Energy Transition 2050

Transitionsprozesse und Soziale Innovationen

Das Förderprogramm "Energy Transition 2050" unterstützt Forschung, die durch Soziale Innovationen und Transitionsprozesse den Energiewandel begünstigt bzw. beschleunigt.

Das Programm hat folgende Ziele:
1. das Wissen über und die Akzeptanz von Transitionsprozessen erhöhen;
2. das Handeln verschiedener Zielgruppen durch ein besseres Verständnis Sozialer Innovation fördern;
3. unter Berücksichtigung des sozioökonomischen Kontexts die Grundlagen für eine Veränderung bzw. bessere Steuerung der Transistionsprozesse liefern;
4. Kompetenzen und Kapazitäten zur nachhaltigen Dekarbonisierung aller Wirtschafts- und Lebensbereiche aufbauen und bereitstellen.
Programmeigentümer/Geldgeber
Zielgruppe Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Große Unternehmen (GU), Universitäten, Fachhochschulen, Kompetenzzentren, Forschungseinrichtungen, Einzel-ForscherInnen, Start-Up, (Gemeinnützige) Vereine, Gebietskörperschaften, Multiplikatoren / Intermediäre
Themenbereich Gesellschaft, Umwelt und Energie
Art des Angebots Förderung, Service, sonstige Dienstleistung
Förderinstrument C17 F&E-Dienstleistungen
FFG-Bereich Thematische Programme
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2016 trat die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in Kraft. Durch ihre universelle Gültigkeit und aufgrund des ganzheitlichen Entwicklungsansatzes, der Wirtschaft, Soziales und Ökologie gleichrangig berücksichtigt und dabei auch die Wahrung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Good Governance, Frieden und Sicherheit einfordert, stellt die Agenda 2030 ein Novum dar.

Österreich hat sich – gleich wie alle anderen UNO-Mitgliedstaaten – verpflichtet, auf die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDG) auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten.

Das Ziel 13 der SDG adressiert die Dringlichkeit umfassender Maßnahmen zum Klimaschutz im internationalen Maßstab.

Das Förderprogramm „Energy Transition 2050“ stellt sich bewusst in den Rahmen dieser globalen Ziele.

In die Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen der relevanten österreichischen Strategien und Planungen sollen Erkenntnisse, Maßnahmenvorschläge und erprobte Methoden aus den komplementären Forschungsfeldern der Transitionsforschung und Sozialen Innovation eingebracht werden. Der inter- und transdisziplinäre Austausch auf nationaler und internationaler Ebene liefert somit Impulse für eine systemische Perspektive auf die komplexen Wirkungszusammenhänge in der Energiepolitik.

„Energy Transition 2050“ befasst sich mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Zukunft. Im Vordergrund stehen Transitionsprozesse und Soziale Innovationen, welche die Energiewende beschleunigen und den Klimawandel auf ein beherrschbares Ausmaß begrenzen. Gerade die Systemdimension der Transition erfordert – über die singuläre Betrachtung hinausgehend – das Einbeziehen und Einordnen im sozioökonomischen Gesamtkontext.
 
„Energy Transition 2050“ fördert Forschung zu Prozessen des Wandels aus einer sozioökonomischem Perspektive, die auf die Erfüllung sozialer Bedürfnisse ausgerichtet ist. Der Förderschwerpunkt ermöglicht die Ausarbeitung von grundlagen- und anwendungsorientierten Forschungsfragen sowie die Analyse komplexer gesellschaftlicher Wirkungszusammenhänge, die überwiegend durch interdisziplinäre Forschungsansätze bearbeitbar sind.

Im Mittelpunkt von Energy Transition 2050 steht die konkrete Umsetzung der Energiewende in Österreich. Das Programm liefert damit essenzielle Beiträge zur Forschungs- und Innovationsstrategie ENERGIE des Klima- und Energiefonds, welche auf die Begrenzung des Klimawandels fokussiert. Die Ergebnisse werden komplementäre Sichtweisen auf bzw. Erklärungsmodelle zu den Prozessen des Wandels entwickeln, die beim Übergang zu einer weitgehend kohlenstofffreien Wirtschaft und Gesellschaft auftreten werden.

Auf diese Weise wird der Förderschwerpunkt dazu beitragen, dass die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Klimawandels als Auslöser für vielfältige gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen begriffen wird. Die gewonnenen Erkenntnisse können darüber hinaus in anderen thematischen Zusammenhängen gesellschafts- und wirtschaftspolitische Bedeutung erlangen.