Egerth und Pseiner: Beteiligung an europäischen Supercomputern zentral für Wettbewerbsfähigkeit

Österreich hat Erklärung zu „European High-Performance Computing“ unterzeichnet – gegenseitige Ergänzung der Programme „Digital Europe“ und „Horizon Europe“ – FFG ist starker Partner

„Die Beteiligung an europäischen Supercomputern ist zentral für die österreichische und europäische Wettbewerbsfähigkeit“, so die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Wissenschafts- und Forschungsminister Heinz Faßmann hat gestern im Rahmen des Besuchs von EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel bekannt gegeben, dass sich Österreich an der Initiative „European High-Performance Computing“ beteiligt und die EuroHPC-Erklärung unterzeichnet. Damit sind mittlerweile 18 Mitgliedsstaaten an Bord. Im Entscheidungsprozess hatte auch die FFG ihre Expertise als Nationale Kontaktstelle für das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation eingebracht und u.a. zu einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Ministerien, der Europäischen Kommission, Universitäten und weiterer Organisationen geladen.

Die Europäische Kommission hat gemeinsam mit mehreren Mitgliedsstaaten den Aufbau einer europäischen Hochleistungsrechen-Infrastruktur begonnen, um die stetig wachsenden Datenmengen verarbeiten und besser nutzen zu können. Das betrifft verschiedene Bereiche, von der Gesundheitsversorgung über erneuerbare Energien bis zum Kampf gegen den Klimawandel. Supercomputer sollen auch ermöglichen, dass die Datenverarbeitung europäischer WissenschaftlerInnen und Unternehmen innerhalb der EU erfolgen kann.

Das Hochleistungsrechnen ist einer von fünf Bereichen des EU-Programms „Digital Europe“, das mit Investitionen von rund 9,2 Milliarden Euro (2021-2027) zur Bewältigung der digitalen Herausforderungen in Europa beitragen und Hand in Hand mit dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon Europe“ gehen soll. „Als Nationale Kontaktstelle für das EU-Forschungsrahmenprogramm sowie Dach für die heute vom Ministerrat beschlossene Digitalisierungsagentur DIA sind wir auf nationaler wie europäischer Ebene ein starker Forschungs-, Innovations- und Digitalisierungs-Partner“, so Egerth und Pseiner abschließend.