Corona-Forschung läuft auf Hochtouren

Zusätzliche Mittel in Österreich und Europa – 1 Mio. Euro des BMDW für "Emergency Call" – österr. Biotechnologie-Unternehmen koordiniert "Horizon 2020"-Projekt zu Entwicklungsmedikament

Das Coronavirus erfordert verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung. "Forscherinnen und Forscher an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen und in Unternehmen leisten dazu einen zentralen Beitrag: Sie arbeiten auf Hochtouren an der Entwicklung eines Impfstoffs und Medikamenten sowie an neuen Behandlungsmethoden und Diagnosetests", so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Dafür stehen in Österreich und Europa zusätzliche Mittel bereit. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) stellt eine Million Euro zur Verfügung: Der "Emergency Call" wurde am 10. März gestartet und wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt. Die Europäische Kommission fördert im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" 17 Projekte für die Erforschung des Virus und die Entwicklung von Medikamenten. Eines der Projekte wird vom österreichischen Unternehmen, der APEPTICO Forschung und Entwicklung GmbH, koordiniert.
 


 

Einreichungen im "Emergency Call" bis 8. April
Mit dem "Emergency Call" fördern BMDW und FFG Projekte, die auf Fragen der Übertragung des Coronavirus, Maßnahmen zur Vorsorge und die Forschung und Entwicklung von Medikamenten und Therapieverfahren fokussieren. Bis 8. April 2020 können österreichische Unternehmen bei der FFG Forschungsprojekte einreichen, die rasch umsetzbar sind. In einem beschleunigten Verfahren wird der möglichst schnelle Start der Forschungsaktivitäten ermöglicht. Alle Infos dazu unter www.ffg.at/corona

 

Österreichisches Unternehmen koordiniert EU-Projekt
Die Europäische Kommission stellt im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" für die Bekämpfung von Sars-CoV-2 gesamt 48,5 Millionen Euro bereit. Nach der erfolgten Ausschreibung wurden 18 Projekte ausgewählt, an denen Forschungsteams aus ganz Europa und darüber hinaus beteiligt sind. Eines der 18 Projekte wurde von der APEPTICO Forschung und Entwicklung GmbH mit Sitz in Wien eingereicht und wissenschaftlich koordiniert. Das auch von der FFG in der Antragstellung beratene Unternehmen wurde von der Expert/innen-Jury am besten bewertet und kann somit wichtige Fördermittel einwerben.
 


 

Entwicklungsmedikament "solnatide"
Konkret wird das Biotechnologie-Unternehmen APEPTICO nun mit einem Konsortium aus Partnern verschiedener Länder (Deutschland, Italien und Niederlande) das patentrechtlich geschützte Entwicklungsmedikament "solnatide" zur unmittelbaren klinischen Behandlung von Patienten mit schweren Symptomen, die durch eine Infektion mit dem Coronavirus hervorgerufen wurde, zur Verfügung stellen. Die FFG hat die Vorentwicklungen des Wirkstoffs gegen Lungenerkrankungen mit rund 2,5 Millionen Euro in den Basisprogrammen mit Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gefördert. "Hier zeigt sich auch das wertvolle Ergänzen nationaler und europäischer Forschungsförderung: Dem heimischen Unternehmen ist auch mit österreichischer Förderung das erfolgreiche Einwerben von EU-Mitteln in einem hoch kompetitiven Verfahren gelungen", so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

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Dr. Corinna Wilken
Dr. Corinna Wilken

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Dr. Astrid Hoebertz

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