Beyond Gravity: Weltraumministerin Gewessler besuchte Wiener Raumfahrtzulieferer in Meidling

Beyond Gravity Austria entwickelt und produziert Schlüsseltechnologie unter anderem für Umwelt- und Klimamissionen.

Bild: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler besuchte die Produktion von Weltraumelektronik in einem Reinraum von Beyond Gravity Austria in Wien. (c) BMK / Cajetan Perwein

Satelliten sind die Basis für eine Vielzahl von Dienstleistungen, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Dazu gehören Fernsehen, Navigation, Wettervorhersage und Kommunikationsverbindungen auch in dünn besiedelte Gegenden der Erde oder in Krisengebieten. Von besonderer Bedeutung sind Satellitendaten für die Beobachtung von Klimaveränderungen und für die Reaktion auf Naturkatastrophen. Das Wiener Weltraumtechnikunternehmen Beyond Gravity Austria, vormals RUAG Space Austria, ist an allen europäischen Weltraumsatelliten-Programmen von ESA, EU und EUMETSAT mit wesentlichen Beiträgen beteiligt und ist gefragter Zulieferer für Satelliten-Hersteller in den USA und in Asien.

Schlüsseltechnologien für europäische und internationale Umweltsatelliten

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler erhielt vor Ort einen Einblick in die Meidlinger Entwicklungs- und Produktionsstätten. "Die Klimakrise ist die große Herausforderung unserer Zeit. Um wirkungsvolle Maßnahmen dagegen setzen zu können, braucht es wertvolle Klimadaten aus dem Weltall. Österreich trägt mit wichtigen Schlüsseltechnologien entscheidend zum Funktionieren europäischer Erdbeobachtungssatelliten bei", sagte Gewessler. So liefert etwa ein europäischer Satellit, der untersucht wie die Meeresspiegel der Ozeane ansteigen, dank der genauen Positionsbestimmungsgeräte von Beyond Gravity Austria noch präzisere Daten. "Mit unserem nationalen Weltraumprogramm tragen wir ganz wesentlich dazu bei, dass österreichische Unternehmen wie Beyond Gravity Austria ihre Produkte technologisch weiterentwickeln und damit auf dem europäischen und internationalen Markt erfolgreich sind. Von 2002 bis heute wurden insgesamt bereits 48 Projekte von Beyond Gravity Austria aus dem nationalen Weltraumprogramm gefördert und weitere werden folgen, um Empfänger und Thermoisolation ,made in Austria' noch innovativer und damit wettbewerbsfähiger zu machen", so Gewessler.

FFG: "Forschung auf Weltklasse-Niveau wirkt"

"Weltraumaktivitäten sind ein stark wachsender Wirtschaftsfaktor. Denn moderne Weltraumtechnologien sind unverzichtbar für viele Dienstleistungen. Beyond Gravity Austria betreibt Forschung und Entwicklung auf Weltklasse-Niveau. Nicht zuletzt deshalb ist das High-Tech-Unternehmen ein führender Anbieter von Technologien und Produkten für die Weltraumindustrie. Diese sind mittlerweile essenzielle Bestandteile europäischer Satelliten und auch weltweit nachgefragt. Es ist faszinierend, was hier in Wien-Meidling alles möglich ist", betonte Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, deren Agentur für Luft- und Raumfahrt die Andockstation zur internationalen Weltraumszene darstellt. Die FFG fördert im Auftrag des BMK wettbewerbsfähige österreichische Weltraumkompetenz in Wissenschaft und Industrie und vertritt gemeinsam mit dem BMK die Interessen Österreichs in der Europäischen Weltraumagentur ESA, in der EU, bei EUMETSAT und der UNO. Seit 1987 ist Österreich Mitglied der europäischen Weltraumorganisation ESA. Im November 2022 versammeln sich wieder Vertreterinnen und Vertreter aller ESA-Mitgliedstaaten, um das Budget der ESA für die kommenden Jahre festzulegen.

