Begegnungsraum Regionalentwicklung

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Begegnungsraum Regionalentwicklung. Virtuelles und analoges Bildungs-, Impuls-, Innovations- und Wissens(management)zentrum für ländliche Regionen.

Kurze Beschreibung der Idee

Regionalentwicklung wird allein in Europa in vielen tausend LEADER-Regionen gelebt und umgesetzt. Zumeist Bottom-up. Mit viel Wissen, Knowhow, Engagement. Über alle Themenfelder verteilt. Vielfach aber leider jeweils losgelöst von anderen Regionen und anderen Ländern. Sich in virtuellen und analogen Begegnungsräumen DIREKT austauschen, voneinander lernen und partizipieren zu können - Europa für Europa - ist das Ziel der Gründung eines regionalen Innovations- und Impulszentrums im Herzen Europas, Österreich, Oberösterreich, Mühlviertel. Regions- und länderübergreifend, mehrsprachig, niederschwellig nutzbar.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Nur durch überregionale/europaweite (digitale UND analoge) Begegnungsräume wird es uns gelingen, wirklich von einander zu lernen, zu profitieren, Nutzen zu stiften und Nutzen zu bekommen, Austausch zu ermöglichen und lebendige Netzwerke zu schaffen. Über den Begegnungsraum wird es möglich, Menschen in ihr IKIGAI (Kompetenz Mensch/Ich, Was braucht die Welt/Wissen und Wo gibt es einen Markt/Geld) zu bringen - also Können, Nutzen und Wertschätzung zu verbinden. Der Begegnungsraum soll Wissende und Suchende (digital) zusammenbringen mit dem Ziel, die Region(en) durch Initiativen weiterzuentwickeln und für Menschen nachhaltig attraktiver zu machen. Um Ideen/Projekte/Visionen in der Region/in den Regionen umsetzen zu können und Regionen anziehend zu machen. Um Arbeit für und in Regionen sichtbar, wertvoll und nutzenstiftend zu gestalten. Um uns den Herausforderungen der (digitalen) Zukunft gemeinsam zu stellen. 
Nicht das ICH und das MEINE, sondern das WIR und das UNSERE sind der Fokus im Begegnungsraum Regionalentwicklung. Und nicht das Aufgesetzte, sondern das eigene Handeln, Einbringen und Annehmen/Übernehmen macht uns stark.

Was ist der positive Nutzen der Idee?

Der Begegnungsraum Regionalentwicklung soll eine Netzwerkzentrale (Inhalte -  Jobs, Kapital...), Wissenszentrum (Wissensansammlungs-Server, Bildungsangebote, Netzwerke...) und Inspirationszentrum (Ressourcen - Projekte, Werte, Innovationen, Gründungen, Menschen...) sein. 
Durch die Schaffung einer Organisationsstruktur ist es möglich, konkrete Zielgruppen anzusprechen, zu vernetzen, zu verbinden und Mehrwert/Nutzen für konkrete Zielgruppen zu schaffen und zu stiften.
Die AkteurInnen werden dabei regionenübergreifend mit Gleichgesinnten in den digitalen und analogen Räumen und Formaten zusammengeführt. Durch das Teilen von Wissen, Informationen und Erfahrungen entstehen dabei ein Mehrwert für alle Beteiligten und eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig inspiriert und gemeinsam stark macht für die Region(en). Echt, chancenGLEICH, chancenREICH, wettbewerbsfähig, wertschöpfend. 
Ein positiver Nutzen, der bereits besteht, ist der #ThinkTankRegion - das Festival regionaler VordenkerInnen (www.thinktankregion.at), das 2018 erstmals beim innovativen Unternehmen Kreisel Electric in Rainbach/Mühlkreis über die Bühne gegangen ist und wegen Corona leider nicht wie geplant 2020 wieder stattfinden konnte, sondern analog erst wieder im Herbst 2022. Allerdings werden wir 2021 den Auftakt für das nächste analoge Festival digital machen - und die Verbindung des Festivals mit dem geplanten Begegnungsraum Regionalentwicklung bietet riesengroße Synergien und großen Nutzen für die neuen Arbeits- und Begegnungsräume am Land.

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

  • Mühlviertler Kernland
  • Urfahr West
  • Traunviertler Alpenvorland
  • Linz Land
  • Wels Land
  • Mühlviertler Alm

Im ersten Schritt soll ein oberösterreichischer Regionencluster  - bestehend aus den angeführten Regionen und in Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen ExpertInnen (im Grätzl, Energiebezirk Freistadt...) den Pilot-Begegnungsraum entwickeln. Mit den Erfahrungen können in einem zweiten Schritt weitere Regionen aus Österreich andocken und Partnerregionen aus anderen europäischen Ländern eingebunden werden, um den Begegnungsraum europaweit nutzbar zu machen. 

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

Zunächst werden ein digitaler Pilot-Begegnungsraum aufgesetzt und die technischen Grundlagen und inhaltlichen Formate für einen digitalen Austausch zwischen den Regionen und den AkteurInnen erarbeitet. Dieser digitale Pilot wird im Regionen-Cluster ausgerollt und getestet. Der digitale Pilot wird skalierbar aufgebaut, damit jederzeit weitere Regionen andocken können, eine Internationalisierung ist bereits bei der Erstellung des Prototyps vorgesehen. 

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

Ganz klar WOW: Das Ziel dieses Projektes ist es, erstmals eine (mächtige) Plattform zu schaffen, die hunderte Regionen in Europa verbinden und in Austausch bringen kann. Diese Plattform muss über viele maßgeschneiderte Tools für Informations-, Vermittlungs-, Bildungs- und Wissensmanagement verfügen und allein dadurch entsteht ein riesengroßes WOW. Dass der erste digitale Begegnungsraum für Regionen länderübergreifend ausgewählt ist, ist zusätzlich eine große Innovation, die grenzübergreifendes Lernen fördert, Arbeit der Zukunft (Frauen, Teilzeit, familienfreundliche Systeme...) gestaltet, Wissen um Regionalentwicklung nachhaltig sichert, Visionen in realisierbare Rahmen rückt, Kompetenzen stärkt und Stadt/Land in Fluss (Verbindung) bringt.  WOW, oder? :-)

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at