FFG FORUM 2017: Österreich muss Chancen der Digitalisierung gezielt nützen

Digitalisierung als zentrales Thema in der FFG: Mehr als 200 Millionen Euro im letzten Jahr an Förderungen vergeben

Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Technik und Gesellschaft standen im Zentrum des diesjährigen FFG FORUMs, das gestern, Donnerstag, im Wiener Museumsquartier mit über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Forschung und Innovation sowie Wirtschaft und Verwaltung über die Bühne ging. Bundesminister Jörg Leichtfried und Bundesminister Harald Mahrer sprachen dabei über bereits erfolgte politische Weichenstellungen und weitere künftige Herausforderungen und Notwendigkeiten. FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell und die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner verwiesen auf das breite Angebot der FFG an Förderungen und Dienstleistungen, um die Digitalisierung aktiv voranzutreiben.

Infrastruktur- und Technologieminister Jörg Leichtfried betonte den Stellenwert des Themas, nannte die Breitbandmilliarde als notwendige und wirksame Maßnahme für den Standort Österreich und lobte die Abwicklung durch die FFG. Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Harald Mahrer verwies auf internationale Entwicklungen, skizzierte die künftigen Herausforderungen durch die Digitalisierung und lud die FFG ein, sich stärker als „Think Tank“ einzubringen.

im Bild (v.l.n.r.): FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner, Bundesminister Jörg Leichtfried, FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell, FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth, Bundesminister Harald Mahrer. Foto: FFG/Klaus Morgenstern
 

„Das Förderspektrum der FFG adressiert aktuelle und künftige technologische Herausforderungen, die eng in Zusammenhang mit der Digitalisierung stehen und mittelbare sowie unmittelbare ökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen für uns alle bringen“, so die FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell. Es brauche neben der Infrastruktur „aber auch die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten“. Für den Ausbau der entsprechenden Humanressourcen gebe es im FFG-Portfolio zielgerichtete Förderprogramme.

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth unterstrich die bereits erfolgten Weichenstellungen auf diesem sich sehr rasant entwickelnden Gebiet. „Wir haben ein breites Instrumentarium, mit dem wir das Thema in Österreich vorantreiben. Wichtige Leitlinien dabei sind Vernetzung und Interdisziplinarität“, so Egerth. Sie verwies auch auf jährlich rund 70 Millionen Euro an Förderungen für Startups, darunter das kürzlich vorgestellte, neue Programm „Spin-off Fellowship“ des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner betonte die entsprechende Schwerpunktsetzung in der FFG: „Allein aus der Breitband-Milliarde des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie haben wir bisher über 200 Millionen Euro vergeben. Für die Informations- und Kommunikationstechnologien wurden im letzten Jahr rund 106 Millionen Euro aufgewendet, das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten bewilligten Förderungen.“ Weitere rund 120 Millionen Euro gingen in die Produktionstechnologien, die ebenfalls einen hohen IKT-Anteil haben (Stichwort Industrie 4.0).

Die FFG-Geschäftsführer betonten auch die Bedeutung der internationalen Vernetzung, die durch europäische und internationale Programme unterstützt wird. Aus dem EU-Programm Horizon 2020 konnten österreichische Organisationen bereits mehr als 100 Millionen Euro für IKT-Projekte einwerben.

Bei den Fachgesprächen am Nachmittag diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung im Rahmen von fünf Gesprächsrunden über die Bedeutung der Digitalisierung für den eigenen Lebens- und Arbeitsbereich, über Chancen und Risiken sowie die digitale Agenda Europas. Große Übereinstimmung bestand darin, dass Österreich offensiv mit dem Thema umgehen muss, um technologisch, aber auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben.


FFG FORUM 2017 >> DIGITALISIERUNG (Fotos Teil 1)

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