Spin-off Fellowship 1. Einreichfrist – Geförderte Projekte

Im Rahmen der 1. Einreichfrist des Programms „Spin-off Fellowships“ (07.09.2017 – 18.01.2018) wurden von insgesamt 35 formal gültig eingereichten Anträgen 8 Anträge im Rahmen der Sitzung des Bewertungsgremiums zur Förderung empfohlen. Die Empfehlung wurde durch das zuständige Ministerium (BMBWF) genehmigt. Die genehmigte Bundesförderung beträgt 2,7 Mio EUR.

 

GEFÖRDERTE PROJEKTE

>> ALDOX

Enzymatische Joghurt-Alternative und bioaktive Aldobionsäuren
Universität für Bodenkultur – Wien

Bakterienfreie Joghurt-Alternative

Marita Preims und Christian Leitner vom Arbeitsbereich Lebensmittelbiotechnologie am Institut für Lebensmitteltechnologie der Universität für Bodenkultur Wien entwickeln effiziente und gesundheits- und umweltverträgliche Produktionsprozesse für bioaktive Moleküle. Dabei werden neue Anwendungen ermöglicht wie zum Beispiel die Produktion einer bakterienfreien Joghurt-Alternative. Eine bakterienfreie Joghurt-Alternative ist ein neues Milchprodukt und kann auch von immunsupprimierten Personen konsumiert werden. Mit der Förderung werden Produktionsprozesse und daraus entstehende Produkte weiterentwickelt und getestet, um sie zukünftig in einem eigenen Unternehmen zu verwerten.

Fellows: DI Marita Preims & DI Dr. Christian Leitner
Host: Dr. Roland Ludwig

>> concreteX

Gestickte Textile Bewehrungen für Betonbauteile im Ingenieurwesen
Universität Innsbruck – Tirol 

Bauen mit Textilbeton

Matthias Egger und Christoph Waltl vom Arbeitsbereich für Massivbau und Brückenbau am Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften entwickeln gestickte textile Bewehrungen für den breiten Einsatz im Betonbau.

Für die wirtschaftliche Verwertung werden der Einsatz bei der Verstärkung von bestehenden Brückenbauten und die Anwendung im Fertigteilbau anvisiert. Nun werden Kleinversuche, Bauteilversuche, Produktmuster und Prototypen produziert, um die Machbarkeit zu demonstrieren. Schon jetzt gibt es konkretes Interesse, die neue Technologie zur Verstärkung einer bestehenden Brücke einzusetzen.

Fellows: DI Matthias Egger, BSc. & DI Christoph Waltl, BSc.
Host: Dr.-Ing. Jürgen Feix & Dr. Thomas Bechtold

>> HyFish

Fischschutz an Wasserkraftanlagen mit elektrifiziertem Seilrechen
Universität Innsbruck – Tirol 

Fische effektiv schützen

Barbara Brinkmeier vom Arbeitsbereich Wasserbau am Institut für Infrastruktur wird mit der Förderung einen Elektro-Fischschutzseilrechen weiterentwickeln und marktfähig machen. Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie müssen an allen Wasserkraftanlagen geeignete Fischschutzeinrichtungen errichtet werden. Nun wird die an der Universität Innsbruck entwickelte Fischschutzeinrichtung an Demonstrationsanlagen umgesetzt. Mit den gesammelten Betriebserfahrungen und dem entsprechenden unternehmerischen Know-how soll die Technologie dann kommerziell vermarktet werden.

Fellow: DI Dr. Barbara Brinkmeier
Host: Dr.-Ing. Markus Aufleger

>> Immuno QCM 

Funktionalisierung einer Quarzmikrowaage zur selektiven Detektion von Biomolekülen
Universität Wien – Wien 

Diagnose- und Therapieverfahren optimieren

Thomas Werzer und Michael Nardai entwickeln in der Arbeitsgruppe für Sensorik und Schnellanalytik an der Fakultät für Chemie (unter Leitung von Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Lieberzeit) ein Sensorsystem, das die Therapie von Autoimmunerkrankungen effizienter gestalten soll. Diese Form der Behandlung wird heutzutage mittels hochselektiver Filter durchgeführt. In der zu kommerzialisierenden Anwendung soll die Qualität der Filterwirkung im laufenden Prozess mitverfolgt werden. Ziel ist es, den optimalen Zeitpunkt des für den bei diesem Verfahren erforderlichen Filtertausches zu indizieren. In einem ersten Schritt soll dazu ein Demonstrator entwickelt werden, um die Realisierbarkeit dieses Vorhabens zu veranschaulichen.

