Österreichs KMU bei EU-Förderung 2016 überdurchschnittlich erfolgreich

KMU-Instrument im EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 stark überzeichnet

Im Jahr 2016 konnten 19 Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) je 50.000 Euro Förderung für Machbarkeitsstudien einwerben (in der so genannten Phase 1). Die Erfolgsquote der Österreichischen KMU liegt mit 14,7 % fast doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.

Vier Unternehmen waren auch in der so genannten Phase 2 erfolgreich. Hier liegt die Erfolgsquote mit 8% ebenfalls signifikant über dem EU Durchschnitt von 5,8%. In der Phase 2 werden für den Markteintritt bis zu 2,5 Millionen Euro an Förderung gewährt. Seit dem Start des Programmes haben zehn KMU aus Österreich eine Phase 2-Förderung einwerben können. Fast alle der erfolgreichen Unternehmen aus Österreich haben auch schon vorab nationale Förderungen der FFG in Anspruch genommen.

Im gesamten EU-Programm Horizon 2020 liegt der Anteil der Beteiligungen von KMU bei 18,7 % (EU-Durchschnitt 18,4 %). Hinsichtlich der eingeworbenen Förderungen liegt der Anteil der österreichischen KMU an den Rückflüssen bei 15,5 % (EU-Durchschnitt 14,8 %).

Das KMU Instrument in Horizon 2020 soll bestehende Lücken für die Finanzierung von hochriskanter Forschung und Entwicklung bei KMU schließen, aber auch neue bahnbrechende Innovationen stimulieren. Zielgruppe sind hochinnovative KMU mit einer starken Orientierung auf Wachstum und Internationalisierung, unabhängig davon, ob es sich um High-Tech- und forschungsgetriebene  Unternehmen, oder um Unternehmen des Sozial- und Dienstleistungsbereiches handelt. Um eine Förderung können sich sowohl einzelne Unternehmen wie auch Konsortien bewerben.

Für das KMU Instrument gibt es 2017 folgende Einreichfristen ("Cut Off Dates"):
Phase 1: 05.02.2017, 03.05.2017, 06.09.2017, 08.11.2017
Phase 2: 18.01.2017, 06.04.2017, 01.06.2017, 18.10.2017