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ENIN - Frequently Asked Questions (FAQ)

Letzte Änderung am 18.10.2022

Offene Fragen beantworten wir gerne unter enin@ffg.at

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

1. ENIN Förderprogramm – Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastrukturen

Fördergegenstand

2. Fahrzeuge
3. Infrastruktur

Förderung

4. Allgemeines zur Förderung

Fördernehmer:innen

5. Wer ist förderbar?

Projekt

6. Gibt es Vorgaben zur Projektgröße?
7. Wird es Vorgaben zum Verhältnis von Nutzfahrzeug- zu Infrastrukturförderung geben?
8. Gibt es technologische Schwerpunkte?

Antragstellung

9. Ablauf der Antragstellung
10. Beratungsgespräch
11. Antragstellung im Detail

Bewertung

12. Bewertung der Förderungsanträge
13. Bewertungskriterium „Qualität“
14. Bewertungskriterium „Eignung der Projektbeteiligten“
15. Bewertungskriterium „Nutzung und Verwertung“
16. Bewertungskriterium „Relevanz eines Förderansuchens“
17. Wettbewerbliches Verfahren

Weitere FAQs

18. Änderungen im Projekt nach Förderzusage

19. Was passiert mit den abgelehnten Projekten?

20. Ökologische Bedingungen

21. Berichtspflichten

 

ALLGEMEINES

1. ENIN Förderprogramm – Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastrukturen

Das Förderprogramm „Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“ unterstützt Unternehmen bei der Umstellung auf nicht-fossil betriebene Nutzfahrzeuge (N1, N2, N3) sowie bei der Errichtung der für diese Nutzfahrzeuge erforderlichen Lade- bzw. Betankungsinfrastruktur.

Ausschreibungen im Rahmen des ENIN Förderprogramms finden in Form eines wettbewerblichen Verfahrens statt. Alle zeitgerecht eingereichten Projekte werden im Zuge einer Jurysitzung bewertet. Die Bewertung der Jury führt zu einer Reihenfolge (Ranking) der Förderanträge. Je nach Höhe der ausgeschriebenen Fördersumme werden die besten Projekte gefördert.

FÖRDERGEGENSTAND

Fördergegenstand sind sowohl Fahrzeuge als auch Infrastruktur.

 

2. Fahrzeuge

2.1. Was ist förderbar?

  • 80% der Investitionsmehrkosten für die Anschaffung emissionsfreier Nutzfahrzeuge (Neufahrzeuge, Tageszulassungen wie Vorführ-, Service-, Funktionsfahrzeuge deren Erstzulassung beim Händler vor max. 12 Monaten erfolgt ist und keine Förderung im Rahmen des Aktionspakets „E-Mobilität“ des Bundes bereits durch den Händler für das Fahrzeug bezogen wurde.)
    • N1: Förderung des ganzen Fahrzeuges
    • N2, N3: Förderung des Fahrgestells und der Aufbauten, wenn diese CO2 einsparen
    • Elektrisch betriebene Nebenaggregate, Aufbauten bzw. verbundene Geräte (maximal eine Einheit pro angeschafftem emissionsfreien Nutzfahrzeug)

Mehrkosten bei der Anschaffung von emissionsfreien Fahrzeugen:

  • Diese sind für Nutzfahrzeuge der Klasse N1 definiert als Prozentwert des Nettokaufpreises des emissionsfreien Fahrzeuges (rechtsgültiger Kaufvertrag). Der definitive Prozentwert wird im Ausschreibungsleitfaden bekannt gegeben. 
  • Diese sind für Nutzfahrzeuge der Klasse N2, N3, Sattelzugfahrzeuge und Sonderfahrzeuge definiert als die Differenz zwischen dem Nettokaufpreis des emissionsfreien Fahrzeuges (rechtsgültiger Kaufvertrag) und des durchschnittlichen Nettokaufpreises eines konventionellen Referenzfahrzeuges gleicher Größenkategorie und Ausstattung der Klasse Euro VI (die Referenzwerte werden auf der Grundlage durchschnittlicher Marktpreise erhoben und im Rahmen der Ausschreibungen festgelegt).

