Minister Heinz Faßmann: Unternehmergeist an Hochschulen wird weiter gezielt gestärkt

FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner: Zweite Runde des Förderprogramms "Spin-off Fellowship" bringt Förderung von 2,6 Millionen Euro für sieben Projekte

"Wir stärken den Unternehmergeist an den österreichischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter gezielt und intensivieren den notwendigen Wissens- und Technologietransfer mit maßgeschneiderten Programmen", so Wissenschafts- und Forschungsminister Heinz Faßmann zu den jüngsten "Spin-off Fellowship"-Ausschreibungsergebnissen. In der mittlerweile zweiten Runde des Förderprogramms, das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) finanziert und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt wird, werden sieben Projekte mit insgesamt 2,6 Millionen Euro gefördert. "Damit unterstützen wir die Universitäten und Forschungseinrichtungen in Richtung Markt: Wir verbessern das Umfeld für künftige Spin-offs und geben kreativen und unternehmerisch denkenden Studierenden und Forschenden das notwendige Rüstzeug für ihre Unternehmensgründungen", so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Wie auch in der ersten Runde war das Interesse in der zweiten Runde enorm: 30 Anträge wurden eingereicht, davon sieben von einer internationalen Jury ausgewählt. Sechs Projekte sind an Universitäten, eines an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und sie verteilen sich auf die Bundesländer Steiermark (drei Projekte), Wien (drei Projekte) und Niederösterreich (ein Projekt). Insgesamt stellt das BMBWF für das Programm, das nach dem Vorbild des "ETH Pioneer Fellowship“-Programms der ETH Zürich konzipiert wurde, 15 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell ist die dritte Runde geöffnet, Einreichungen sind bis 20. März 2019 möglich.

 

Die sieben Projekte, die in der zweiten Runde gefördert werden:

  • CarboFeed (CO2 fixierende Hefe als Futtermittel), Universität für Bodenkultur, Wien
  • CellEctric Biotech (Entwicklung eines innovativen Filters (smartEDF) zur elektrodynamischen Manipulation biologischen Materials), Austrian Institute of Technology (AIT), Niederösterreich
  • CURRATEC (Economic Curing of Polymers by Frontal Polymerization), Technische Universität Wien
  • FlowMe (Software für die automatisierte Analyse von Durchflusszytometriedaten zur Detektierung von Krebszellen), Technische Universität Wien
  • LightMatters (Laborgerät zur optofluidischen NANO-Partikel-Charakterisierung), Medizinische Universität Graz
  • NewGen SLM Powder (New generation of stainless steel powder for enhanced additive manufacturing process), Technische Universität Graz
  • Viwax (Lysophosphatidylcholin im Einsatz gegen Amerikanische Faulbrut), Universität Graz

 

Zum Programm "Spin-off Fellowship"
Mit den Spin-off Fellowships soll zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Verwertung von vorhandenem und neu entwickeltem geistigen Eigentum an Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen unterstützt werden. Ziel ist es, dass nach Abschluss des Fellowships eine Unternehmensgründung erfolgen kann. Während der Laufzeit des Spin-off Fellowships konzentrieren sich die Fellows zu 100 Prozent auf diese Aufgabe und gehen keiner Lehrtätigkeit oder Forschungsaufgabe nach. Begleitend erhalten die Fellows Weiterbildungsmaßnahmen, Coaching und Mentoring über das Netzwerk der Wissenstransferzentren, um bereits sehr früh unternehmerisches Denken und Handeln vermittelt zu bekommen.

 

Die Ausschreibung richtet sich an Interessierte mit mindestens einem Bachelorabschluss an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Förderung beträgt maximal 500.000 Euro und erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen. Die Förderungsquote beträgt 100 Prozent und es können die Kosten des Fellows aber auch Entwicklungskosten und Drittleistungen finanziert werden. Die Laufzeit eines Spin-off Fellowships sind maximal 18 Monate. Die Antragstellung erfolgt über die jeweilige Hochschule oder Forschungseinrichtung bei der FFG, die Projektleitung liegt beim Fellow. In der ersten Runde wurden acht Projekte mit 2,7 Millionen Euro gefördert. Die aktuell dritte Runde ist bis 20. März 2019 geöffnet, eine weitere Runde für die zweite Jahreshälfte 2019 in Planung. Für diese beiden Runden stehen noch 8,4 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag. Annette Weber
Pressesprecherin
01 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at


FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Tel.: +43 5 7755-6012
Mail: presse@ffg.at
Internet: www.ffg.at

Kontakt

Mag. Silvia Laimgruber
Mag. Silvia Laimgruber

T +43 5 7755 2203
silvia.laimgruber@ffg.at
Mag. (FH) Barbara Lohwasser
Mag. (FH) Barbara Lohwasser

T +43 5 7755 2201
barbara.lohwasser@ffg.at
Mag. Markus Pröll-Schobel
Mag. Markus Pröll-Schobel

T +43 5 7755 2407
markus.proell-schobel@ffg.at