"Beyond Europe" >> Kooperationen mit Südafrika im FTI-Bereich werden ausgebaut

Siebter österreichischer Internationalisierungs-Roundtable legt Fokus auf Südafrika und die Region südliches Afrika

Beim siebten Internationalisierungs-Roundtable standen Südafrika und die Region südliches Afrika im Mittelpunkt - v.l.n.r.: Ralf König (FFG), Stefan Riegler (BMDW), Alexander Unkart (BMVIT), Andrea Höglinger (FFG), Vinny Pillay (Wissenschafts- und Technologie-Vertreterin Südafrikas bei der EU), Heribert Buchbauer (BMBWF)
Fotocredit: BMBWF/Stefanie Nagel

Am 23. Jänner 2018 fand der siebte österreichische Internationalisierungs-Roundtable statt, im Mittelpunkt stand diesmal die Region Südafrika. Rund 40 Teilnehmende aus dem Bereich Forschung, Technologie und Innovation (FTI) diskutierten Kooperationsmöglichkeiten mit Südafrika. Nach der Begrüßung durch Vertreter des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gab Vinny Pillay als Wissenschafts- und Technologie-Vertreterin Südafrikas bei der Europäischen Union einen Überblick über das Wissenschafts-, Technologie- und Innovationssystem Südafrikas. Good practice Beispiele, u.a. aus dem EU-Forschungsrahmenrogramm "Horizon 2020", dem FFG-Programm "Beyond Europe" sowie der Austrian Development Agency (ADA) und der Österreichischen Entwicklungsbank gaben einen hervorragenden Einblick in bestehende FTI-Kooperationen mit der Region. 

"Österreich setzt die strategische Internationalisierung im Bereich Forschung, Technologie und Innovation Schritt für Schritt um. Das Format der Internationalisierungs-Roundtables ermöglicht den gezielten Austausch der zentralen Akteure", so die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. "Südafrika ist dabei ein interessanter Kooperationspartner und eine aufstrebende Innovationsnation", so die beiden FFG-Geschäftsführer.

Henrietta Egerth und Klaus Pseiner verweisen auch auf das EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020", in dem die FFG als Nationale Kontaktstelle fungiert und das auch für die Zusammenarbeit mit Partnern in Südafrika erfolgreich genutzt wird: Gemessen an den Beteiligungen ist Südafrika in "Horizon 2020" nach den USA und China das drittstärkste Kooperationspartnerland unter den Drittstaaten. Bezogen auf die Anzahl der gemeinsamen Projekte ist Südafrika für Österreich das viertstärkste Kooperationspartnerland beyond Europe (nach den USA, Kanada und China). In rund 22 Prozent aller Projekte, an denen Einrichtungen aus Südafrika beteiligt sind, ist zumindest auch eine österreichische Organisation involviert. Die thematischen Schwerpunkte der gemeinsamen Forschungsprojekte liegen dabei im Bereich Klimaforschung, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe.

In aktuellen "Horizon 2020"-Ausschreibungen werden für Kooperationen mit Südafrika insbesondere folgende vier Themenbereiche adressiert:

  • Ernährungssicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und Süßwasser- Forschung und Biowirtschaft
  • Führende Rolle der Industrie - Raumfahrt
  • Führende Rolle der Industrie - Nanotechnologien, fortgeschrittene Werkstoffe, fortgeschrittene Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren
  • Europa in einer sich verändernden Welt: integrative, innovative und reflexive Gesellschaften

 

2015 wurde zwischen Südafrika und Österreich ein "Memorandum of Understanding" über die Kooperation in Wissenschaft und Forschung unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden etwa Mobilitätskosten von Forschenden zur Durchführung gemeinsamer Projekte finanziert. In den strategischen Empfehlungen an die Bundesregierung zu "Beyond Europe" wurde Südafrika zudem als Zielland definiert.