Diese Information gilt nur für jene Projekte, die unmittelbar aus dem Horizon 2020 Programm Förderung erhalten, nicht jedoch für andere Initiativen wie z. B. Eurostars usw. Brexit Informationen zu diesen Programmen erhalten Sie von den dafür zuständigen BeraterInnen der FFG. Informationen zu möglichen No-Deal Auswirkungen auf Cofund-Projekte sowie andere Horizon 2020 Partnerschaften finden Sie hier.

Nach der Abstimmung zum Austrittsabkommen im britischen Parlament am 15. Jänner 2019 besteht die Möglichkeit, dass das Vereinigte Königreich (UK) ab dem 13. April 2019 ohne Austrittsvertrag und damit ohne Übergangsfrist aus der Europäischen Union ausscheidet (sog. „No Deal“). Damit wären auch Auswirkungen auf Ausschreibungen und laufende Projekte in Horizon 2020 verbunden.

Die britische Regierung hat für den Fall eines „No Deal“ die Zusage gemacht, für wegfallende Förderungen der EK an britische ProjektpartnerInnen aufzukommen (sog. Ausfallszusage). Es ist jedoch zu beachten, dass sich diese Zusage ausschließlich auf britische und damit nicht auf sonstige ProjektpartnerInnen bezieht und dies bis jetzt eine reine politische Ankündigung ohne Rechtsverbindlichkeit darstellt.

Sollte sich am Status quo bis zum endgültigen BREXIT nichts ändern, gibt es folgende Konsequenzen für (laufende) Horizon 2020-Projekte:

Bitte beachten: UK bleibt bis jedenfalls 12. April 2019, 24:00 Uhr MEZ, Mitglied der EU.

 

Nähere Informationen dazu finden Sie auf folgenden Seiten:

 

Aufgrund eines „No Deal“ wäre UK ab dem 13. April 2019 ein – nicht zu Horizon 2020 assoziierter – Drittstaat (Non-Associated Third Country / Non-EU Country) mit ähnlichem Status wie ein (einkommensstarker) Industriestaat (z.B. Japan).

Dies würde für UK bedeuten:

  • es bestünde grundsätzlich eine Teilnahmeberechtigung an allen Programmlinien von Horizon 2020, wo es keine diesbezügliche Beschränkung in den Ausschreibungen gibt, jedoch
  • keine automatische Förderberechtigung.
     

Durch den Austritt von UK würden britische Organisationen ihre Förderfähigkeit verlieren. Dies würde dazu führen, dass auch deren Kosten, die nach dem 12. April 2019 anfallen, nicht mehr förderfähig wären.

Bei laufenden Horizon 2020-Projekten ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die Mindestteilnahmebedingungen gemäß Art. 9 der Horizon 2020-Beteiligungsregeln erfüllt bleiben (bei kollaborativen Projekten mindestens drei voneinander unabhängige Organisationen aus drei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten/assoziierten Staaten). Sind diese Mindestkriterien im Falle des Austrittes der britischen Organisation nicht mehr erfüllt, wäre entweder eine Vertragsänderung ("Amendment") auf Initiative der Europäischen Kommission (EK) notwendig (Neuaufnahme eines/r Partners/in, Statusänderung der britischen Organisation), oder das Projekt würde von der EK beendet werden (s. Seiten 37, 339 sowie 357 Annotated Model Grant Agreement (AGA)).

Britische Organisationen könnten als „Non-EU Country“ in Ausnahmefällen eine Förderung erhalten, insbesondere dann,

  • wenn UK explizit (oder eine Ländergruppe zu denen UK gehört), im Arbeitsprogramm adressiert ist und/oder
  • die britische Organisation für die Projektdurchführung essentiell ist und einen im Antrag klar erkennbaren und überzeugend dargestellten Vorteil für das Konsortium bietet (z.B. Technologievorsprung, ausgewiesene Expertise, Forschungsinfrastruktur).
     

Darüber hinaus können britische Organisationen als „International Partners“ (Art. 14a Grant Agreement) teilnehmen und im Rahmen dessen inhaltliche Projektarbeiten durchführen, ohne jedoch eine EU-Förderung zu erhalten.

 

Informationen speziell für Universitäten finden Sie unter:

Zu den Detailinformationen über die verschiedenen Projekttypen gelangen Sie über die unten stehenden Schaltflächen:

"Link: Kollborative Projekte"
"Link: ERC"
"Link: MSCA"

Kontakt

Mag. Martin Baumgartner
Mag. Martin Baumgartner

T +43 5 7755 4008
martin.baumgartner@ffg.at