Förderbar sind die tatsächlich angefallenen Kosten. Die im Antrag eingereichten Kosten stellen aber die Basis für die Berechnung der maximalen Fördersumme dar.

2.2. Welche Typen von Fahrzeugen werden gefördert?

  • Batterie-elektrische Nutzfahrzeuge, die ohne zusätzliche Energieerzeugung im Fahrzeug rein elektrisch angetrieben werden.
  • Oberleitungs-Nutzfahrzeuge, die ihren Fahrstrom mittels Stromabnehmern aus einer über der Fahrbahn gespannten Oberleitung beziehen. Zur Überbrückung oberleitungsfreier Strecken müssen sie ebenfalls ausschließlich emissionsfrei angetrieben werden (batterie-elektrisch).
  • Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb (H2-Nutzfahrzeug) die ohne zusätzliche Energieerzeugung im Fahrzeug angetrieben werden.
  • Nutzfahrzeuge mit hybriden Antrieben aus den oben genannten Technologien z.B.: Batterie mit Oberleitung.

2.3. Was ist nicht förderbar?

  • (Plug In) Hybridfahrzeuge, Fahrzeuge mit fossilem Range Extender
  • gasbetriebene Fahrzeuge
  • Fahrzeuge mit Verbrennungskraftmaschienen z.B.: Hubkolbenmotoren
  • laufende Betriebsausgaben von Fahrzeugen
  • Mehrkosten für fossil betriebene Zusatzausstattungen (z.B.: fossile Fahrzeugheizungen)
  • Betriebskosten

 2.4.  Ist Leasing oder Mietkauf von Fahrzeugen als Finanzierungsform förderbar?

  • Leasingvarianten, bei denen sich das Investitionsgut im wirtschaftlichen Eigentum des Leasingnehmers befindet, sind möglich.
  • Fördernehmer kann entweder der Leasingnehmer oder Leasinggeber sein.
  • Fahrzeuge die mittels Mietkauf angeschafft werden, müssen vor dem Ende der Projektlaufzeit in das Eigentum des Projektwerbers/der Projektwerberin übergehen.

 

3. Infrastruktur

3.1. Was ist förderbar?

  • 40% Förderung der Netto-Anschaffungskosten für Lade- und Wasserstoffbetankungsinfrastruktur
  • 60 % Förderung der Netto-Anschaffungskosten für Lade- und Wasserstoffbetankungsinfrastruktur bei Terminalverkehr

Es muss ein unmittelbarer räumlicher/technischer Zusammenhang zur Anschaffung von emissionsfreien Nutzfahrzeugen bestehen (die Anschaffung von Betankungsinfrastruktur ohne die Anschaffung von Fahrzeugen ist NICHT förderbar).

  • Planungs- und Umsetzungskosten. Diese sind nachzuweisen durch:
    • Lieferantenrechnungen
    • Drittleisterrechnungen

Grundsätzlich ist eine „optimale“ Ausnutzung der geförderten Investitionsgüter aus wirtschaftlichen Gründen sowohl im Sinne des Fördergebers als auch der Fördernehmer:innen. Lade- und Betankungsinfrastruktur auf öffentlichem Grund muss Dritten zu marktüblichen Preisen und Konditionen zur Verfügung gestellt werden. Lade- und Betankungsinfrastruktur auf dem Betriebsgelände der Fördernehmer:innen soll, soweit sie sich an öffentlich zugänglichen Orten befindet, nach Möglichkeit Dritten zugänglich gemacht werden, soweit dadurch keine Nutzungskonflikte mit dem „Hauptnutzer“ entstehen und die Nutzung durch Dritte zu marktüblichen Preisen und Konditionen erfolgt.

