fördern und 92% stimmen zu, dass Horizon 2020 dazu beiträgt, die Rolle der EU als globaler Player zu stärken.

Gefragt waren bei dieser öffentlichen Konsultation nicht nur Einzelpersonen oder Organisation, besonders erwünscht waren Rückmeldungen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie von allen weiteren Organisationen, die sich bereits an Horizon 2020 beteiligt haben. 3500 Antworten und rund 300 Positionspapiere bezeugen das große Interesse an diesem Thema. Die Evaluierung wurde auf Basis von fünf Kriterien durchgeführt: Kohärenz (intern und mit den anderen EU-Programmen und nationalen Initiativen), Effektivität, Effizienz, EU-Mehrwert und Relevanz.

Die generelle Aussage der Zwischenevaluierung ist: Horizon 2020 liegt auf gutem Kurs, um seine Ziele zu erreichen. 83% der Befragten bestätigen, dass sie ihre Projekte ohne die Förderung nicht hätten durchführen können. 80% sind im überwiegend oder sehr zufrieden mit der Vereinfachung der Beteiligungsregeln und Abläufen in H2020. 77% stimmen im Großen und Ganzen oder völlig der Aussage zu, dass H2020 dazu beiträgt, Lösungen für aktuelle politische Herausforderungen der EU (Migration, Terrorismus, alternde Bevölkerung) zu finden.

Mit der Zwischenevaluierung wird die bisherige Implementierung des Rahmenprogramms im Hinblick auf die weitere Entwicklung von Horizon 2020 in der letzten Arbeitsprogrammperiode (2018-2020) analysiert. Die Ergebnisse der Zwischenbewertung werden auch in die Gestaltung des nächsten Rahmenprogramms (vorläufig „FP9“) einfließen, beispielsweise hinsichtlich des geplanten European Innovation Council (EIC).

Einen weiteren, wichtigen Puzzlestein für die Vorbereitungen zum nächsten Rahmenprogramms bildet die Konferenz Research & Innovation – shaping our future am 3. Juli 2017 in Brüssel. Pascal Lamy, Vorsitzender einer hochrangigen Expertengruppe wird dort die strategischen Empfehlungen für die zukünftige EU-Forschungs- und Innovationsförderung vorstellen. Rund 500 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden sich mit der Rolle von Forschung und Entwicklung im Hinblick auf die Zukunft Europas befassen. Eine Registrierung ist noch bis 26. Mai möglich.