Neues Forschungszentrum ASSIC sichert Spitzenposition in Europa

„ASSIC Austrian Smart Systems Integration Research Center“ erhält COMET-Status. Fokus auf Mikro- und Nanosysteme, namhafte Partner an Bord!

Foto:  honorarfrei verwendbar, copyright CTR/Fritzpress
Bilduntertitel:  von links:   Dr. Klaus Pseiner (FFG), DI Simon Grasser (Finanzvorstand CTR), Dr. Werner Scherf (CEO CTR ), Technologiereferentin Dr. Gaby Schaunig (Land Kärnten), Dr. Sabine Herlitschka (Infineon), Dr. Josef Affenzeller (AVL-List)

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Großartiger Erfolg für das außeruniversitäre Forschungszentrum CTR Carinthian Tech Research AG und den Wirtschaftsstandort Kärnten insgesamt: Im Rahmen des neuen COMET-Förderprogramms wurde mit ASSIC ein neues Exzellenzzentrum bewilligt, das den Standort Villach als eine der führenden europäischen Regionen im Forschungsbereich Mikroelektronik und Systemintegration weiter ausbaut. Dazu wird die Industrie und die Fördergeber in den Jahren 2015 bis 2018 je 9,2 Millionen Euro beitragen.

Das Exzellenzzentrum „ASSIC-Austrian Smart Systems Integration Research Center” erhielt von einer internationalen Expertenjury den COMET-Status für bis zu 8 Jahre zuerkannt. Damit werden zahlreiche intelligente Bauteile und Systeme, die in den nächsten Jahren Einzug in unser aller Leben halten werden – ob in Automobilen, Mobiltelefonen, in der Medizintechnik, der Unterhaltungselektronik, in Haushaltsgeräten oder zahlreichen weiteren Anwendungen – die Handschrift des neuen Exzellenzzentrums tragen.

Die im Zuge von ASSIC gewonnenen Erkenntnisse, in die das umfangreiche Know-how der CTR AG im Bereich der Sensorik miteinfließen wird, werden entscheidend dazu beitragen, all diese Produkte noch kleiner und leistungsfähiger zu machen. Vor allem werden die hier entwickelten Komponenten bzw. Systeme einen großen Fortschritt hinsichtlich Präzision, Energieeffizienz, Funktionalität und Sicherheit ermöglichen.

ASSIC - Austrian Smart Systems Integration Research Center

a) Forschungsschwerpunkte

Das neue Forschungszentrum legt seinen Fokus auf die Systemintegration intelligenter Systeme unter Nutzung von Mikro- und Nanotechnologien. Diese bedeutet den Brückenschlag vom einzelnen Halbleiterchip über Sensormodule bis hin zum intelligenten Gesamtprodukt der Zukunft.

Im Detail wird in drei Schwerpunktbereichen geforscht:

  • Entwicklung von Komponenten, Mikromodulen und intelligenten Systemen mit erhöhter Funktionalität und verbesserter Leistung
  • Entwicklung und Optimierung der damit verbundenen Prozesstechnologien für die Fertigung von Mikrosystemkomponenten, -baugruppen und -packagings sowie
  • Entwicklung und Verbesserung von Werkzeugen und Methoden für Design und Integration von intelligenten Systemen

Die Forschungsergebnisse sollen bis 2018 zu 20 Patenten und 180 Publikationen führen. Darüber hinaus sollen 24 DoktoratsstudentInnen und 52 DiplomandInnen am Zentrum partizipieren und ihre wissenschaftlichen Forschungen durchführen.

b) Stärken von ASSIC

Durch die Einbettung in das etablierte Forschungszentrum CTR hat ASSIC Zugriff auf  höchst qualifizierte ExpertInnen auf dem Gebiet der Sensorik. Diese bringen ihr fachliches Know-how und ihre Kooperationserfahrungen aus Industrie und Wissenschaft ein.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal stellt die Infrastruktur dar. Zum bestehenden Technologiepark wird derzeit am Standort zusätzlich der Hightech-Campus Villach errichtet. Für CTR und ASSIC stehen künftig ca. 3000m² Fläche bereit, die u.a. einen hochmodernen Forschungsreinraum umfassen werden. Dadurch kann der wissenschaftliche Exzellenzanspruch des neuen Zentrums noch effektiver umgesetzt werden.

