FFG startet neues Förderprogramm für Forschungsinfrastruktur

Erste Ausschreibung mit 11,7 Millionen Euro dotiert

Hochwertige Forschungsinfrastrukturen wie Geräte, Anlagen und Einrichtungen sind die Voraussetzung für Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung. Im Rahmen eines neuen Programmes unterstützt die FFG erstmals die Anschaffung und den Aufbau von hochwertiger „Hardware“ für Forschung und Entwicklung. Bisher konnte im Rahmen von FFG-Projekten nur die anteilige Nutzung gefördert werden. „Wir wollen Österreich in der Forschung ‚aufrüsten‘“, so die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. „Es geht darum, hochwertige Infrastruktur anzuschaffen und zu betreiben, und sie verschiedenen Anwendern zur Verfügung zu stellen.“

Die „F&E-Infrastrukturförderung“ finanziert Vorhaben zur Anschaffung und zum Aufbau von hochwertiger Infrastruktur für Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung, sowie eine Startphase zur Feinabstimmung der Infrastruktur. In der ersten Ausschreibung stehen 11,7 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung, das Budget kommt von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung. „Wir haben ein neues Format in der FFG geschaffen, um den steigenden Bedarf an exzellenter Forschungsinfrastruktur gezielt zu unterstützen“, so die Geschäftsführer der FFG. „Dadurch soll auch die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die die neue Infrastruktur gemeinsam nutzen sollen, intensiviert werden.“

Investition in zukunftsorientierte Forschungsfelder

Projekte aus allen Disziplinen können eingereicht werden. Die Untergrenze einer Investition liegt bei 500.000 Euro, die Förderung ist mit maximal zwei Millionen Euro pro Vorhaben begrenzt. Die geplante Nutzung der F&E-Infrastruktur muss einer wirtschaftlichen Nutzung oder einer nicht-wirtschaftlichen Nutzung zugeordnet werden. Abhängig davon liegt die Förderquote jeweils bei max. 50 oder max. 85 Prozent. Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal fünf Jahre. Die Ausschreibung wurde in Abstimmung mit den beiden Eigentümer-Ressorts der FFG, BMVIT und BMWFW, entwickelt.

Die neue Förderschiene soll die Profilbildung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Besonders zukunftsorientierte Forschungsfelder können gezielt aufgebaut werden. Unternehmen wiederum werden unterstützt, ihre wirtschaftlich genutzten F&E-Infrastrukturen weiter auf- und auszubauen. Ein zusätzliches Ziel ist die koordinierte gemeinsame Anschaffung und Nutzung von F&E-Infrastruktur durch Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

„Die Anforderungen an und auch die Kosten von Forschungsinfrastruktur steigen ständig“, erläutern die FFG-Geschäftsführer. „Mit dem neuen Programm kann hochwertige Infrastruktur angeschafft werden, die sonst nicht oder nur schwierig finanzierbar wäre. Gleichzeitig erreichen wir durch die gemeinschaftliche Nutzung der Infrastruktur auch einen Mehrwert für das gesamte Innovationssystem.“ Neben den Anschaffungskosten von F&E-Infrastruktur werden im Rahmen einer bis zu 3 Jahren dauernden Startphase auch Personalkosten sowie Sach- und Materialkosten für den Aufbau und die Inbetriebnahme der F&E-Infrastruktur gefördert.

Erste Ausschreibung endet am 22. Juli 2016

Die Ausschreibung ist offen für alle Themen und Antragsteller, wie Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, und andere. Nach der Evaluierung durch eine unabhängige Jury ist die Entscheidung über die Anträge für Jänner 2017 geplant. Nähere Informationen zur ersten Ausschreibung gibt es auf der FFG-Webseite unter https://www.ffg.at/FuE-Infrastrukturfoerderung.at.

Rückfragen:

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Mag. (FH) Gerlinde Tuscher, Pressesprecherin
Tel. +43 (0)5 7755 - 6010 / Mobil: +43 (0)664 85 69 028
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