Zwei neue bmvit Stiftungsprofessuren im Verkehrsbereich vergeben

Systemforschung zur Digitalisierung&Automatisierung und Luftfahrzeugsysteme im Fokus

Durch die Vergabe von zwei neuen Stiftungsprofessuren an der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur (BOKU) im Verkehrsbereich baut das bmvit die Wissensbasis und österreichische Kompetenzführerschaft im Verkehrsbereich an der Schnittstelle Wissenschaft/Wirtschaft/Gesellschaft weiter aus. Die Stiftungsprofessuren sollen bestehende Wissenslücken schließen und u.a. die Grundlage für gezielte und weiterführende Mobilitätsforschung und Innovation bilden.

„Mit unseren Stiftungsprofessuren verzahnen wir die Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die besten Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis forschen gemeinsam an wichtigen Zukunftsfragen: Dazu gehört etwa, wie wir unseren Verkehr organisieren, wenn immer mehr selbstfahrende Autos gemeinsam mit herkömmlichen Fahrzeugen auf unseren Straßen unterwegs sind. Und wir richten an der TU Wien ein Ausbildungszentrum für innovative Luftfahrttechnologien ein. So stärken wir unseren Standort und holen Arbeitsplätze ins Land", sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Die auf der Universität für Bodenkultur (BOKU) unter Beteiligung der Stadt Wien, den Ländern Niederösterreich und Salzburg, Bombardier und dem Wirtschaftsforum Waldviertel einzurichtende Professur „Automatisierung und Digitalisierung im Verkehrs- und Mobilitätssystem" schafft die notwendigen wissenschaftlichen Evidenzen, um die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung und des automatisierten Fahrens auf alle Verkehrsmittel und Mobilitätsformen besser zu verstehen und rechtzeitig geeignete Rahmenbindungen und Planungsgrundlagen für den Einsatz dieser Technologien zur Transformation des Mobilitätssystems sicherzustellen. Die Stiftungsprofessur wird inter- und transdisziplinär mit breiten methodischen Zugängen die Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen der zu erwartenden technologischen Entwicklung einerseits und dem Wirkungsgefüge Mensch, Gesellschaft, Raum, Umwelt und Wirtschaft andererseits untersuchen. Um dazu alle relevanten Aspekte der Güter- und Personenmobilität, des individuellen und kollektiven Verkehrs, Umwelt und Klima, Raumentwicklung und -planung, Recht und Ethik, Gesellschaft und Soziales, Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Rahmen gebührend zu behandelt wird ein BOKU-Zentrum „Automatisierung und Digitalisierung" etabliert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung öffentlicher und privatwirtschaftlicher EntscheidungsträgerInnen, um faktenbasiert sowohl wirtschaftliche Impulse setzen zu können als auch eine gesellschaftlich wünschenswerte nachhaltige Entwicklung zu fördern.

An die TU Wien und ihre mitfinanzierenden Partner aus der Wirtschaft wie Diamond Aircraft Industries GmbH, Test-Fuchs GmbH, FACC Operations GmbH Rübig GmbH & Co KG und Frequentis AG wurde eine Professur im Bereich „Luftfahrzeugsysteme" vergeben, um eine instituts- und fakultätsübergreifende Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Luftfahrzeugsysteme zu ermöglichen. Dazu gehören u.a. Themen wie bemannte und unbemannte Starrflügler, Drehflügler und zunehmend hybride Systeme. Die Stiftungsprofessur soll die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungs- und Industriepartnern intensivieren und die Ausbildung einer nächsten Generation an Fach- und Führungskräften für die österreichische Luftfahrtzulieferindustrie sicherstellen.

Das Infrastrukturministerium stellt je Professur in den ersten fünf Jahren bis zu 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, die in gleicher Höhe von den jeweiligen Universitäten und Partnerorganisationen aufgebracht werden. Die beiden Universitäten beginnen in den nächsten Wochen mit der Personalsuche und -besetzung.

 

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
+43 (0) 1 711 6265-8014
sophie.lampl@bmvit.gv.at
www.bmvit.gv.at