Förderbar sind die tatsächlich angefallenen Kosten. Die im Antrag eingereichten Kosten stellen aber die Basis für die Berechnung der maximalen Fördersumme dar.
 

3.2. Welche Kosten für Infrastruktur werden gefördert?

  • Planungskosten des Gesamtkonzeptes (Drittleisterkosten)
  • Planung und Errichtung von Ladestellen/H2 Tankstellen inkl. der erforderlichen Baumaßnahmen im unmittelbaren Umfeld
  • Elektrisch betriebene Nebenaggregate, Aufbauten bzw. verbundene Geräte (maximal eine Einheit pro angeschafftem emissionsfreien Nutzfahrzeug)

Die "spezifischen förderbaren Kosten" werden im ENIN Ausschreibungsleitfaden aufgelistet.

3.3. Was ist nicht förderbar?

  • Kosten für die Energiegewinnung (Photovoltaik-Anlagen, Elektrolyseanlagen)
  • Investitionen in erforderliche Upgrades der übergeordneten Elektrizitätsversorgung, die im Einflussbereich des Netzbetreibers/Elektrizitätsanbieters liegen
  • Netzanschlusskosten
  • Eigenleistungen
  • Garagen, Depots & Werkstätten
  • Schulungskosten
  • Finanzierungskosten, Geldverkehrs- und Mahnspesen
  • Neu errichtete Zuleitungen
  • Reparatur- und Instandhaltungskosten
  • Stern, allfällige Abgaben und Gebühren
  • Grundstücks- und Aufschließungskosten 
  • Ladestationen, für die ein gesetzlicher oder behördlicher Auftrag zur Errichtung besteht
  • Die Neuerrichtung von Bauten ist im Allgemeinen nicht förderbar, nur soweit ein direkter Zusammenhang mit der Anschaffung von emissionsfreien Nutzfahrzeugen gegeben ist. 
  • Infrastruktur ist nicht ohne Anschaffung emissionsfreier Nutzfahrzeuge förderbar.
  • Begleitende Maßnahmen zu Nutzfahrzeugen und Infrastruktur werden nicht gefördert, außer diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem Ankauf der Nutzfahrzeuge (z.B.: extern beauftragter Schulungsaufwand für die neue Antriebstechnologie).

Es ist davon auszugehen, dass es für die Anschaffung der Infrastruktur und die Anschaffung der emissionsfreien Nutzfahrzeuge jeweils einer eigenen Ausschreibung bedarf. Das Zusammenspiel zwischen dem Ankauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur ist im Förderantrag darzustellen. Der Ankauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge ist auch ohne der dazugehörigen Infrastruktur förderbar.

 

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FÖRDERUNG

4. Allgemeines zur Förderung

4.1 Ab welchem Zeitpunkt sind Ausgaben förderfähig?

  • Aktueller Status: Anrechenbarkeitsstichtag ist der Tag nach Einreichung des Förderantrages bei der FFG
  • Es werden nur Kosten anerkannt, die in die förderbaren Kostenkategorien fallen, nachweislich nach Einreichung des Vorhabens angefallen sind und nach dem vertraglich festgelegten Projektbeginn entstanden sind.
  • Der Beginn einer Leistung liegt dann vor, sobald eine rechtsverbindliche, der Ausführung zuzurechnende Verpflichtung aufgrund eines entsprechenden Lieferungs- und Leistungsvertrages (z.B. verbindliche Bestellung, Abschluss eines Kaufvertrags, Rahmenvereinbarungsabruf) oder eine andere rechtliche Verpflichtung, welche die Investition unumkehrbar macht, eingegangen wurde. Alle Maßnahmen die der Planung eines Vorhabens zuzurechnen sind (z.B. die Durchführung eines vergaberechtlichen Verfahrens bis zur Zuschlagsentscheidung), werden nicht als Beginn der Leistung gewertet.
  • Der Abruf (während des Projektzeitraums) zur Lieferung von emissionsfreien Fahrzeugen auf Basis einer (vor Anrechenbarkeitsstichtag abgeschlossenen) Rahmenvereinbarung mit einem Fahrzeuglieferanten ist förderbar.
  • Aus derzeitiger Sicht gilt für die Planungsleistungen derselbe Stichtag.
  • Da im Förderprogramm ENIN keine Forschungstätigkeiten gefördert werden, kann für diese Aktivitäten keine Forschungsprämie beantragt werden.
  • Die kombinierte Beantragung von ENIN und EBIN Projekten ist nicht möglich, aber getrennt beantragte ENIN und EBIN Projekte können sich in der Beschreibung der tatsächlichen Nutzung der Infrastruktur aufeinander beziehen.