Bild: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner und Manfred Sust, Geschäftsführer Beyond Gravity Austria, im Gespräch während ihres Besuchs bei Österreichs größtem Weltraumunternehmen. (c) BMK / Cajetan Perwein

Satelliten-Navigationsempfänger, Mechanismen und Thermalschutz

In Österreich entwickelt und produziert Beyond Gravity Austria eine Vielzahl von Produkten für Satelliten und Trägerraketen. In Wien etwa Navigationsempfänger, mit deren Hilfe die Position eines Satelliten im All auf wenige Zentimeter genau bestimmt werden kann, und hochpräzise Mechanismen für die Ausrichtung von elektrischen Satellitentriebwerken (im Einsatz etwa bei der europäisch-japanischen Merkursonde BepiColombo). In Berndorf, Niederösterreich, stellt das Unternehmen Thermalschutz für Satelliten (darunter die meisten europäischen Umweltsatelliten) und Trägerraketen wie die neue europäische Ariane 6 her. Die Thermalisolation schützt Satelliten und deren Instrumente vor den extremen Temperaturen im Weltraum von typischerweise +/- 200 Grad Celsius.

Beyond Gravity Austria ist Österreichs größter Weltraumzulieferer

Beyond Gravity Austria (vormals RUAG Space Austria) mit Sitz in Wien-Meidling ist mit rund 46 Millionen Euro Umsatz (2021) und rund 230 Mitarbeitenden das größte österreichische Weltraumtechnikunternehmen. Das Hochtechnologieunternehmen rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eine Exportquote von rund 100 Prozent. Die Firma ist in Europa Marktführer bei Navigationsempfängern und Thermalisolation für Satelliten. Die meisten Satelliten und Raumsonden der ESA werden mit Thermalschutzhüllen von Beyond Gravity Austria ausgerüstet. Als Spin-off der Weltraumaktivitäten produziert das Unternehmen auch Thermalisolation für Anwendungen auf der Erde, zum Beispiel in der Medizintechnik (Magnetresonanztomographen).

Über Beyond Gravity: 1600 Mitarbeitende an 12 Standorten

Beyond Gravity mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, verbindet jahrzehntelange Erfahrung und bewährte Qualität mit Agilität, Schnelligkeit und Innovation. Rund 1600 Mitarbeitende an 12 Standorten in sechs Ländern (Schweiz, Schweden, Österreich, Deutschland, USA und Finnland) entwickeln und fertigen Produkte für Satelliten und Trägerraketen. Beyond Gravity ist der bevorzugte Lieferant von Strukturen für alle Arten von Trägerraketen und führend bei ausgewählten Satellitenprodukten, insbesondere für Satellitenkonstellationen im New Space Markt. 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 319 Millionen Schweizer Franken. Mehr Informationen unter: www.beyondgravity.com

Nutzen der Raumfahrt im Alltag

  • Klimaforschung: Satelliten im Weltall liefern präzise Daten für die Klimaforschung
  • Energiewende: Satelliten liefern Daten für optimale Standorte von Windkraftanlagen
  • Kampf gegen Umweltverschmutzung: Satellitenbilder helfen, das Ausmaß von Ölverschmutzungen auf hoher See zu bestimmen
  • Kampf gegen Naturkatastrophen: Satellitendaten warnen vor anstürmenden Hurrikans
  • Navigation: Auf Satellitentechnik basierende GPS-Navigationssysteme bringen Fahrzeuge sicher an ihr Ziel
  • Satellitenfernsehen: Live-Übertragung der Fußball-WM mittels Satellitentechnik

Bild 1: Klimaschutzministerin Gewessler (rechts) in der Produktionsstätte von Weltraummechanismen bei Beyond Gravity Austria in Wien-Meidling. (c) BMK / Cajetan Perwein. Download des Bildes

Bild 2: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler besuchte die Produktion von Weltraumelektronik in einem Reinraum von Beyond Gravity Austria in Wien. (c) BMK / Cajetan Perwein. Download des Bildes

Bild 3: Manfred Sust, Geschäftsführer Beyond Gravity Austria, im Gespräch mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (rechts) während ihres Besuchs bei Österreichs größtem Weltraumunternehmen. (c) BMK / Cajetan Perwein. Download des Bildes

Bild 4: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (links) und Katharina Dobes, Leiterin der Weltraumelektronikproduktion von Beyond Gravity in Wien, während des Rundgangs in der Produktion. (c) BMK / Cajetan Perwein. Download des Bildes

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Rückfragen:
Beyond Gravity Austria
MMag. Christian Thalmayr
Tel.: +43 664 88747876
E-Mail: christian.thalmayr@ruag.com
(ab 1.5.2022 christian.thalmayr@beyondgravity.com)
www.beyondgravity.com
www.twitter.com/BeyondGravity_S

 

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Mag. (FH) Gerlinde Tuscher
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