Außilahna & Hoamkema

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Außilahna & Hoamkema

Mobile Einsatztruppe & großes Netzwerk zur Schaffung inklusiver und innovativer Räume am Land. Damit sich alle* und insbesondere Frauen, die ausgetretene Wege verlassen und neue Wege beschreiten, (wieder) daheim fühlen.

Kurze Beschreibung der Idee

Diese Idee besteht (im Moment) aus 5 Personen, 4 Regionen, 1 Netzwerk. Wir sind die Einsatztruppe.
Nacheinander bereist die Einsatztruppe in den kommenden zwei Jahren die 4 Regionen, wohnt & arbeitet dort für ca. 2 Wochen und denkt & macht inklusive und innovative Begegnungs- und Arbeitsräume. Natürlich angepasst an die lokalen Herausforderungen und Potentiale. 
Wir nutzen in dem jeweiligen Zeitraum bestehende Räume, oder öffnen z.B. Pop-Up Spaces an den jeweiligen Orten:

  • Stadtregion Korneuburg: Gemeinschaftsprojekt Michlfarm braucht mehr Bespielung & Aktivierung - Frauennetzwerk soll entstehen
  • Im Waldviertel entsteht ein Makerspace der sich dem Genderthema annimmt und den Raum für alle* attraktivieren will
  • Im Lungau gibt es mehrere Leerstände, die wir angehen wollen. (z.B. Ex-Vögele-Geschäft in Tamsweg, 3 Geschäftslokale in St. Michael) - die Ergebnisse der Studierenden der SummerSchool brauchen Raum, den es gleichzeitig auch zur Verstetigung der SummerSchool braucht!
  • In der Semmering Region gibt es viele räumliche Möglichkeiten (z.B. diverse Leerstände, Weichtalhaus, Stift Neuberg/Mürz u.v.m.) und Frauennetzwerk. Wir wollen eine passende überregionale Bespielung entwickeln.

Die Einsätze werden wissenschaftlich begleitet von der TU Wien (Fakultät für Architektur und Raumplanung) in Lehre, Forschung und Praxis. Auf Reisen, aber auch in einem ständig parallel laufenden Netzwerk, lernen wir voneinander und fangen uns gegenseitig auf. Das passiert analog und digital mit unterschiedlichen Methoden (eine davon wird sein: Mentoring oder Buddy-Prinzip >> siehe Womentor). 
Wichtig: Die Idee hat einen starken Frauen- und Genderfokus! Warum? Weil wir FeministInnen sind!
Die Idee ist skalierbar und übertragbar in alle Regionen = die Einsatztruppe wächst = die Liste der Regionen wächst = die Möglichkeiten wachsen.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Die Zeit ist reif! Die Ideen und das Engagement in ganz Österreich sind reif! Wir “klauben auf”, was da ist, würzen und machen was richtig Gutes draus! Nutzen wir die Gelegenheit: Ein neues Bild vom Land muss her. Die moderne Frau will kreatives Miteinander. Öffentliche Räume - niederschwellig nutzbar - ermöglichen Begegnungen mit Anderen und dem Anderen. Der Horizont will erweitert werden, die Perspektive wird gewechselt, neue Möglichkeiten werden sichtbar. Damit auch Frauen am Land ihr volles Potential erreichen können! Was brauchts? Freiräume! Physische und auch im Kopf! 

  • Infrastruktur: Raum, Technologien, Breitband, Mobilität, Betreuung, …
  • Offenheit:  Anstupser bis Interventionen, Prototyping Futures, Veranstaltungen, Workshops, Storytelling 
  • Vernetzung: Menschen verbinden, die sich was trauen & ein Netz zum Auffangen, wenn der Gegenwind zu stark und unfair rauscht & ein Netz für Empowerment

Wir designen, begleiten, evaluieren, re-designen und publizieren die Elemente des Prozess-Projektes (z.B. Rahmenbedingungen, Kooperationen, Finanzierung, “Passform” - Raum/Angebote, lokale/regionale Herausforderungen + Potentiale und Learnings, …)

Wir sind motiviert, die Versprechen aus dem Masterplan Ländlicher Raum (2017, S.97) umzusetzen:
“Schwerpunkte zur Attraktivierung des ländlichen Raums sind eine moderne Infrastruktur (z.B. Breitband, Mobilität), attraktive Arbeitsplätze und Bildungsangebote, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie soziale Dienstleistungen. Im Rahmen zielgerichteter RückkehrerInnen-Programme sollen Menschen die Lebensqualität am Land und die Zugehörigkeit zum Orts- und Gemeindeleben neu vermittelt werden.”

