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bmvit-Stiftungsprofessuren für Hightech Stahl und intelligente Textilien starten

Klug: Industrienahe Forschung stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich

im Bild (v.l.n.r.): Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG; Tung Pham, Stiftungsprofessor Smart Textiles, Universität Innsbruck; Ronald Schnitzer, Stiftungsprofessor Stahldesign, Montanuniversität Leoben; Minister Gerald Klug. Foto: BMVIT/Johannes Zinner

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) investiert jährlich rund 500 Millionen Euro in industrienahe Forschung und Entwicklung. Bei den Stiftungsprofessuren übernimmt das bmvit mit jeweils zwei Millionen Euro die Hälfte der Kosten für die nächsten fünf Jahre. Die andere Hälfte wird von den Universitäten und den Partnern aus der Industrie getragen. "Wir stärken die Brücke zwischen Universitäten und Unternehmen, mit doppeltem Nutzen: Spitzen Wissenschafter forschen an für die Industrie strategisch wichtigen Werkstoffen wie Hightech Stahl oder intelligenten Textilien. Und sie bilden höchstqualifizierte Arbeitskräfte aus. Damit machen wir unsere Betriebe fit für die Zukunft", so Klug.

Stahl ist nach wie vor der bedeutendste Konstruktionswerkstoff weltweit. "Unser Ziel ist es, neue Hochleistungsstähle zu entwickeln. Das soll durch einen integrativen Ansatz mit neuen Legierungskonzepten und mit energieeffizienter Produktion gelingen", erläutert Professor Schnitzer, der die bmvit Stiftungsprofessur für Stahldesign an der Montanuniversität Leoben im Jänner übernommen hat. Anwendungen für die Automobilindustrie, den Energiesektor und das Verkehrs  und Transportwesen stehen dabei im Fokus. So wird zum Beispiel hochfester, aber leichter Stahl in die A  oder B Säulen von Autos eingebaut. Diese verformen sich bei einem Aufprall so, dass die Insassen besser geschützt sind. Als Partner für die Professur konnte die voestalpine gewonnen werden. "Mit dem neuen Lehrstuhl für Stahldesign wird ab sofort an den High Tech Lösungen der nächsten fünf bis zehn Jahre geforscht. Die Stiftungsprofessur trägt damit auch dazu bei, die  Technologieführerschaft der voestalpine künftig zu sichern", zeigt sich voestalpine Vorstandsmitglied Schwab, Leiter der Metal Forming Division, überzeugt.

Etwa die Hälfte der  Wertschöpfung im Textilbereich wird in Vorarlberg bereits heute mit technischen Textilien erwirtschaftet. "Die Stiftungsprofessur schafft für uns die Voraussetzung, die Textil Technologie der Zukunft zu entwickeln und unsere Marktführerposition weiter auszubauen", erklärt Grabher, Inhaber der Grabher Group, den unmittelbaren Nutzen. Textilien sind inzwischen zu einer Schlüsseltechnologie für den Leichtbau von Fahrzeugen und Flugzeugen geworden. So ist zum Beispiel der Fensterrahmen des Airbus 380 aus Carbon Fasern gestickt. Auch die Karosserie des Elektroautos BMW i3 besteht zu 90 Prozent aus Textilien.  Am Lehrstuhl für Textile Verbundwerkstoffe Technische Textilien an der Universität Innsbruck werden deshalb neue Herstellungstechniken erforscht. "Das größte Potential liegt in der Kombination der textilen Technologien mit neuartigen Materialkonzepten. Wir werden dazu beitragen, neue Märkte und Anwendungsfelder für Textilien und textile Verbundwerkstoffe zu erschließen", so bmvit Stiftungsprofessor Pham, der mit 1. April am Standort Dornbirn die Forschungsarbeit aufnimmt.
 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
Tel. +43 (0) 1 711 6265 8014
email: sophie.lampl@bmvit.gv.at
https://infothek.bmvit.gv.at