Netzwerk ENRICH-China gestartet >> zentrale Anlaufstelle für europäische FTI-Akteure

Partner aus Europa und China verstärken Zusammenarbeit – FFG gestaltet in "Horizon 2020" geförderte Initiative aktiv mit – zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit China

Launch des Netzwerks ENRICH-China in Beijing.
Fotocredit: FFG/Elli B. Tzatzanis-Stepanovic

Die im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon2020" geförderte Initiative ERICENA (European Research and Innovation Centre of Excellence in ChiNA), die 13 Partner aus Europa und China umfasst, eröffnete Ende Oktober 2017 ihre Zentrale in Beijing sowie den ersten regionalen Hub in Chengdu. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist im Projektkonsortium vertreten und gestaltet auf diesem Weg das Netzwerk ENRICH-China (European Network of Research and Innovation Centres and Hubs) aktiv mit. "Das Netzwerk dient als zentrale Anlaufstelle für europäische Akteure im Bereich Forschung, Technologie und Innovation: ForscherInnen an Hochschulen und in Unternehmen, die ihre Zusammenarbeit mit chinesischen AkteurInnen ausbauen und bspw. mit ihren Technologien in den chinesischen Markt einsteigen wollen, können künftig auf konkrete Unterstützung und umfassende Informationen vor Ort zurückgreifen", betonen die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Neue Chancen für österreichische FTI-AkteurInnen >> FFG berät umfassend
Für österreichische AkteurInnen um FTI-Bereich eröffnen sich durch das Netzwerk neue Möglichkeiten am Technologiemarkt und Forschungsstandort China. Mit starken PartnerInnen und ExpertInnen aus beiden Regionen wird das ENRICH-China Netzwerk Universitäten und Unternehmen gezielt bei ihren Forschungs- und Innovationsaktivitäten sowie beim Markteintritt in China unterstützen. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG bietet dazu ein umfassendes Informations- und Beratungsservice.

ENRICH-Netzwerke in drei Ländern geplant >> Startschuss erfolgte in China
Die Entscheidung, in welchen Ländern ENRICH-Netzwerke aufgebaut werden, erfolgte auf Basis einer europaweiten Onlinebefragung 2015, die von der FFG koordiniert wurde und aus der China, die USA und Brasilien als jene drei Länder hervorgingen, die für europäische FTI-AkteurInnen von besonders großem Interesse sind. ENRICH-China ist nun das erste Netzwerk, das vor Ort seine Zelte aufgeschlagen hat:

-  Die Zentrale in Beijing wird vom EU SME Centre gehostet, das ebenso aus einem von der Europäischen Union geförderten Projekt entstanden ist und sich zu einem wichtigen Dienstleistungsanbieter für kleine und mittlere Unternehmen aus Europa in China entwickelt hat.

-  Mit dem regionalen Hub in Chengdu in der Provinz Sichuan wurde jene Region gewählt, die Chinas wichtigste High-Tech-Zone und Anziehungspunkt für internationale Unternehmen ist.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten mit China
Die FFG hat die Koordinierungsrolle im Management Board der Joint Programming Initiative (JPI) Urban Europe inne und ist daher maßgeblich an der in diesem Rahmen ebenso forcierten Kooperation mit China beteiligt (gemeinsamer Call mit der National Science Foundation of China, Kooperationsabkommen mit dem Chinese Centre for Urban Development und der Chinese Academy of Urban Planning and Design). Darüber hinaus ist die FFG Partnerin im "Horizon 2020"-Projekt URBAN-EU-CHINA. Weiters hat die FFG eine Kooperationsvereinbarung mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences, CAS) abgeschlossen. Beispielsweise ist für 2018 im Rahmen des Forschungsprogrammes "Produktion der Zukunft" ein bilateraler Call zum Thema Nanotechnologie geplant. Weiters gibt es ein Abkommen mit der Shanghai Universität, wo es ebenfalls im Rahmen von "Produktion der Zukunft" regelmäßig bilaterale Calls im Bereich Nanotechnologien gibt. Ebenso Kooperationsmöglichkeiten bietet das Austrian-Guangdong Forschungskooperationsprogramm, das darauf abzielt, gemeinsame Forschungsprojekte von Unternehmen und Forschungseinreichungen aus Österreich und der Provinz Guangdong (China) zu ausgewählten Themen zu fördern.