4.2 Sind weitere Förderungen/Beihilfen zulässig?

  • Beihilfen auf Basis dieser Richtlinie dürfen nicht mit Mitteln für dieselben beihilfefähigen Kosten von EU-Programmen oder Instrumenten kombiniert werden, da es sich bei der ersten Ausschreibung um Mittel aus dem Österreichischen Wiederaufbau und Resilienz Plan (Recovery & Resilience Fonds) handelt.
  • Aus derzeitiger Sicht kann für ein- und denselben Gegenstand nur eine Förderung bezogen werden, d.h. für ein emissionsfreies Nutzfahrzeug, dessen Mehrkosten durch ENIN gefördert werden, können keine zusätzlichen EU Mittel beantragt werden. 
  • Da die max. zulässigen Förderhöhen bereits ausgeschöpft werden, sind weitere Beihilfen nicht möglich.


4.3 Was sind die zeitlichen Rahmenbedingungen?

  • 2022 sind 2 Ausschreibungen geplant. Voraussichtlich werden in den Jahren 2023, 2024 und 2025 zwei bis drei Ausschreibungen pro Jahr folgen.
  • Die erste und zweite Ausschreibung starten voraussichtlich zeitgleich Ende 2022
  • Insgesamt sind € 365 Mio Förderung für das ENIN Programm vorgesehen.
  • In der ersten Ausschreibung stehen voraussichtlich ca. € 35 Millionen aus RRF Mittel für Fahrzeuge der Klasse N1 zur Verfügung.
  • In der zweiten Ausschreibung stehen voraussichtlich ca. € 50 Millionen aus nationalen Mitteln für Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 zur Verfügung.   
  • Der Bewertungsprozess wird ungefähr 4 Monate nach Öffnung der jeweiligen Ausschreibung abgeschlossen sein
  • Es ist eine Betriebs- und Behaltepflicht von mind. 5 Jahren ab Inbetriebnahme zu berücksichtigen.
  • Im Falle der Veräußerung oder sonstigen Außerbetriebnahme jedes von der Förderung umfassten Fahrzeuges innerhalb von fünf Jahren nach Inbetriebnahme, ist die FFG unverzüglich schriftlich zu informieren.
  • Die Projekte der ersten Ausschreibung müssen bis spätestens 31.12.2025 abgeschlossen sein.
  • Voraussichtlich wird es ab 2023 eine eigene Ausschreibung speziell für Sonderfahrzeuge und Umrüstungen (Müllfahrzeuge, Feuerwehrfahrzeuge, kommunale Fahrzeuge) geben.

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FÖRDERNEHMER:INNEN

5. Wer ist förderbar?

  • außerhalb der österreichischen Bundesverwaltung stehende natürliche oder juristische Personen
  • Konsortien von außerhalb der österreichischen Bundesverwaltung stehende natürliche oder juristische Personen
  • Unternehmen aus dem Ausland müssen über einen Standort in Österreich verfügen.
  • Die Fahrzeugzulassung muss in Österreich erfolgen

Gefördert werden die Kosten des wirtschaftlichen Eigentümers/der wirtschaftlichen Eigentümerin

  • Fahrzeugförderung z.B.:
    - Betreiber der Nutzfahrzeuge
  • Infrastrukturförderung z.B.:
    - Infrastrukturbetreiber:innen

Die Berechtigung zur Antragstellung kann für Fördernehmer:innen bzw. Beteiligte in den spezifischen Ausschreibungen aus sachlichen bzw. förderungspolitischen Gründen eingeschränkt werden.

