Sommerschule Alpbach 2016

Die Sommerschule Alpbach 2016 erforschte den globalen Wasserkreislauf

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG lud 58 junge WissenschafterInnen aus ganz Europa vom 12.-21. Juli 2016 zur Sommerschule Alpbach ein. An der Planungsschmiede für zukünftige Satellitenmissionen nahmen 10 junge ExpertInnen aus Österreich (TU Graz, Universität Graz, Universität Wien, Fachhochschule Wiener Neustadt) – unterstützt mit einem FFG Stipendium - teil.
Datum 12.07.2016 09:00 - 21.07.2016 17:00
Ort Hauptschule Alpbach
ThemenbereichWeltraum
Zielgruppe Jugendliche
Veranstaltungstyp-
FFG BereichAgentur für Luft- und Raumfahrt
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Im Rahmen der Sommerschule Alpbach 2016 entwickelten 58 Studierende aus 18 ESA Mitgliedsstaaten Satellitenmissionen zur Erforschung des globalen Wasserkreislaufs.

Von der Teilnehmenden wurde  erwartet, neue Satellitenmissionen zu definieren und auszuarbeiten,offene Fragen, zu deren Lösung Satellitenmessungen beitragen können, zu beantworten, um Lücken in der Beobachtung von Quellen, Transportprozessen und Reservoirs des globalen Wasserhaushalts zu schließen.

Weltraumtechnik kann helfen, eine Reihe an Fragen rund um den Wasserhaushalt und das Klima zu beantworten: wie Prozesse von Wolkenbildung und Niederschlag ablaufen, wie sich Wasservorräte in Vegetation, Erdboden und Untergrund verändern oder welche Auswirkungen der Rückzug von Permafrost auf den Wasserhaushalt hat.

In lediglich zehn Tagen Sommerschule Alpbach wurden neue und innovative Missionskonzepte entwickelt

Vier Teams wetteiferten unter fachkundiger Anleitung von ExpertInnen der ESA und nationalen Weltraumagenturen und -instituten  um das anspruchsvollste Missionskonzept. Dabei galt es, alle Elemente einer möglichen künftigen Weltraummission zu berücksichtigen. Hierzu gehören die Auswahl der Instrumentierung, die Grundkonstruktion des Satelliten und seiner Subsysteme, die Berechnung der optimalen Flugbahn sowie die Ermittlung der voraussichtlichen Missionskosten.

Am letzten Tag der Sommerschule wurden die Arbeiten der vier Gruppen in einer jeweils einstündigen Präsentation vorgestellt und von einer Jury erfahrener WeltraumexpertInnen individuell nach der Güte der wissenschaftlichen und technischen Ausrichtung sowie hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit begutachtet. Ein weiteres, wichtiges Kriterium der Beurteilung waren Details zum Missions-Management und zum Satellitendesign.

Die Missionsprojekte der StudentInnen

Die Jury stellte allen vorgeschlagenen Missionen ein hervorragendes Zeugnis aus und zeigte sich beeindruckt von der Kompetenz und den Leistungen der Studentinnen und Studenten, ihrem Einsatz und ihrer Motivation. In nur wenigen Tagen arbeiteten sich die Teams in ein sehr schwieriges Thema ein. Die Jury hob besonders die klare Struktur der präsentierten Missionsziele, den jeweiligen Detailgehalt von wissenschaftlicher Nutzlast und Missionsdesign und die Qualtität der Antworten auf die Fragen der Jury hervor.

Die Teilnehmenden präsentierten folgende Satellitenmissionen:

  • Team Blue: PoPSAT (Polar Precipitation SATellite) - eine Mission zur flächendeckenden Messung von Schneefall und Regen in Polargebieten
  • Team Orange: SWEAT (Snow Water Equivalent with Altimetry) - eine Mission zu regelmässigen und direkten Messungen des Wassergehalts in der Schneedecke auf dem Festland in den Polarregionen und auf von Eis bedeckten Meeresflächen
  • Team Red: CoastSat - eine Mission zur Beobachtung und Messung von Wasserqualität and Küsten, grösseren Flüssen und Seen
  • Team Green: WAVE-E- eine Mission zur Messung des Wasserdampfgehaltes im Grenzbereich zwischen oberer Troposphäre und Stratosphäre