Frauenqualifizierung on Tour

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Frauenqualifizierung on Tour

Kurze Beschreibung der Idee

Die breite Zielgruppe der Frauen soll vernetzt und bedarfsorientiert qualifiziert werden. Durch die temporäre Bespielung von Leerständen wird ein niederschwelliger Zugang ermöglicht, Aufmerksamkeit erregt und ein Beitrag zur Ortskernbelebung geleistet. Durch das entstehende Netzwerk können sich weitere Benefits im Sinne von Projektumsetzungen für die Kommunal- & Regionalentwicklung ergeben.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Aus meiner Sicht sind Frauen ein wesentlicher Dreh- & Angelpunkt wenn es um Kommunal- & Regionalentwicklung im Bereich demografischer Wandel/Abwanderung geht. Frauen sind oft diejenigen die entscheiden wo man sesshaft wird bzw. bleibt. Frauen stecken aber auch noch oft in stereotypen Rollenverteilungen, befinden sich in unterschiedlichen Strukturen und sind folglich mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Es gilt in der Vielfalt der unterschiedlichen Lebensentwürfe von Frauen Synergien und positive Netzwerke zu bilden (z.B. Hausfrau/Mutter, VZ-Arbeit/Mutter). Wenn es gelingt Frauen kommunal und darüber hinaus zu vernetzen, ihnen eine leicht zugängliche Möglichkeit zu bieten sich zu informieren, zu qualifizieren, begegnet die dahinterstehende Institution (z.B. Kommune) den Damen mit Wertschätzung und diese schafft Bindung. Diese Ansätze können motivieren, steigern das Selbstwertgefühl und können zu weiteren Initiativen führen, die einen Mehrwert für den ländlichen Raum bieten. Wege in die Selbständigkeit - Schaffung von Arbeitsplätzen, aktives Einbringen in das Gemeinwesen. 

Was ist der positive Nutzen der Idee?

Niederschwelliger Zugang zu Frauen direkt in den Kommunen durch Bespielung von Leerständen im Sinne von Pop-up.
Die Zielgruppe der Frauen ist breit gedacht, von Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen bis zur "Business-Lady". In den Räumlichkeiten soll ein offener, einfacher, analoger Zugang/Austausch möglich sein. Es geht um Netzwerkaufbau, informellen Austausch aber auch um Bedarfserhebung bzw. Beratung, Orientierung & Qualifizierung. Zum einen durch geschulte AkteurInnen aus dem Bereich der Erwachsenenbildung, zum anderen soll sich langfristig ein Peer-to-Peer Ansatz entwickeln, der Community-Education ermöglicht und forciert. Die Bedürfnisse können unterschiedlich sein. Vom Computerkurs, über die berufliche Umorientierung, Konfliktmanagement, Coaching in unterschiedlichen Bereichen wie z.B. Selbstwertgefühl, Selbstbestimmtheit, Durchsetzungsvermögen. Durch die Bespielung von Leerständen wird Aufmerksamkeit erregt und die Umsetzung trägt zur Ortskernbelebung bei. Parallel soll ein digitales Netzwerk aufgebaut werden. (Abstimmung mit Projektidee "digitaler Dorfplatz"). Durch ein gemeinschaftliches Miteinander könnten auch neue Projekte entstehen die in diesem Netzwerk umgesetzt werden. 

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

Als Stadtgemeinde Eisenerz, ist es natürlich wünschenswert hier zu starten, mit zusätzlichen Standorten in der LEADER-Region steirische Eisenstraße (z.B. Trofaiach, Leoben).

  • Ausbau 2: östliche Obersteiermark
  • Ausbau 3: Steiermark
  • Ausbau 4: Österreich

Sinnvoll wäre das Projekt in den Strukturen der Regionalmanagements als Kooperations- und Netzwerkpartner anzudocken - als Vermittler zu interessierten Kommunen. AnsprechpartnerInnen pro Region und Kommune sowie von partizipierenden Institutionen der Erwachsenenbildung sollten definiert werden. 

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

Sinnvoll wäre ein Start/Pilotierung auf kommunaler Ebene, lessons-learned müssen gut dokumentiert werden. Siehe Ausbauschritte oben. 
Es wäre sinnvoll aus der bottom-up Pilotierung langfristig an die jeweils zuständigen Landesabteilungen anzudocken bzw. zu kooperieren (Finanzielle Mittel/Kofinanzierungen) und das Roll-out top-down anzudenken. Über die Regionsstrukturen (z.B. Regionalmanagement) sollte das Projekt angesiedelt sein und von hier die weitere Koordination mit den Kommunen stattfinden. In jeder Kommune die partizipieren möchte sollte es eine/n Projektverantwortliche/n geben. 

Durch den parallelen Aufbau eines digitalen Netzwerkes (siehe auch digitaler Dorfplatz) kann ein Roll-out zumindest digital bereits vorab starten und ein analoges Roll-out wird einfacher.

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

Now - weil es darum geht mehr oder weniger eine Struktur zu implementieren, dies gab es bereits in anderen Themenbereichen. Wenn die notwendigen AkteurInnen mitziehen, könnte sofort umgesetzt werden, dazu braucht es aber noch eine breitere (top-down) Abstimmung.  Ich persönlich kann allerdings nur auf kommunaler Ebene umsetzen. 
Wow - weil die Verschränkung der drei Ansätze (Frauennetzwerk analog & digital, Frauenqualifizierung analog & digital und Ortskernbelebung) in dieser Form nicht bekannt sind und einen innovativen Ansatz liefern. Mein Kompetenzbereich beschränkt sich auf die kommunale Ebene hier traue ich mir eine Umsetzung auch sofort zu!

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at