Fellow: Mag. Dr. Thomas Werzer & Mag. Dr. Michael Matthias Nardai
Host: Dr. Peter Lieberzeit

>> MoBraille 

Weiterentwicklung eines ringförmigen, mobilen Braille-Displays zur Marktreife als Basis für Spin-off zur IP-Verwertung
Technische Universität Wien – Wien 

Braille-Schrift zum Mitnehmen 

An der TU Wien entstand die Idee für das Projekt „MoBraille“, das die Nutzbarkeit der Brailleschrift für moderne elektronische Medien revolutionieren soll. Prof. Wolfgang Zagler und sein Team, Istvan Déak und Michael Treml (Fellows des Spin-off Fellowship)entwickeln ein neuartiges Braille-Lesegerät.

„Seit Jahrzehnten weiß man, dass die Frage nach dem optimalen Braille-Display nicht zufriedenstellend gelöst ist“, sagt Wolfgang Zagler. „Es gab immer wieder verschiedene Ansätze – mit elektromagnetisch gesteuerten beweglichen Stiften, mit Piezoelementen und anderen Technologien, aber all diese Konzepte hatten ihre Nachteile.“ Manche Displays haben einen hohen Stromverbrauch oder eine recht begrenzte Haltbarkeit, sie sind allenfalls für den Einsatz im Büro geeignet, aber nicht transportabel, sie sind technisch kompliziert und daher meist sehr teuer.

Mit „MoBraille“ wird die Blindenschrift nicht mehr auf einer unbeweglichen Zeile angezeigt. Stattdessen tastet man das Innere eines drehbaren Rings ab. Ähnlich wie eine Computermaus kann man den Ring anfassen und über die Tischoberfläche ziehen. Der Zeigefinger befindet sich dabei im Inneren des Ringes, und dort ertastet man die Buchstaben, die bei jeder Umdrehung des Rings neu gebildet werden. So entsteht beim Lesen der Eindruck einer unendlich langen Zeile.

Fellow: István Deák, MSc. & DI Michael Treml
Host: DDDr. Thomas Angeli

>> MoldSonics 

Ultraschall-basierte Prozessüberwachung im Spritzgießen
Johannes Kepler Universität Linz – Oberösterreich 

Spritzgießen überwachen

Bernhard Praher vom Institut für Polymer-Spritzgießtechnik und Prozessautomatisierung an der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt neuartige ultraschallbasierte Sensorik für die Kunststoffverarbeitung. Für die Überwachung und Steuerung eines der wichtigsten Verfahren der Kunststoffherstellung, dem Spritzgießen, soll ein Prototypensystem aufgebaut und in der industriellen Praxis getestet werden. Diese nicht-invasive Messung erlaubt die Ermittlung einer Vielzahl von produkt- und prozessspezifischen Parametern während des Herstellungsprozesses und hilft somit, Ausschuss zu vermeiden und die Kosten der Produktion deutlich zu senken.

Fellow: DI Dr. Bernhard Praher
Host: Dr. Georg Steinbichler

>> PiTech 

Anwendungsspezifische Farb- und Funktionspigmente
Universität Innsbruck – Tirol 

Neue Farbpigmente

Der Chemiker Daniel Schildhammer hat an der Universität Innsbruck anorganische Farb- und Funktionspigmente weiterentwickelt. Diese werden nun für den Einsatz in Farben, Lacken, Kunststoffen und Baumaterialien getestet, um sie anschließend im Rahmen eines eigenen Unternehmens zu verwerten. Im Gegensatz zu den aktuellen kommerziellen Pigmenten zeichnen sich die in Innsbruck weiterentwickelten Pigmente dadurch aus, dass sie aus unbedenklichen Materialien bestehen, meist kostengünstiger sind und gleichzeitig die für industrielle Anwendungen benötigten optischen Eigenschaften aufweisen.

Fellow: Dr. Daniel Schildhammer, MSc.
Host: Dr. Hubert Huppertz

>> ZKS Trenntechnik 

Weiterentwicklung eines Dichtetrennverfahrens und Erschließung von Märkten für diese Aufbereitungstechnologie
Montanuniversität Leoben – Steiermark

Neues Anlagenkonzept zur nassen Dichtetrennung von Abfallfraktionen

Daniel Schwabl und Markus Bauer haben an der Montanuniversität Leoben ein robustes, kompaktes und effizientes Anlagenkonzept zur nassen Dichtetrennung insbesondere von Altkunststoffen aus gemischten Abfallfraktionen entwickelt. Aufgrund gesteigerter EU-Recyclingquoten für Kunststoffe (von 30% in 2018 auf 50% bis 2025 bei Verpackungen) und des chinesischen Importstopps kann die Technologie ungenutzte Kunststoffpotentiale für eine Kreislaufführung erschließen und somit einen wertvollen Beitrag zur effizienten Ressourcennutzung leisten. Als nächster Schritt soll die Technologie bis zur Marktreife durch Detail Engineering einer mobilen Demonstrationsanlage geführt und durch die Erarbeitung gründungsrelevanter Kompetenzen die Verwertung in einem Unternehmen vorbereitet werden.

Fellow: DI Dr. Markus Bauer & DI Daniel Schwabl
Host: Dr.-Ing. Markus Lehner
 

Kontakt

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