Shared Office im eigenen Ort

Wie wird Deine Idee bezeichnet?

Dezentraler Co-Working-Space / Shared Office im eigenen Ort.

Kurze Beschreibung der Idee

Die Covid19 Pandemie hat gezeigt, wie viele Organisationen gut mit dezentralen Teams zurecht kommen. Dank neuen Technologien können MitarbeiterInnen auch außerhalb des Stammsitzes auf Programme und Daten zurückgreifen, die Kommunikation erfolgt via Telefon oder Video-Chat. Doch Homeoffice bringt zahlreiche Herausforderungen: Datensicherheit, rechtliche Unsicherheit,... ein Shared Office löst diese Probleme.

Warum glaubst Du inhaltlich an diese Idee?

Klassische Co-Working-Spaces haben oft Probleme, die betriebswirtschaftlichen Anforderungen zu bedienen. GründerInnen, Kreative, Start Ups,... können keine hohen Mieten bezahlen. Deshalb sind Alternativen gefragt, eine Shared Office Komponente könnte die nötige Basisfinanzierung sichern. 
In OÖ zeigt sich, dass Betriebe grundsätzlich mit dezentralen Teams arbeiten können und möchten - macht es sie doch resilienter gegen Krisen. Das bisherige Co-Working Angebot in den Regionen ist jedoch sehr individuell gestaltet - es fehlen einheitliche technische und rechtliche Rahmenbedingungen. 

Die Idee bringt mehrere positive Effekte: Nachnutzung von Leerstand, weniger Zeit im Auto, mehr Kreativität durch Austausch mit Anderen (Branchen, Berufen, Menschen,...), sichere IT Systeme, ergonomische Einrichtung,... Dabei gibt es regionale Gestaltungsalternativen, die individuelle Anforderungen von Betrieben, MitarbeiterInnen und Gemeinden berücksichtigen. 

Was ist der positive Nutzen der Idee?

  • Probleme des Home-Office werden gelöst.
  • Weniger Pendler-Kilometer und daraus resultierende Effekte für Mensch und Umwelt.
  • WiedereinsteigerInnen können auch mit einer geringen Stundenanzahl starten - lange Anfahrtszeiten entfallen.
  • Querfinanzierung für Co-Working-Spaces durch langfristige Mietverträge mit etablierten Betrieben. 
  • Durch Einsparungen in den Zentralen wirkt die Miete im dezentralen Shared Office erfolgsneutral.
  • Nachnutzung für regionale Leerstände.
  • Neues Leben im Ortskern.
  • Soziale Kontakte anstelle von sozialer Isolation im Home-Office. 

In welchem „Regionencluster“ (am besten mehrere Regionen) soll die Idee zuerst ausprobiert werden?

Besonders geeignet sind Regionen rund um Ballungszentren. In OÖ könnten die Randgemeinden des Städtedreieck Linz-Wels-Steyr herangezogen werden. Insbesondere Objekte an frequentierten Pendlerrouten sind interessant. 

Wie kann die Idee in andere Regionen Österreichs übertragen werden?

In OÖ haben sich Erfahrungsaustauschrunden gut etabliert. Eine professionell moderierte ExpertInnenplattform, die periodisch über konkrete Erfahrungswerte spricht und bei Bedarf externe BeraterInnen / ExpertInnen einbindet. 

Zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Roll-out ist, dass es in den betroffenen Regionen eine Basis-Community gibt, die mit ähnlichen Rollen besetzt ist. 

Wie ist die Idee nach der „How Now Wow Matrix“ zu klassifizieren?

How - Gründung und Etablierung einer Österreichischen Dachmarke: Co-Working Austria (einheitliche Buchungs- und Abrechnungssysteme, einheitliche Verträge, Beratung für Co-Work GründerInnen,...)
Now - Erfahrungsaustausch etablierter MarktteilnehmerInnen, Vernetzung der wichtigsten AkteurInnen am Markt, beginnend in OÖ
Wow - Paradigmenwechsel in etablierten Unternehmen: MitarbeiterInnen müssen nicht zwingend täglich in der Zentrale in Wien/Linz/Salzburg einpendeln. Once a week is enough.

Kontakt

Marina Schwenzner BA
Marina Schwenzner BA
Regionale Innovationssysteme
T +43 5 7755 3509
marina.schwenzner@ffg.at