c) Partner von ASSIC

Was dem Forschungszentrum ASSIC besondere Relevanz – auch auf europäischer Ebene – verleiht, ist die lange und prominent besetzte Liste an nationalen und internationalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. An den neuen Mikrosystem-Anwendungen werden künftig 16 Industriepartner, 9 wissenschaftliche Partner sowie 12 assoziierte Partner gemeinsam mit ASSIC forschen. Darunter befinden sich globale Player wie Infineon, EPCOS, AVL List, Lam Research, ABB, AT&S, Datalogic wie auch regionale KMUs wie der Villacher Frontunner TIPS Messtechnik. Dazu partizipieren renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen wie die TU Wien, die TU Graz, die TU Dresden, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die École Polytechnique Fédérale de Lausanne oder das VTT Technical Research Centre of Finland.

Zu den assoziierten Partnern zählen u.a. die RWTH Aachen, der me2c, die FH Kärnten, die French Alternative Energies an Atomic Energy Commission CEA oder das Danish Technology Institute DTI.

Das ASSIC Konsortium umfasst damit Partner entlang der gesamten technologischen Wertschöpfungskette.

ASSIC – Facts & Figures:

Forschungsvolumen: 18,4 Mio. Euro
Laufzeit: 01/2015 – 12/2018
Industriepartner: 16
Wissenschaftliche Partner: 9
Web:  www.assic.eu
Träger: CTR Carinthian Tech Research AG

Stimmen zum neuen Forschungszentrum ASSIC:

LHStv. Dr. Gaby Schaunig (Finanz- und Technologiereferentin des Landes Kärnten): Mit dem Ausbau der Forschungsaktivitäten im Bereihc Mikro- und Nanotechnologien wird in Kärnten die internationale Sichtbarkeit der CTR AG sowie auch der anderen Forschungseinrichtungen weiter erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandortes Kärntens und Österreichs gestärkt. Wir sind damit am besten Weg den Standort zu einer der führenden europäischen Regionen im Forschungsbereich Mikroelektronik und Systemintegration zu positionieren.“

Dr. Sabine Herlitschka (Vorstand Infineon Technologies Austria): „Das Austrian Smart Systems Integration Research Center hat einen wichtigen Stellenwert, um die internationale Exzellenz im Forschungsbereich Mikro- und Nanotechnologien voranzutreiben und damit die High Tech-Region im Süden Österreichs als Forschungsstandort weiter zu stärken“, erklärt Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria AG. Im Hinblick auf Industrie 4.0 spielen innovative mikroelektronische Lösungen, wie z.B. intelligente Sensorsysteme, eine wesentliche Rolle in modernsten Fertigungskonzepten. Wir sehen die strategische Zusammenarbeit mit dem ASSIC als bereichernde Ergänzung zu unseren eigenen intensiven Forschungsaktivitäten und freuen uns über dessen Bestätigung als COMET K1-Forschungszentrum.“

Dr. Josef Affenzeller (Direktor nationale & internationale Forschung, AVL List GmbH): „Auf dem Gebiet Smart-Systems inklusive Sensorik hat sich CTR in den letzten Jahren einen hohen Wissensstand erarbeitet. Der Bereich ‚Instrumentation & Test Systems‘ in der AVL arbeitet auf diesem Gebiet. Die neuen Aktivitäten von ASSIC ergänzen sich hervorragend mit dem Forschungsbereich in der AVL. Durch die längerfristigen Aktivitäten ist auch eine Vertrauensbasis aufgebaut worden, die eine Voraussetzung für eine fruchtbringende Kooperation darstellt.“