Was ist der positive Nutzen der Idee?

Mit gezielten Interventionen vor Ort und digital, schaffen wir Räume für Frauen und alle*, die aus der Rolle fallen (wollen), brechen Silos auf. Der ländliche Raum lebt von offenen Netzen und Verbindungen. Gerade Frauen haben oft wenig Zugang zu bestehenden Begegnungsräumen, aber knüpfen bereits sehr erfolgreich an kleinteiligen Netzwerken an. 

Die TU Wien hat Expertise in Methoden der Partizipation, Aktivierung, Raumplanung und Know-How in Methoden-Design und -Testung. Wir pflegen eine sehr gute Einladungs- und Öffentlichkeitsarbeit, lieben den Dialog und überregionales, interdisziplinäres und lebenslanges Lernen. Und wir sind gut vernetzt mit Universitäten und Hochschulen, Kulturschaffenden und Wirtschaftstreibenden und Engagierten. Dadurch öffnen sich Räume für “Unangepasste”, “Übersehene”, “Ausheimische”, “Multilokale”, “Studierende”, und noch viele mehr. Dabei haben wir keine fertigen Räume im Angebot, sondern passen an oder entwickeln neu. Wir fördern das Lokale, das Spezielle, das Tolle und stimulieren zufälliges oder gezieltes Begegnen. Im Lungau findet 2021 eine Summer School zum Thema Frauen & Ländlicher Raum statt. 40 Studierende aus 20 Studienrichtungen und 4 Hochschulen wohnen und arbeiten vor Ort. Dies kann der Auftakt unseres Projekts sein!
 
Wir haben Gänsehaut und sind gepackt vor Engagement! - Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Idee gemeinsam mit Menschen und Regionen Wirklichkeit wird :)

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

  • Bezirk Tamsweg - Biosphärenpark Lungau
  • Region Semmering-Rax-Schneeberg & Region Semmering Schneeberg (beide Seiten des Semmerings)
  • Stadtregion Korneuburg
  • Waldviertel - Region Zukunftsraum Thayaland

Wir sehen Regionen und deren Definitionen so:

  1. Region in ihren administrativen oder formalen Grenzen 
  2. Region in ihrem z.B. kulturellen oder naturräumlichen Zusammenhang
  3. Region durch Netzwerke, Kooperationen oder Projekte

Zu Beginn definieren wir Regionen durch Punkt 1 (Bezirke, NUTS Regionen) und Punkt 2 (Biosphärenparks, Kleinregionen, Stadt-Umland) und wir wollen durch unsere Idee/unser Projekt, ländliche Regionen ganz anders denken und machen - und das ist dann Punkt 3.

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

Eine Skalierbarkeit und Transferierbarkeit in andere Regionen ist ein integraler Bestandteil unserer Idee! Weitere Regionen können sich an die überregionale Einsatztruppe andocken. Engagierte Personen dieser Regionen fahren dann bspw. auf den Einsatzreisen unserer Truppe mit. Und die “neue” Region wird ein neues Einsatzziel der Regionsliste. Das Netzwerk, die Reisen, das TUN, die Kreativität und Innovation wächst mit jeder Person und Region. Die Idee ist unendlich fortführbar und erweiterbar (vor allem durch mehr Geld).

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

WOW!
Wir sind in unseren jeweiligen Regionen und Projekten bereits sehr begeistert damit beschäftigt, junge Menschen und vor allem Frauen, Möglichkeiten und Chancen am Land aufzuzeigen. Diese Ideen veranschaulicht, welche Möglichkeiten ein gemeinsamer Ansatz bietet, welche WOW-Faktoren wir kollaborativ verwirklichen werden! Wir können uns das nicht nur vorstellen, wir leben diese Innovation jeweils bereits in unseren Projekten - das Neue, das WOW ist, dass wir das gemeinsam vorantreiben wollen. So sind wir stärker und mit Unterstützung der Creation Days vor allem sichtbarer!

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at