COST hat sich als wertvolles Ideennetzwerk für Forscherinnen und Forscher in Europa etabliert

Jahresveranstaltung des COST Programmes in Wien – Egerth und Pseiner: FFG unterstützt gezielt – Schädler: COST ist ein wichtiger Baustein in der Europäischen FTI-Landschaft

COST Informationstag in Wien (von links nach rechts): Birgit Steininger (FFG),  Direktor Ronald de Bruin (COST), Brigitte Weiß (BMVIT), Nicole Schmidt (NCP für COST, FFG), Präsident Sierd Cloetingh (COST), Stefan Weiers (Europäische Kommission).

 

COST (European Cooperation in Science and Technology) ist neben dem EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" eine der wichtigsten Säulen der Forschungszusammenarbeit in Europa. Im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft wurde am 6. November 2018 bei einem Informationstag in Wien über die Möglichkeiten zur Teilnahme informiert. Unter dem Motto "Promotion of RTI Networking: COST – A Story of Success" kamen rund 120 Interessierte auf Einladung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und COST in das Tech Gate Wien und nutzten die Möglichkeit zur Vernetzung. Am 7./8. November 2018 fand zudem das COST CSO-Meeting statt, im Zuge dessen Albanien als neues Mitgliedsland aufgenommen wird. "COST ist ein wichtiger Baustein in der Europäischen FTI-Landschaft, mit großem Nutzen auch für Österreich", betont Ingolf Schädler, stv. Sektionsleiter im BMVIT.

 

Eröffnet wurde die hochkarätig besetzte Veranstaltung am 6. November 2018 von Brigitte Weiß (EU Koordinatorin Innovation, BMVIT) und FFG-Expertin Birgit Steininger. Brigitte Weiß strich dabei die spezielle Rolle des COST Programmes in der Europäischen Förderlandschaft hervor. FFG-Geschäftsführerin Henrietta Henrietta Egerth betonte anl. des COST-Informationstages die Vorteile der Integration des Programmes in das europäische Portfolio der FFG. "Wir unterstützen Forscherinnen und Forscher in Österreich bei ihrer Teilnahme im Rahmen von COST und zeigen auch Kooperationsmöglichkeiten mit anderen nationalen sowie europäischen Programmen auf", so Egerth. "Die Anzahl der aktiv beteiligten Hauptantragsteller aus Österreich hat sich seit 2015 beinahe verdoppelt. Bei der letzten Einreichfrist im April haben 15 österreichische Hauptantragssteller eingereicht, zwei Drittel werden dabei von der FFG unterstützt", nannte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner Eckdaten zur erfolgreichen österreichischen Beteiligung. Im vergangenen Jahr profitierten Wissenschaftler in Österreich mit rund 700.000 Euro vom COST Programm.

 

COST Präsident Sierd Cloetingh.

 

Nach der Keynote von COST-Präsident Sierd Cloetingh gab COST-Direktor Ronald de Bruin einen Ausblick auf die strategische Ausrichtung des Programmes. FFG-Expertin Nicole Schmidt, nationale Koordinatorin des COST Programmes in Österreich, informierte anschließend über die Möglichkeiten zur Teilnahme und präsentierte das umfangreiche Serviceangebot der FFG. Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer Paneldiskussion mit Andreas Falk (CEO BIONANONET), Elisabeth Pötzelsberger (Chair COST Aktion NNEXT, BOKU) sowie Ursula Trummer (Universität Wien, Center for Migration and Health) zu den Vorteilen einer Beteiligung am COST Programm für die ForscherInnenkarrieren.

 

COST Informationstag im Tech Gate Wien.

 

COST (European Cooperation in Science and Technology) ist ein essentieller Baustein des Europäischen Forschungsraums. Durch COST Aktionen werden thematisch offene Forschungsnetzwerke gefördert und auf diese Weise ein gemeinsamer Austausch sowie eine verbesserte Koordination von Forschungsaktivitäten inklusive der Verbreitung ihrer Ergebnisse ermöglicht. COST bietet außerdem die wertvolle Möglichkeit, jüngere Forscherinnen und Forscher in Netzwerke mit einzubeziehen und durch maßgeschneiderte Aktivitäten zu ihrer Weiterbildung beizutragen.

 

In ihrer Rolle als Nationale Kontaktstelle für das COST Programm bietet die FFG umfassende Serviceleistungen für COST Interessenten wie beispielsweise einen Proposalcheck, persönliche Beratungen, Webinare und Informationsveranstaltungen sowie einen regelmäßigen Newsletter.