EU investiert zehn Millionen Euro in Forschungsprojekte zum Zika Virus

Rasche Ergebnisse erhofft - Einreichungen bis Ende April möglich

Die Europäische Kommission reagiert auf die Zika-Virus-Epidemie in Lateinamerika und stellt im Rahmen einer aktuellen Ausschreibung zehn Millionen Euro für Projekte zur Erforschung des Virus, der dadurch hervorgerufenen Erkrankungen und zur Entwicklung einer Therapie bereit.

Die Ausschreibung wird voraussichtlich am 15. März geöffnet, Projektvorschläge können voraussichtlich bis 28. April eingereicht werden. Das Ziel ist, ein oder wenige Projekte zu fördern, und damit ein größeres Netzwerk zu bilden, dem Vertreter der betroffenen oder gefährdeten Regionen ebenso wie führende Forschungseinrichtungen angehören. Die Ausschreibung erfolgt im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes „Horizon 2020“, in der Programmschiene „Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen.“

Eingereicht werden können Projekte von Konsortien aus mindestens drei Partnern aus drei europäischen Ländern. Da Brasilien besonders stark betroffen ist, sind ausnahmsweise auch Organisationen aus diesem Land förderbar. Inhaltlich soll der gesamte Bogen abgedeckt werden - von Forschungsarbeiten zum Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und den berichteten Komplikationen (Grundlagenforschung, Tiermodelle, Diagnosen, klinische Studien) bis hin zu einer Vernetzungsplattform die auch auf zukünftige andere Ausbrüche durch neue Krankheitserreger adäquat reagieren kann. Nach Möglichkeit soll auf bestehenden Initiativen aufgebaut werden und - wenn mehrere Projekte gefördert werden -, müssen diese miteinander kollaborieren.