Co-Work & Kids Space

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Co-Work & Kids Space: Anknüpfungsmöglichkeiten für qualifizierte RückkehrerInnen in dezentralen Regionen.

Kurze Beschreibung der Idee

Junge, gut ausgebildete Personen zieht es nach der Ausbildung / nach den ersten Berufsjahren vermehrt zurück in ihre Heimat (Familiengründung). Fehlende Infrastruktur (ÖPNV, Arbeitsplätze, Kinderbetreuungseinrichtungen,...) wirken als Hemmnisse. Der Co-Work & Kids Space wirkt dem entgegen: weniger Pendelkilometer, Kinderbetreuung am selben Standort, Community im ländlichen Raum, professionellere Ausstattung als im Home-Office.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Zahlreiche Megatrends wie etwa Digitalisierung oder Multilokalität schaffen gänzlich neue Rahmenbedingungen für die "future of work". Gleichzeitig müssen wir unser Konsumverhalten (auch Pendeln zählt dazu) anpassen, um den Ansprüchen der Ökologisierung gerecht zu werden. Das zahlreiche Organisationen für dezentrale Teams gut geeignet sind, hat sich durch die Covid19 Pandemie deutlich gezeigt. Co-Working / Shared Offices haben in peripheren Regionen das Potential, Pendlerströme zu verringern, wirksame Infrastruktur für Familien und GründerInnen zu sein und bieten potentiellen RückkehrerInnen die Möglichkeit, als erster Anknüpfungspunkt in der Region zu dienen. Durch die technischen Rahmenbedingungen können neben GründerInnen und Kreativen auch viele Angestellte weitestgehend dezentral ihre Aufgaben erledigen. Dies bietet den von Abwanderung bedrohten Regionen mit viel Leerständen die Möglichkeit, die Abwärtsspirale zu durchbrechen und einen Gegentrend zu ermöglichen. 

Was ist der positive Nutzen der Idee?

Insbesondere für WiedereinsteigerInnen ist es schwer, mit geringerem Arbeitszeitpensum Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Dezentrale Arbeitsstätten mit integrierter Kinderbetreuung lösen dieses Problem: kurze Pendeldistanz, kurze Wege bei Notfällen und dadurch mehr zeitliche Flexibilität. 

Unternehmen können nach der Karenz deutlich früher mit einem Wiedereinstieg rechnen. 
ArbeitnehmerInnen können auch mit einem geringerem Stundenausmaß starten, weil Kinderbetreuung und Pendelstrecken optimiert sind. 
Gemeinden können Leerstände einbringen - Ortskerne revitalisieren.

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

Die äußeren Grenzen des Mühlviertels sind teils massiv von Abwanderungstendenzen betroffen. Mangelnde Infrastruktur, fehlende Arbeitsplatzperspektiven, geringe Kommunalsteueraufkommen,... eine Abwärtsspirale die junge Menschen in urbane Räume lockt. Diese Idee sollte zuerst in dieser Region umgesetzt werden und kann gleichzeitig in allen Teilen Österreichs eingesetzt werden, die unter ähnlichen Problemen leiden. 

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

In OÖ haben sich Erfahrungsaustauschrunden gut etabliert. Eine professionell moderierte ExpertInnenplattform, die periodisch über konkrete Erfahrungswerte spricht und bei Bedarf externe BeraterInnen / ExpertInnen einbindet. 

Zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Roll-out ist, dass es in den betroffenen Regionen eine Basis-Community gibt, die mit ähnlichen Rollen besetzt ist. 

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

How - Ein Filialnetz an dezentralen Büroarbeitsplätzen unter gleichem Auftritt: einheitliche Buchung / Abrechnung, einheitliche technische Standards und Ausstattung, flexibel Nutzbare Kinderbetreuungsmöglichkeit
Now - Errichtung eines temporären Pop-Up Co-Work & Kids Space in einer Testregion, um wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln
Wow - Eine Neugestaltung von bisher unflexiblen Strukturen: Kinderbetreuung, Arbeiten, Wohnen im ländlichen Raum - individueller als manche Städte es bieten könnten

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at