Unternehmen setzen auch jetzt auf Forschung und Innovationen

Für rund drei Viertel der österreichischen Unternehmen sind Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) wichtige Themen, um die Corona-Krise und ihre Folgen zu bewältigen. Das geht aus einer von der FFG in Auftrag gegebenen Unternehmensbefragung des MAKAM Research-Instituts hervor. Abgefragt wurde auch die Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG während COVID: Diese befindet sich auf einem sehr hohen Niveau.

 

350 Unternehmen, die 2019 Forschugnsprojekte durchgeführt hatten und von der FFG gefördert wurden, wurden im April und Mai 2020 im Auftrag der FFG vom Marktforschungsinstitut MAKAM Research telefonisch über Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise und ihre Strategien für die Zeit danach befragt. Dabei zeigte sich, dass Forschung, Entwicklung und Innovation eine gewichtige Rolle bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-Krise spielen: Rund drei Viertel der Unternehmen planen, den Weg aus der wirtschaftlichen Talsohle mit konkreten FEI-Maßnahmen zu nehmen. Dazu zählen für die Unternehmen die Erschließung neuer Märkte, die Transformation in eine klimaneutrale und smarte Wirtschaftsweise, die stärkere Digitalisierung von FEI-Aktivitäten, die Ausweitung von Innovationskooperation und die Diversifizierung des Produkt- und Dienstleistungsangebots ebenso wie die Stärkung der eigenen Resilienz durch den Aufbau eines Kontinuitätsmanagements.

So haben forschende Unternehmen die Corona-Wochen erlebt

Über 90 % der befragten Unternehmen hatten während der COVID-Maßnahmen Probleme, ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Zu den größten Herausforderungen bei der Fortführung begonnener Innovationsvorhaben zählten: die Planungsunsicherheit (für 57 % der Befragten), die eingeschränkte Möglichkeit persönlicher Treffen (für 51 %), die geringere Verfügbarkeit von MitarbeiterInnen (40 %) und die eingeschränkte Nutzbarkeit von Forschungseinrichtungen. Mehr als ein Viertel der Unternehmen (27 %) berichteten von Liquiditäts- und Finanzierungsproblemen. Lediglich 9 % der befragten Unternehmen gaben an, keine Einschränkungen bei ihren FEI-Projekten erfahren zu haben.

Sehr hohe Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG

Während des Lockdowns hat die FFG zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um forschende Unternehmen zu unterstützten – von der Beschleunigung von Fördervergaben bis hin zu rascheren Auszahlungen von Fördergeldern. Dementsprechend positiv fiel die Zufriedenheit mit den Leistungen der FFG während des Lockdowns aus: 97 % der befragten Unternehmen waren mit der Erreichbarkeit der FFG-MitarbeiterInnen (sehr) zufrieden, 96 % mit der Flexibilität in der Zusammenarbeit, je 93 % mit der Beratung zu Förderungen und damit, wie Anfragen zu Änderungen von laufenden Förderprojekten bearbeitet wurden. Etwas geringer, aber mit 84 % immer noch sehr hoch, ist die Zufriedenheit mit der Dauer bis zur Auszahlung der Förderungsrate.

Insgesamt wird die FFG von den befragten Unternehmen als wichtige Institution gesehen, mit der eine kompetente Zusammenarbeit möglich ist und deren Unterstützung einen wertvollen Beitrag leistet, um FEI-Aktivitäten bestmöglich voranzutreiben. 59 % der Unternehmen wünschen sich für die Zukunft mehr Fördermittel und 51 % mehr Ausschreibungen mit laufender Einreichmöglichkeit. Alles in allem hoffen die Unternehmen, in der FFG auch in der Zeit nach COVID eine hilfreiche Stütze zu haben.

Forschungsförderung bedeutet Innovationsschub

„Wir haben gesehen, dass die Abläufe der FFG auch in Zeiten des Homeoffice einwandfrei funktionieren und unsere Organisation voll funktionsfähig ist“, sagt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Dass unsere Bemühungen bei den forschenden Unternehmen angekommen sind und das Feedback auf unsere Leistungen derart positiv ausgefallen ist, macht uns stolz.“

Für FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth hat die Krise einen Motivationsschub bei forschenden Unternehmen ausgelöst: „COVID hat gezeigt, wie wichtig ein gutes Innovationssystem und die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Instituten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Hand sind. Unsere Rolle als Forschungsförderer ist gefragter denn je. Forschungsförderung bedeutet Vertrauen, geteiltes Risiko und einen Innovationsschub.“

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Mag. (FH) Martina Leopold
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