Therese Daxner ist FEMtech-Expertin des Monats März

Die Umwelttechnikerin Therese Daxner wurde von der FEMtech-Jury zur Expertin des Monats März gewählt.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Adolf Merl gründete die gebürtige Oberösterreicherin bereits im Alter von 26 Jahren ihr eigenes Unternehmen, die Daxner & Merl GmbH. Sie unterstützt mit ihrem Unternehmen Organisationen dabei, die Auswirkungen ihrer Produkte und Arbeit auf die Umwelt zu messen.

In Ökobilanzen erfasst Daxner zum Beispiel Energieverbrauch, Schadstoffaussstoß, Abfall und Wasserverbrauch. In ihre Berechnungen fließen auch die die Folgen für die Umwelt über die gesamte Lebensdauer eines Produkts mit ein, die sogenannte Lebenszyklusbetrachtung. Diese Methode hat sich in der Verpackungsindustrie, dem Automobilsektor, der Baustoffindustrie und im Bau etabliert. „Wollen wir Klimaziele erreichen, so müssen wir jetzt etwas tun. Die Lebenszyklusbetrachtung als erweiterter Blickwinkel eröffnet eine völlig neuartige Herangehensweise“, sagt Daxner.

Weiters forscht Daxner an nachhaltigen Batterien für Elektro-Fahrzeuge. Sie errechnet in ihrem Projekt „DianaBatt“ die Umweltauswirkungen von Lithium-Ionen-Speichern, die die Reichweite von Elektroautos deutlich erhöhen. „Erst durch die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus können Schlussfolgerungen zu ökologischen Einsparpotentialen von Elektro-Fahrzeugen im Vergleich zu konventionellen Antriebssystemen gezogen werden. Ein rein mit Kohle-Strom getanktes Elektroauto würde im direkten Vergleich einen weitaus höheren Beitrag zum Klimawandel bedeuten als ein benzinbetriebenes Auto“, erklärt Daxner ihre Arbeit. Die Umwelttechnikerin analysiert die Umweltauswirkungen der Batterie über den gesamten Lebenszyklus von der Produktion über die Nutzung bis zu Verwertung und Recycling. „DianaBatt“ wird vom Infrastrukturministerium im Förderprogramm „Mobilität der Zukunft“ gefördert.

Daxner studierte Umwelt- und Bioressourcenmanagement sowie Ecological Engineering an der Universität für Bodenkultur und Natural Resources and Environment an der Technischen Universität in Prag. Für ihre außerordentliche akademische Leistung erhielt sie Leistungsstipendien von der Universität für Bodenkultur und den RektorInnenpreis der Czech University of Life Sciences. Nach dem Studium arbeitete sie als Beraterin für Ökobilanzen bei thinkstep. Darauf folgte die gemeinsame Gründung der Daxner & Merl GmbH. Zudem unterrichtet Daxner als Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen Salzburg und Wiener Neustadt.

Die Gründerin empfiehlt jungen Frauen, ihren eigenen Weg zu gehen: „Insbesondere  das Themenfeld Umwelt, in dem ich mich bewege, ist eine junge Branche, in der es meist keine vorgefertigten, starren Lösungsansätze gibt und umsetzungsbezogene, oft kreative Wege beschritten werden. Es gilt dabei, die klassischen Branchen unseres Wirtschaftssystems mit lösungsorientierten Antworten auf Zukunftsfähigkeit und die Folgen für Ökosysteme und Mensch zu vernetzen. Das beinhaltet naturwissenschaftliche, verfahrenstechnische, mathematische, chemische und physikalische Aspekte. Viele Frauen bringen eine Vielzahl dieser Qualitäten mit.“

Um die Leistungen von Frauen im Forschungs- und Technologiebereich sichtbar zu machen, zeichnet das bmvit seit 2005 Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank aus. Monatlich werden drei Fachfrauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank nominiert. Eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements wählt die FEMtech-Expertin des Monats aus. Das ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" finden Sie auf www.femtech.at.

Mit FEMtech unterstützt das bmvit Frauen in Forschung und Technologie und schafft Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung. FEMtech setzt Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie.

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