Österreich wirbt zehn „Starting Grants“ des Europäischen Forschungsrates ein

Erfolgsquote heimischer Anträge deutlich über EU-Schnitt

Forscher und Forscherinnen aus Österreich haben sich auch in der letzten Ausschreibungsrunde des „Europäischen Forschungsrates“ (ERC) hervorragend geschlagen. Zehn der mit bis zu 1,5 Millionen Euro dotierten Starting Grants wurden für Projekte an österreichischen Institutionen bewilligt. Europaweit wurden 325 Anträge mit einer Gesamtsumme von 485 Millionen Euro bewilligt. Die Erfolgsquote für Einreichungen aus Österreich liegt mit 18,5% deutlich über der EU-weiten Erfolgsquote von rund 11%.

Der „European Research Council“ (ERC) ist Teil des EU-Programmes für Forschung und Innovation, „Horizon 2020“. Der ERC wurde mit rund 11,9 Mrd. Euro für den Zeitraum von 2014 bis 2020 dotiert. Er hat sich innerhalb weniger Jahre als global sichtbares, europäisches Förderprogramm für Spitzenforschung etabliert.

Der ERC fördert wissenschaftlich exzellente Forschung („Pionierforschung“) und ist offen für alle Themen. Es gibt drei zentrale Förderlinien:

  • ERC Starting Grants (unterstützen junge, exzellente WissenschafterInnen bei der Etablierung ihres eigenen, unabhängigen Forschungsteams),
  • ERC Consolidator Grants (fördern junge, herausragende WissenschafterInnen bei der Konsolidierung ihres eigenen Forschungsteams) und
  • ERC Advanced Grants (geben führenden WissenschafterInnen die Möglichkeit, neue ambitionierte Forschungsansätze zu verfolgen).

Bisher konnten Forschende an österreichischen Institutionen in Horizon 2020 insgesamt 63 Grants (inklusive der 10 neuen Grants im Rahmen des Starting Grant Calls 2016) erfolgreich einwerben.  Die Förderungen verteilen sich auf 32 Starting Grants, 15 Consolidator Grants und 16 Advanced Grants.

Betrachtet man die jetzt bewilligten Förderungen nach der Nationalität der Antragsteller, so ist die Erfolgsbilanz der letzten Ausschreibung noch erfreulicher: 15 österreichische Antragsteller konnten die Jury überzeugen, von diesen arbeiten drei in Österreich, sechs in Deutschland, weitere in den Niederlanden, Spanien, Irland, der Schweiz und Finnland.