Öffentliche Stellen/Auftraggeber können über die BBG Fahrzeuge beschaffen, dadurch entfällt die öffentliche Ausschreibung (Kontakt: Mag. Michael Durchschlag, Vertrags- und Qualitätsmanager Mobilität +43 664 96 49 153, Mail: michael.durchschlag@bbg.gv.at).

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PROJEKT

6. Gibt es Vorgaben zur Projektgröße?

  • Aus derzeitiger Sicht wird es eine Mindest - Projektgröße für N1 Fahrzeuge geben (voraussichtlich mindestens 3 Fahrzeuge).
  • Derzeit ist keine Mindest – Projektgrößemfür N2 und N3 Fahrzeuge vorgesehen
  • Voraussichtlich wird die Maximalprojektgröße für die erste und zweite Ausschreibung € 25 Mio (Fördersumme) betragen.

7. Wird es Vorgaben zum Verhältnis von Nutzfahrzeug- zu Infrastrukturförderung geben?

  • Die Förderhöhe für die Anschaffung der Infrastruktur soll die Förderhöhe für die Anschaffung der emissionsfreien Nutzfahrzeuge nicht übersteigen.
  • Zu beachten ist, dass sich die Höhe der Infrastrukturkosten auf das Bewertungskriterium „Gesamtförderung je erbrachtem Wagenkilometer“ auswirkt.

8. Gibt es technologische Schwerpunkte?

  • Nein, sowohl batterieelektrisch-, wasserstoffbetriebene- als auch Oberleitungs- Nutzfahrzeuge stehen miteinander im wettbewerblichen Verfahren.
  • Gemischte Anträge von elektro- und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen sind möglich und es gibt keine Vorgaben bezüglich Mindestanteilen.

 

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ANTRAGSTELLUNG

9. Ablauf der Antragstellung

  • Erstellung einer Projektskizze durch den Antragsteller bzw. das antragstellende Konsortium
  • Antragstellung bei FFG (online im eCall), am Ende dieser Seite finden Sie im Downloadbereich eine Anleitung für die eCall Antragstellung
  • Die zum jeweiligen Einreichstichtag vorliegenden Förderanträge werden nach einem wettbewerblichen Verfahren im Zuge einer Jurysitzung bewertet
  • Die Bewertung der Jury führt zu einer Reihenfolge (Ranking) der Förderanträge
  • Je nach Höhe der ausgeschriebenen Fördersumme werden die besten Projekte gefördert.
  • Förderempfehlungen an das BMK
  • Förderentscheidung durch das BMK (Zusage/Absage)

"Öffnung des Calls Wird bekannt gegeben, sobald alle formalen Entscheidungen auf Programmebene gefallen sind Antragsrelevante Dokumente bei FFG verfügbar (Ausschreibungsleitfaden, online Formular)  Antragstellung Vorbereitung durch den Förderwerber jederzeit Beratung von der Abwicklungsstelle möglich Eventuell Abhaltung eines verpflichtenden Beratungsgespräches  Einreichung des Förderantrages bei FFG (ANRECHENBARKEITS-STICHTAG!)  Förderentscheidung Bewertung und Ranking der Förderanträge (Jurysitzung) Förderentscheidung aufgrund der Empfehlung der Jury durch das BMK Förderabsage, -zusage durch die FFG Fördervertrag mit der FFG  Umsetzung und Monitoring Projektstart  frühestens am Tag der Projekteinreichung Umsetzung des Projektes und Übermittlung von (Zwischen-)Abrechnungen – Prüfung durch FFG und Auszahlung an Konsortial-führer Monitoring der Betriebs- und Behaltepflicht (5 Jahre)"

