Barbara Kitzler ist FEMtech Expertin des Monats Dezember

Die Bodenökologin Barbara Kitzler wurde von der FEMtech Jury zur Expertin des Monats Dezember gewählt.

Kitzler leitet die Abteilung für Bodenökologie am Bundesforschungszentrum für Wald in Wien und untersucht u.a. Treibhausgase aus unterschiedlichen Böden. „Wir sehen uns beispielsweise an, wie sich die Böden auf Grund von Klimaerwärmung und starken Niederschlägen verändern“, erklärt die Bodenökologin ihr Arbeitsgebiet.

Die 44‑jährige Oberösterreicherin ist aktuell am Projekt „Nitro Austria“ beteiligt. In dem vom Klima‑ und Energiefonds geförderten Projekt wird in verschiedenen Regionen Österreichs die Treibhausgasbilanz der Böden unter aktuellen und zukünftigen Klimabedingungen berechnet. Dabei wird festgestellt, inwiefern die Bewirtschaftung oder der Bodentyp die Gasemissionen oder das Nitrat im Grundwasser beeinträchtigen. „Viele Menschen sind sich der Bedeutung des Bodens für die Trinkwasser‑ und Nahrungsmittelqualität nicht bewusst. In ein paar Jahrzehnten könnte unser Boden nicht mehr so nutzbar sein wie jetzt, hervorgerufen durch die starken Verluste von fruchtbarem Boden durch Verbauung“, befürchtet die Bodenökologin. Kitzler studierte Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur und absolvierte das Doktoratsstudium zum Thema „Einfluss der Wälder Europas auf die Treibhausgasbilanz“ am Institut für Waldökologie. Zum Studium der Forstwirtschaft kam sie, weil ihre Eltern eine Landwirtschaft besaßen.

Für Kitzler ist die Möglichkeit junge Wissenschafterinnen zu unterstützen ein wesentlicher Bestandteil ihrer Tätigkeit. „Durch die FEMtech‑Praktika für Studentinnen konnten wir bereits einige sehr erfolgreiche Mitarbeiterinnen fördern“, erklärt Kitzler, die sich bereits in frühen Phasen mehr Unterstützung für Mädchen wünscht: „Es ist wichtig, bei der Unterstützung der Kinder sehr früh zu beginnen und speziell den Mädchen mehr Selbstvertrauen zu vermitteln, damit sie sich später durchsetzen können, und sie dazu motivieren, dass sie ebenso alles können wie die Burschen.“

Um die Leistungen von Frauen im Forschungs‑ und Technologiebereich sichtbar zu machen, zeichnet das bmvit seit 2005 Frauen aus der FEMtech‑Expertinnendatenbank aus. Monatlich werden drei Fachfrauen aus der FEMtech‑Expertinnendatenbank nominiert. Eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements wählt die FEMtech‑Expertin des Monats aus. Das ausführliche Porträt der "FEMtech‑Expertin des Monats" finden Sie auf www.femtech.at.

Mit FEMtech unterstützt das bmvit Frauen in Forschung und Technologie und schafft Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung. FEMtech setzt Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
+43 (0) 1 711 6265‑8014
sophie.lampl@bmvit.gv.at
www.bmvit.gv.at

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