ERWACHSENENGÄRTEN / GEMEINDEHUBS

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Flächendeckende ERWACHSENENGÄRTEN/GEMEINDEHUBS für Leben im Dorf und Netzwerke darüber hinaus. Erfüllung des Begriffes Gemeinde mit neuem Leben, nicht als Verwaltungseinheit, sondern als lebendiger Ort für Alle, Allmende.

Kurze Beschreibung der Idee

Fast alle Gemeinden in Österreich leiden an ähnlichen Symptomen (Landflucht, ausgestorbene Ortskerne, TelearbeiterInnen im einsamen Homeoffice, wenig Sozialleben außerhalb übertraditioneller Vereine), die Gegenmittel sind immer nur kleine Initiativen und sehr verstreut. Daher Erwachsenengärten als öffentliche Grundversorgung der Zukunft, genauso wie Volksschulen und Kindergärten in jedem Ort und für Alle zugänglich.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Weil wir davon überzeugt sind, dass diese Idee gleich mehrere große Probleme der Gegenwart und Zukunft angeht (Klimakrise, Landflucht, Sozialkrise durch Dauerarbeitslose, Digital Divide...), zu relativ geringen Kosten, mit großem und direktem volkswirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mehrwert.

Nachdem ich schon seit 2 Jahren regelmäßig PolitikerInnen mit der Idee anschreibe und kaum Feedback dazu bekomme, finde ich es super, mich vielleicht in diesem Rahmen dafür stark machen zu können. 

Nötig für diese Idee ist es, über Ressortgrenzen hinweg zu denken - tangiert sind etwa Gemeinden, Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung, Arbeit, Kultur.

Was ist der positive Nutzen der Idee?

  • reduzierter ökologischer Fußabdruck durch weniger Pendeln, gleichzeitig ist es gesund zu Fuß oder mit dem Rad in den Co-Space zu fahren (umgekehrte Mobilitätspyramide)
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wenn das Zentrum neben Schule oder Kindergarten eingerichtet wird
  • (re)aktiviertes öffentliches Leben im Zentrum von Gemeinden, Abendnutzung für Kultur
  • Synergie Gastro/Hofläden/Food-Coops an einem Ort 
  • verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit der Co-WorkerInnen untereinander, wer sich kennt arbeitet zusammen
  • Vermeidung von Neubauten durch Nachnutzung bestehender Infrastrukturen (Bankfilialen, Bahnhöfe, leere Einkaufszentren, sonstige Leerstände, Pfarrhöfe...)
  • demokratischer Nutzen - die Leute kommen vermehrt ins Gespräch statt sich in digitalen Filterbubbles zu verlieren, soziale Infrastruktur!

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

Eigentlich egal, gern Oberösterreich weil wir 4 von hier sind, vorzugsweise in Landgemeinden in denen alle öffentlichen Strukturen abhanden gekommen sind und gleichzeitig genügend EinwohnerInnen sind, z.B. Speckgürtelgemeinden mit 3000 EinwohnerInnen.

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

Durch ein Modell,das Kooperation statt Wettbewerb in den Vordergrund stellt und potenzielle Hub-GründerInnen mit Best Practices und gemeinsamen Tools unterstützt.

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

Idee ist umsetzbar, Vorbilder gibt's auch, bahnbrechend ist sie auch - also alle Drei :-)

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at