#Success Story: Einer für alles – auf vier Rädern

Maschinenbauer Stefan Putz aus Bad Goisern hat aus einem Bubentraum heraus ein innovatives Nutzfahrzeug entwickelt und auf den Markt gebracht, das der eierlegenden Wollmilchsau in Traktorform schon recht nahe kommt. Die FFG hat die Entwicklung aus Mitteln des Basisprogramms ermöglicht und gefördert.

SYN TRAC ist der Name des vierrädrigen Wunderwerkes, das innerhalb von nur 60 Sekunden vom Mähtraktor zum Schneepflug mutieren kann. Oder vom Streuwagen zum Holztransporter. Oder vom Bagger zum Ladekran ... 13 verschiedene Komponenten stehen für die Verwendung bzw. Verwandlung des innovativen Geräteträgers mittlerweile zur Verfügung. Seine zwei spiegelgleichen, vollautomatischen Andock-Schnittstellen siedeln den Syn Trac in einer neuen, ganz eigenen Fahrzeugkategorie an, die man als Mischung aus Traktor, Unimog und LKW beschreiben kann.

13 Millionen Euro Entwicklungskosten

„Als Kinder durften wir bereits am elterlichen Bauernhof mitarbeiten und schon in frühen Jahren Geräte rund um den Traktor manipulieren“, erzählt Syn-Trac-Erfinder Stefan Putz, der seit über 25 Jahren ein erfolgreiches Maschinenbau-Unternehmen in Bad Goisern leitet. „Als Kind habe ich immer von einem Traktor geträumt, wo man die angekuppelten Maschinen und Geräte schnell wechseln kann.“

Der Bubentraum hat Stefan Putz nie losgelassen. Aber erst 2011 begann er, tatsächlich erste Studien für so ein Fahrzeug zu erstellen. Acht Jahre hat es gedauert und ca. 13 Millionen Euro gekostet, bis aus diesen ersten Überlegungen ein marktreifes Fahrzeug wurde, das nun Aufsehen erregt. Etwa auf der Fachmesse „AgriTechnica“ im November 2019 in Hannover, wo der Syn-Trac-Stand von Interessenten aus ganz Europa und Übersee belagert wurde. Erste Fahrzeuge und Geräte wurden bereits ausgeliefert, eine neue Halle für die Fertigung des Syn Trac soll im Frühjahr 2020 in Bad Goisern bezogen werden.

Einzigartiges Schnellwechselsystem

„Unser Schnellwechselsystem und die Möglichkeit, eine dritte Achse anzudocken, ist einzigartig“, weiß Stefan Putz. Das über 400 PS starke Kraftpaket zeichnet sich außerdem durch eine anpassbare Fahrerkabine mit modernem Bedien-Interface, eine hydropneumatische Federung, einen sehr kleinen Wenderadius, eine hohe Achslast und viele weitere Features aus, die den Syn Trac universell einsetzbar machen – für kommunale Anwendungen wie Schneeräumung oder Mäharbeiten ebenso wie im Katastrophenschutz, für Infrastrukturaufgaben ebenso wie in der Land- und Forstwirtschaft. Die Wandelbarkeit ist der große Vorteil des Syn Trac, denn seine Nutzer erwerben nicht nur einen Schneepflug oder einen Mähtraktor, der jeweils das halbe Jahr in der Garage steht, sondern ein flexibles Gerät für jeden Einsatzzweck.

Den Sync Trac würde es ohne FFG-Förderung nicht geben

„Hätten wir die Förderung von der FFG nicht bekommen, dann würde es den Sync Trac heute nicht geben“, stellt Stefan Putz klar: „Es wäre sich finanziell einfach nicht ausgegangen.“ Die Zusammenarbeit mit der FFG sei „ein Traum“ gewesen, so der Firmenchef. Die Antragstellung war zwar herausfordernd, aber in der Abwicklung seien die Fördervorgaben dann „sehr gut zum Abarbeiten“ gewesen. Die Möglichkeiten des Basisprogramms wurden für die Entwicklung des Syn Trac voll ausgeschöpft. Bei der Markteinführung standen dem Unternehmen in der Folge das Land Oberösterreich und das Austria Wirtschaftsservice aws zur Seite.

Weitere Informationen

Kontakt

SYN TRAC GmbH
Gschwandt 163, 4822 Bad Goisern
Telefon: 0043 6135 7977-18
office@syn-trac.at
www.syn-trac.at