Chancengleichheit als Unternehmensstrategie: Wachstum und Innovation durch Genderkompetenz

Auf dem Weg vom regionalen Familienbetrieb zum mittelständischen Produktionsunternehmen in der Automotive Branche hat das Unternehmen MSG Mechatronic Systems GmbH die Weiche auf Wachstum und Innovation gestellt und Chancengleichheit in der Unternehmensstrategie verankert.

Mit Chancengleichheit in die Zukunft

„Es ist wichtig, die Ressourcen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen und gleichermaßen zu fördern.“

Hans-Jörg Gasser, Geschäftsführer

MSG setzt auf Chancengleichheit, um den drohenden Fachkräftemangel und den steigenden Innovationsbedarf zu meistern. Zu Beginn des FEMtech Karriere Projekts wurde mit Unterstützung einer externen Genderexpertin eine Analyse der Unternehmensstrukturen durchgeführt.

Technikerinnen gesucht und gefunden

Schon bisher legte das Unternehmen Wert auf eine familienfreundliche Arbeitskultur und eine gute Work-Life-Balance für alle Beschäftigten. Ziel des Projekts war, die Angebote zur Vereinbarkeit von Familie/Freizeit und Beruf auszubauen und auch nach außen sichtbar zu machen. Das Unternehmen plante konkret ein Wiedereinstiegsprogramm und einen firmeninternen Kindergarten.

Die Optimierung des Personalmanagements und des Recruiting Prozesses zeigte Wirkung: MSG erreichte bei Stellenausschreibungen vermehrt Frauen und konnte zwei Technikerinnen anstellen.

Weibliche Führungskräfte in der Produktion

Im Rahmen des FEMtech Karriere Projekts konnte eine neue mittlere Führungsebene in der Produktion geschaffen werden. Ganz bewusst wurden aufgrund der vielen kompetenten Frauen im Unternehmen diese Positionen mehrheitlich mit Frauen besetzt und so das vorhandene Potenzial genutzt. Die neuen Führungskräfte nahmen an einem speziell auf sie abgestimmten Weiterbildungs- und Coaching-Programm teil.

© MSG Mechatronic Systems GmbH

Nachhaltige Genderkompetenz

Die Sensibilisierung und Schulung des Managements im Thema Chancengleichheit und Gender war ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg des Projekts.

Als Höhepunkt der nachhaltigen Verankerung von Genderkompetenz sieht das Unternehmen die Schaffung der Funktion der Gleichstellungsbeauftragten. Diese steht allen als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen und insbesondere als Mentorin für Frauen mit Karrierewunsch zur Verfügung. Sie bildet eine Schnittstelle zwischen den einzelnen Teilbereichen und ist aufgrund ihrer Funktion eine starke Stimme für Gleichstellung im Unternehmen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erachten das Projekt „Chancengleichheit als Unternehmensstrategie“ als wertvoll. MSG erreichte alle Projektziele und es gab darüber hinaus einige Anstöße zur Weiterarbeit, zum Beispiel im Bereich Führungskräfteentwicklung.

„Eigentlich geht es ja bei Chancengleichheit um zukunftsfähige Organisationsentwicklung.“

Mitarbeiter der MSG