RURASMUS

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

RURASMUS - Wir bringen junge Leute auf's Land

Kurze Beschreibung der Idee

RURASMUS ist eine Initiative für ein europäisches „Aufs-Land-Semester“ durch die junge Menschen für ein Semester in einer Gemeinde, Kleinstadt oder Region studieren. Diese Orte werden zu temporären Universitätsstandorten und die lokalen Herausforderungen zur Aufgabenstellung für Studierende. Die jungen Menschen entwickeln dadurch einen neuen, lustvollen Zugang zum ruralen Raum in Europa. Gemeinden im ländlichen Raum profitieren durch neue Impulse. Neue Arbeitswelten und Begegnungsräume entstehen.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Seit Jahrzehnten dominiert das „große Jammern“ um den „braindrain“ vom Land, im Besonderen von Frauen. Zum Gegensteuern sind jedoch akademische Diskussionen und Forschungen oder kurzfristig abgefeuerte Leuchtraketen eindeutig zu wenig. 
RURASMUS möchte einen substantiellen Beitrag leisten und einen neuen, lustvollen Zugang zum Thema bieten, die allen Beteiligten Vorteile bringt und außerdem praxisrelevant und zukunftsgerichtet ist.

RURASMUS: „brainback anstatt braindrain“

Die Studierenden habe die Chance den Ort ihres Begehrens mitzugestalten. Der ländliche Raum und seine BewohnerInnen haben die Chance sich neu zu erfinden, etwas Neues entstehen zu lassen. Aus einer Affäre kann Verliebtheit und langfristig eine Beziehung entstehen.

Was ist der positive Nutzen der Idee?

Der positive Nutzen ist aus drei Perspektiven zu betrachten:

  • Für Gemeinden/Regionen: Wir ermöglichen Begegnungen mit der Generation „Landflucht“ und bieten die Chance, dass durch diese Impulse neue Arbeitsformen und Kooperationen entstehen. 
  • Für Studierende: Wir checken ihnen eine Affäre mit dem Land = Testfeld um das erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden. Möglichkeit gleich oder später im Beruf und/oder als Lebensraum anzuknüpfen.
  • Für Universitäten: Wir schaffen ein Testfeld in dem Lehrinhalte in der Praxis angewendet werden und durch diese Erfahrungen vertieft und verstetigt werden. Universitäten werden – bspw. für eine bildungsfernere Bevölkerung – „nahbarer“.

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

Es gibt bereits Kontakte zu 3-4 Regionen und Kommunen, die großes Interesse daran haben, dass RURASMUS Studierende in ihre Orte und Regionen kommen. (z.B. Mühlviertler Kernland, Region Salzkammergut 2024,...). Ziel ist, in einer Pionierphase mit rund 7 Universitäten und rund 7 Gemeinden und Regionen Erfahrungen zu sammeln, die in ein EU-Pilotprojekt einfließen.

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

Die Erfahrungen, die in den Regionen und Kommunen, die in der Pionierphase teilnehmen, gemacht werden, können in die Anforderungskriterien und -mechanismen für weitere Regionen (in Österreich und später auch in den europäischen Raum) übertragen werden.

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

Die Idee von RURASMUS ist im Kern sehr einfach und macht Lust auf Umsetzung.
Die Interessengruppen (Gemeinden, Regionen, Universitäten, Fachhochschulen, Studierende aller Studienrichtungen) gemeinsam unter einen Hut zu bringen ist sehr komplex und eine pionierhafte Umsetzung ist - mit den aktuell vorhandenen Ressourcen - nicht machbar. (How)
Die Innovationskraft und Chance die in RURASMUS steckt, ist jedoch bahnbrechend! Aus Österreich könnte eine europäische Transformation der Ausbildung und Entwicklung ländlicher Räume hervorgehen. Deshalb suchen wir Unterstützung für die Pionierphase. Wenn es diese gibt, trauen wir uns zu, RURASMUS Realität werden zu lassen und den europäischen Traum zu leben. (Wow)

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at