FFG unterstützt Fortsetzung des Erfolgsprogramms "Laura Bassi Centres of Expertise"

Weiterentwicklung mit Schwerpunkten Digitalisierung und Chancengerechtigkeit – FFG-Geschäftsführerin Egerth bei Podiumsdiskussion "Mehr Frauen als Gestalterinnen der Digitalisierung – Laura Bassi Centres 4.0?"

v.l.n.r.: Sabine Pohoryles-Drexel (BMWFW), Barbara Kofler (LBC-Leiterin), Ruth Breu (LBC-Leiterin), Herta Steinkellner (LBC-Leiterin), Annelie-Martina Weinberg (LBC-Leiterin), Silvia Miksch (LBC-Leiterin), FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth
Credit: FFG/Astrid Knie

Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt die Fortsetzung der "Laura Bassi Centres of Expertise". Das europaweit einzigartige Erfolgsprogramm setzt auf Chancengleichheit sowie eine neue Forschungskultur und soll mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und Chancengerechtigkeit weiterentwickelt werden. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Nationalstiftung eingereicht, so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth bei der Podiumsdiskussion am 18. Oktober 2017 im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW). Gemeinsam mit Ruth Breu, Leiterin des Laura Bassi Centres QE LaB in Innsbruck, und Stefan Riegler, Abteilungsleiter im BMWFW, diskutierte sie die Frage "Mehr Frauen als Gestalterinnen der Digitalisierung – Laura Bassi Centres 4.0?". Im Anschluss wurde an die anwesenden Zentrenleiterinnen das Alumni-Logo verliehen.

"Die Digitalisierung ist eine Querschnittsmaterie, auf die die FFG mit einem entsprechenden Angebot in ihrem Förderportfolio reagiert und als Digital Agency fungiert", so Egerth. Es sei richtig und konsequent, die Digitalisierung nun auch entsprechend in die Weiterentwicklung des LBC-Erfolgsprogramms einfließen zu lassen. Generell unterstrich die FFG-Geschäftsführerin die positiven Aspekte der "Laura Bassi Centres of Expertise", die unter anderem zu einer verstärkten Sichtbarkeit exzellenter Forscherinnen beigetragen haben. "Role-models sind zentral, um noch mehr Forscherinnen in ihrer Arbeit zu bestärken. Gerade in Forschungsbereichen, wo der Frauenanteil immer noch sehr gering ist, wie etwa in der Informatik."

Die kooperativ forschenden Laura Bassi Centres (LBC) – benannt nach der italienischen Philosophin und Physikerin Laura Bassi, erste Professorin an einer europäischen Universität – starteten 2009: Acht Top-Forscherinnen begannen mit ihren Teams ihre trans- und interdisziplinäre Forschungsarbeit. In der siebenjährigen Laufzeit entstanden neben exzellenten Forschungsergebnissen auch Patente und Unternehmen wurden gegründet, teilweise werden die Forschungsarbeiten in einem neu bewilligten Christian Doppler-Labor bzw. Research Studio Austria weitergeführt. Die 2013 durchgeführte Zwischenevaluierung bestätigte den Erfolg des Impulsprogramms: Die Fortführung aller acht bestehenden Zentren wurde empfohlen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten acht Forschungsleiterinnen sowie rund 87 weitere ForscherInnen in den Projekten an gesellschaftlich relevanten Forschungsfragen in den Bereichen Medizin, Life Science und Informationstechnologie.2017 und 2018 schließen die Centres ab und führen ihre Arbeit erfolgreich in neuer Form weiter.