Dr. Klaus Pseiner (Geschäftsführung FFG): „Das ‚Austrian Smart Systems Integration Research Center‘ – kurz ’ASSIC‘ des CTR hat mit seinem thematischen Schwerpunkt, der auch Mikrosystemtechnik und intelligente Systemlösungen integriert, den COMET Kriterien sehr gut entsprochen. Es wurde glaubwürdig vermittelt, dass das Kompetenzzentrum sich seit seinem Bestehen sehr positiv weiterentwickelt hat und gemeinsam mit seinen wissenschaftlichen Partnern und den involvierten Unternehmen die geplanten Forschungsergebnisse nicht nur erreichen, sondern auch umsetzen kann. Damit leistet das K1-Zentrum ASSIC einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Stärkung der Kooperationskultur zwischen Industrie und Wissenschaft und somit insgesamt auch zur Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Kärnten.“

DI Simon Grasser (Vorstand CTR AG): „Der Standort und im speziellen die Region Villach nehmen in der europäischen Mikroelektronik Landkarte eine wichtige Position ein. Wir tragen dafür Verantwortung, diese Position auszubauen, indem wir die regionale Forschungsintensität  mit ASSIC weiter steigern und damit Unternehmen stärken, marktfähige Produkte zu entwickeln und zukunftsfähig, sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Basis dafür ist der exzellente Forschungsverbund von ASSIC, der Partner aus Industrie und Wissenschaft mit unseren hervorragenden Forscherinnen und Forscher vereint. Zudem wird die neue Forschungsinfrastruktur im High Tech Center Villach wesentlich zu einer effektiven Umsetzung unserer Forschungen beitragen. Unsere Projekte bringen Kärnten und Europa voran.“

Über die CTR AG  & ASSIC

Die CTR ist das größte außeruniversitäre Forschungszentrum in Kärnten und gehört zu den führenden Forschungsinstituten Österreichs im Bereich angewandte Sensorik. Ziel und Auftrag ist es, neueste Sensor-Technologien (Photonik, Sensorik, Energie- und Mikrosystemtechnik) für die zu entwickeln. Die Leistungen reichen von Machbarkeitsstudien über Simulationen, Tests bis hin zu Prototyping und Systementwurf. Die CTR wurde 1997 gegründet, hat über 75 Patente realisiert und forscht in regionalen, nationalen und internationalen F&E Projekten und ist Mitglied der FORSCHUNG AUSTRIA. Am CTR sind 60 Mitarbeiter beschäftigt, zu den Forschungspartnern zählen u.a. Infineon Technologies, Philips Austria, Siemens sowie die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), die TU Wien, die Universität Delft, die TU Dresden und das Danish Technological Institute. Seit 1.1.2015 ist die CTR auch Träger des Exzellenzzentrums ASSIC Austrian Smart Systems Integration Center. Die Forschungen fokussieren sich auf intelligente Systemlösungen mittels Mikro- und Nanotechnologien.

Über das COMET-Förderprogramm

Das Programm COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) fördert die enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft, den Aufbau gemeinsamer Forschungskompetenzen und deren Verwertung.

Initiiert und getragen von den Ministerien BMVIT (Verkehr, Innovation & Technologie) und BMWFW (Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) bildet es die Nachfolge der 1998 gestarteten Programme Kplus und K_ind/K_net. Die tragenden Elemente von COMET sind die explizite Orientierung auf Exzellenz, die Einbindung von internationalem Forschungs-Know-how sowie der Aufbau und die Sicherung der Technologieführerschaft von Unternehmen zur Stärkung des Forschungsstandorts. www.ffg.at/comet

Die CTR wurde 1998 als erstes Kplus-Zentrum Österreichs ins Programm aufgenommen. Seit 2008 ist die CTR als COMET K1-Zentrum für intelligente Sensorik positioniert. Mit dem neuen COMET K1-Zentrum „ASSIC Austrian Smart Systems Integration Research Center“  wird die international sichtbare, exzellente Forschung weiter ausgebaut.

Gesamte Medieninformation unter:   www.ctr.at