FFG FORUM 2015: Zusammenarbeit als Erfolgsrezept für Innovation

Mitterlehner: Top-Leistungen nur durch Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft möglich – Stöger: Stärken mit Industrie 4.0 und Breitbandausbau unseren Industriestandort

Wirtschafts- und forschungspolitische Strategien im Spannungsfeld von Wettbewerb und Kooperation standen im Mittelpunkt des diesjährigen FORUMs der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, das am 16. September rund 700 Spitzenvertreter aus Forschung und Innovation, aus Wirtschaft und Verwaltung im Wiener Museumsquartier versammelte.

Vizekanzler und Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner betonte dabei, dass die Konzentration auf Forschung und Entwicklung und die enge Zusammenarbeit der richtige Weg zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen sei. „Trotz schwierigen budgetären Rahmenbedingungen haben wir die Investitionen nicht gekürzt, sondern erweitert. Mit rund 3,8 Milliarden Euro sind  die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung so hoch wie noch nie zuvor. Das ist ein  klares Bekenntnis zur Wissensgesellschaft.“ Infrastruktur- und Technologieminister Stöger verwies auf die rasanten gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, und die Bedeutung einer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Instituten und der öffentlichen Hand. „Die Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen ist Voraussetzung für viele Innovationen. Wir schaffen dafür die geeigneten Rahmenbedingungen.“

Mitterlehner verwies darauf, dass  die Stärkung der Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter vorangetrieben werden müsse. Daher setze man einerseits auf bestehende Erfolgsprograme wie die COMET-Zentrum, wo aktuell eine Ausschreibung für sieben neue Zentren läuft, gleichzeitig wolle man auch den Wissenstransfer von den Hochschulen in die Wirtschaft weiter forcieren.  Mit neuen Initiativen und Programmen, wie der Gründungsoffensive, dem Alternativfinanzierungsgesetz – Stichwort Crowdfunding – und der Erhöhung der Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent seien weitere wichtige Schritte gesetzt worden.

Stöger verwies darauf, dass Technologiepolitik ein zentraler Baustein für eine gelungene Industrie- und Beschäftigungspolitik sei. Mit einem Bündel an Maßnahmen im Bereich Produktion und Industrie 4.0, der Breitbandmilliarde sowie maßgeblichen Investitionen im Bereich Unternehmensgründung und Weltraum werden der Standort Österreich gestärkt und optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geschaffen.

Innovation braucht Kooperation

Johann-Dietrich Wörner, neu bestellter Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA nannte die Zusammenarbeit im Bereich des Weltraums und insbesondere die seit mehr als 50 Jahren bestehende ESA als Best-Practice-Beispiel für die internationale Kooperation. Allerdings gebe es gerade im Weltraum auch zunehmende Konkurrenz durch neue staatliche und private Akteure. Daher brauche es eine starke Vernetzung, eine enge Koordination und eine klare Aufgabenverteilung zwischen den beteiligten Akteuren. „Wir brauchen ein ,United Space in Europe‘“, so Wörner.

FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell betonte die Rolle der FFG bei der Initiierung und Förderung von Forschungskooperationen: „Die FFG fördert Innovationen durch Know-how, Kooperationen und Finanzierungen. Sie vernetzt wichtige Akteure miteinander und sorgt für ein innovationsfreundliches Klima. Das unterstützt den Standort Österreich auf dem Weg in die Zukunft.“

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth verwies darauf, dass der Erfolg der FFG ebenfalls nur durch enge Kooperationen möglich sei, sowohl innerhalb Österreichs, mit den Ländern, Agenturen und Eigentümer-Ressorts, wie auch international. Die Erfolge in den EU-Forschungsprogrammen bewiesen, dass sich die heimischen Unternehmen und Institute in den internationalen Forschungsnetzwerke hervorragend hätten etablieren konnten.

FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner betonte den Mehrwert von Kooperationen, die durch die FFG-Programme initiiert und gefördert werden. Die Vorteile lägen auf der Hand: die Bündelung von Ressourcen, Arbeitsteilung, Know-how-Transfer, Stärkung des Standortes und die Förderung radikaler Innovationen durch ungewöhnliche Partnerschaften.

Rückfragenhinweis:

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
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Mail: felix.lamezan-salins@bmwfw.gv.at
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Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Christoph Ertl, Pressesprecher von Bundesminister Alois Stöger
+43 (0) 1 711 6265-8818
christoph.ertl@bmvit.gv.at
https://infothek.bmvit.gv.at

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
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Tel. +43 (0)664 8569028
gerlinde.tuscher@ffg.at
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