#Success Story: S4D4C >> Stärkung der EU-Wissenschaftsdiplomatie

Die globalen Herausforderungen der EU-Außenpolitik werden zunehmend komplexer. Starke Netzwerke und fundiertes Wissen aus Wissenschaft und Forschung können zur Erarbeitung von Lösungen wesentlich beitragen. Hier setzt das von der FFG mit unterstützte "Horizon 2020"-Projekt "Using Science for/in Diplomacy for Addressing Global Challenges" an. "S4D4C" bringt ExpertInnen der Außen- und Wissenschaftspolitik sowie Wissenschaftsdiplomatie und diplomatische Einrichtungen zusammen. Gemeinsames Ziel ist die Stärkung der EU-Wissenschaftsdiplomatie. Das Projekt wird vom Zentrum für Soziale Innovation (Wien) koordiniert und umfasst insgesamt zehn Partner, darunter auch die Diplomatische Akademie Wien.

Sowohl Notwendigkeiten als auch Möglichkeiten der Wissenschaftsdiplomatie haben in den vergangenen Jahren angesichts der gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen stetig zugenommen. Die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Diplomatie kann dabei noch entscheidend verbessert werden, um bestehende Potenziale zum Nutzen aller Beteiligten zu heben. Das haben sich die Verantwortlichen des Projekts "S4D4C" zur Aufgabe gemacht. Die EU soll damit auch besser als Player in der globalen Wissenschaftsdiplomatie positioniert werden.
 

Die Ziele des "Horizon 2020"-Projekts sind

>> besseres Verständnis der Beiträge der Wissenschaft(skooperation) für außenpolitische Ziele der EU

>> Aufbau effektiver und effizienter Schnittstellen für europäische Wissenschaftsdiplomatie

>> Politikberatung zu Fragen wissenschaftsdiplomatischer Tätigkeitsfelder der EU und ihrer Mitgliedstaaten

>> bessere Ausbildung, klareres Profil und gestärkte Identität europäischer WissenschaftsdiplomatInnen

>> Stärkung der Kapazitäten und Wissensressourcen für europäische WissenschaftsdiplomatInnen sowie deren Sichtbarkeit
 


Quelle: Flyer S4D4C (siehe Download Center)

 

Auf Basis wissenschaftlicher Arbeiten unterstützen die Projektpartner die gegenwärtige und künftige europäische Wissenschaftsdiplomatie durch:

>> die Mobilisierung von Wissen und Netzwerken

>> die partizipative Erarbeitung eines Governance-Rahmens

>> Training von WissenschaftsdiplomatInnen

>> die Unterstützung von Entscheidungsprozessen
 


Bei der "Science Diplomacy 2018"-Konferenz im September 2018 in Washington.
Quelle: https://www.s4d4c.eu/s4d4c-represented-eu-science-diplomacy-in-washington-d-c/

 

S4D4C >> 10 Partner aus 7 Ländern

Das im Jänner 2018 gestartete Projekt "Horizon 2020"-Projekt "S4D4C" wird am Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) in Wien koordiniert und umfasst insgesamt zehn Einrichtungen aus sieben Ländern. Darüber hinaus sind assoziierte Partner aus Japan, Russland und den USA sowie das "InterAcademy Partnership" am Netzwerk beteiligt.

 

Das "S4D4C"-Projektkonsortium im Überblick:

  1. Zentrum für Soziale Innovation GmbH, Österreich
  2. Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Deutschland
  3. Karls-Universität Prag, Tschechien
  4. Universität Twente, Niederlande
  5. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Deutschland
  6. The World Academy of Sciences/UNESCO, Italien/Frankreich
  7. Universität Sheffield, Großbritannien
  8. Foundation for Science and Technology, Spanien
  9. Universität Lille, Frankreich
  10. Diplomatische Akademie Wien, Österreich

 


Projektkoordinator Alexander Degelsegger-Márquez vom Zentrum für Soziale Innovation.
Fotocredit: Rainer Schoditsch

 


Projektkoordination am ZSI in Wien

"Das Projekt 'S4D4C' ermöglicht es dem ZSI, unsere bestehende Expertise im Bereich internationaler Wissenschaftspolitik in gesellschaftlich relevantem Sinn anzuwenden und auszubauen", so Projektkoordinator Alexander Degelsegger-Márquez vom Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) in Wien. "Das Projekt erweitert unsere Netzwerke und Kapazitäten, und es ist auch auf persönlicher Ebene eine spannende Herausforderung, sowohl betreffend wissenschaftlicher Aspekte als auch hinsichtlich der Managementaufgaben." Das ZSI ist neben der inhaltlichen Arbeit an Fallstudien und dem Governance-Rahmen auch für Kommunikation und Verwertung der Projektergebnisse sowie für das Datenmanagement hauptverantwortlich. Weiters ist das ZSI am Impact Monitoring des Projekts beteiligt. Alexander Degelsegger-Márquez betont auch, dass bereits der von der FFG unterstützte Antragsprozess Wissensbestände und Netzwerke bereichert habe.

 

"Horizon 2020": Rund 75 Milliarden Euro für Forschung und Innovation
Das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ ist das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation. Rund 75 Milliarden Euro stehen im Zeitraum 2014 bis 2020 zur Verfügung. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG stellt als Nationale Kontaktstelle (National Contact Point, NCP) ein umfassendes Beratungs- und Informationsangebot zur Verfügung. Diese Maßnahmen werden von mehreren Ministerien (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung/BMBWF, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort/BMDW, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/BMVIT und weiteren) und der Wirtschaftskammer Österreich finanziert.

Kontakt

Mag. Stephanie Rammel
Mag. Stephanie Rammel

T +43 5 7755 4402
stephanie.rammel@ffg.at

FACT BOX

Projekttitel: S4D4C – Using Science for/in Diplomacy for Addressing Global Challenges

Förderprogramm: "Horizon 2020", Societal Challenges (SC6)
 

Projektstart: 1. Jänner 2018

Projektende: 31. Dezember 2020
 

Projektkosten/EU-Förderung: rund 2,5 Millionen Euro

 

Projektkoordinator: Alexander Degelsegger-Márquez, ZSI

Kontakt:
Zentrum für Soziale Innovation (ZSI)
Linke Wienzeile 246
1150 Wien
degelsegger@zsi.at