30 Jahre ESA-Mitgliedschaft – Österreich ist eine Weltraumnation

800 Mio. Euro ESA-Aufträge an österreichische Weltraumindustrie - Leichtfried: „Will wieder einen Österreicher oder eine Österreicherin im Weltall“

Seit 1987 ist Österreich Vollmitglied der europäischen Weltraumorganisation ESA. In den vergangenen 30 Jahren verbuchte Österreich zahlreiche Erfolge: Mit Franz Viehböck ist der erste „Austronaut“ ins All geflogen. Die ESA hat zwei Gründerzentren für Weltraumtechnik in Graz und Wiener Neustadt eröffnet. Insgesamt werden fünf Satelliten Made in Austria gebaut, drei davon sind bereits im All unterwegs. Österreichische Weltraumtechnologie ist bei allen großen ESA-Missionen der vergangenen Jahre mit an Bord, etwa bei der Erforschung des Mars, der Landung auf dem Kometen "Tschury" oder in der europäischen Trägerrakete „Ariane-5“. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der österreichischen Mitgliedschaft versammelte sich die europäische Weltraumcommunity am Montag in Graz.

Über 30 Jahre ESA-Mitgliedschaft Österreichs freuen sich "Austronaut" Franz Viehböck, Weltraumminister Jörg Leichtfried und ESA-Generaldirektor Jan Wörner (v.l.n.r.). Foto: Klaus Morgenstern

„Österreich ist eine Weltraumnation, und Graz ist unsere Weltraum-Hauptstadt. Das größte Highlight der vergangenen 30 Jahre war, dass wir mit Franz Viehböck einen Österreicher im All hatten. Ich will, dass wir in den nächsten 30 Jahren wieder einen ‚Austronauten‘ oder eine ‚Austronautin‘ ins All bringen. Damit geben wir unseren Leistungen weltweit ein Gesicht und unserer heimischen Weltraumindustrie einen weiteren Schub nach vorn“, sagt Weltraumminister Jörg Leichtfried. Seit 2014 ist das Infrastrukturministerium auch offiziell Weltraumministerium. Um den Stellenwert des Themas weiter zu erhöhen, hat Leichtfried dieses Jahr eine eigene Weltraum-Abteilung eingerichtet. Das Ministerium investiert rund 70 Millionen Euro im Jahr für die Entwicklung neuer Weltraum-Technologien. Es fördert Forschung in den Bereichen Erdbeobachtung, Kommunikationsnetze im All, neue Technologien wie Flugelektronik, wissenschaftliche Instrumente und Exploration, sowie Trägersysteme und Navigation für Satelliten.

"Österreich hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einem tragenden Mitglied der europäischen Raumfahrtcommunity entwickelt. Betriebe und Forschungseinrichtungen aus Österreich beweisen immer wieder ihre herausragende Expertise in den Weltraumwissenschaften, den Satellitenanwendungen sowie als Entwickler von kritischen Technologien“, sagt ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner.

Das Weltraumministerium beteiligt sich an den Programmen der ESA und ermöglicht es heimischen Betrieben damit, sich für Aufträge zu bewerben. In den vergangenen 30 Jahren konnte die österreichische Weltraum-Industrie so rund 800 Millionen Euro lukrieren. Im heimischen Weltraumsektor sind 120 Betriebe mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv. Der Gesamtumsatz der Branche beträgt rund 125 Millionen Euro im Jahr.

Neben Weltraumminister Jörg Leichtfried und Österreichs bisher einzigen Astronauten Franz Viehböck gehörten auch ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner, der ESA-Direktor für Erdbeobachtung Josef Aschbacher, der Direktor des Grazer Instituts für Weltraumforschung Wolfgang Baumjohann und Satellitenbauer Otto Koudelka von der TU Graz zu den Festgästen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
+43 (0) 1 711 6265-8014
sophie.lampl@bmvit.gv.at
www.bmvit.gv.at