10. Beratungsgespräch

Sinnvoll ist die Vorlage der Grobplanung des Gesamtprojektes. Folgende Inhalte sind im Beratungsgespräch vorzustellen und zu diskutieren:

  • Anzahl und Technologie der anzuschaffenden Nutzfahrzeuge, inkl. etwaiger Reservefahrzeuge, anfallende Mehrkosten zu einem vergleichbaren Dieselfahrzeug
  • Bei Mischbetrieb: Anzahl emissionsfreier Nutzfahrzeuge im Verhältnis zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.
  • Gesamt - Wagenkilometer/Jahr
  • Gesamt - Jahreskilometer
  • Position und Dimensionierung der Lade-/Betankungseinrichtungen (existent/im Rahmen des Projektes umzusetzen), Kosten der Umsetzung
  • Zeitplan
  • Informationsgespräche sind ab sofort möglich

11. Antragstellung im Detail

  • Die erste Ausschreibung startet voraussichtlich Ende 2022
  • Einreichung des Förderantrags bis zum angegebenen Ausschreibungsende
  • Antragstellung erfolgt ausnahmslos im eCall System der FFG

 

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BEWERTUNG

12. Bewertung der Förderungsanträge

Die Bewertung der Förderungsansuchen erfolgt anhand folgender vier (qualitativen und quantitativen) Hauptkriterien:

  • Qualität des Förderungsansuchens (qualitative Bewertung)
  • Eignung der Projektbeteiligten (qualitative Bewertung)
  • Nutzen und Verwertung (qualitative Bewertung)
  • Relevanz des Förderungsansuchens in Bezug auf die Ausschreibung (quantitative Bewertung)

Die Gewichtung der vier Hauptkriterien sowie die Konkretisierung mittels Subkriterien findet sich im jeweiligen Ausschreibungsleitfaden. Für die Beurteilung wird immer das Gesamtkonzept des jeweiligen Projekts betrachtet.

Die Bewertung der Förderansuchen erfolgt durch interne und externe Expert:innen.

13. Bewertungskriterium „Qualität“ (Gewichtung 25%)

Planung - Gesamtkonzept:
Das Gesamtkonzept beschreibt, wie die Fahrzeugflotten eingesetzt werden sollen und welcher Nutzen sich daraus ergibt. Folgende Punkte sollten darin berücksichtigt werden:

  • wie, wo und wofür werden die Fahrzeuge eingesetzt
  • welche Lade-/Betankungsmaßnahmen sind geplant
  • wann werden Fahrzeuge und Infrastruktur angeschafft
  • gibt es Besonderheiten (Erschwernisse, Topographie,…)
  • ggf. positive Effekte des Konzepts mit Marktstudien, Gutachten, Routensimulationen, usw. belegen

Nachvollziehbarkeit – technische Beschreibung:
Begründen Sie nachvollziehbar die Wahl der Antriebstechnologie (Plausibilität), den Fahrzeugeinsatz und die Kostendarstellung (auch das Verhältnis der Kosten der Fahrzeuge zu den Infrastrukturkosten). Es ist vorgesehen, dass aus technischer Perspektive ein Vergleich zwischen dem Ist-Zustand und dem geplanten Fahrzeugeinsatz sowie die Leistungsdaten der Fahrzeuge und Infrastruktur beschrieben werden.

Nachhaltigkeit:
Beschreiben sie die positiven Auswirkungen des Projektes in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele (Reduktion der Treibhausgase, Relation zu den Sustainable Development Goals (SDG) 13 „Maßnahmen zu Klimaschutz“ und die Auswirkung dieser).

14. Bewertungskriterium „Eignung der Projektbeteiligten“ (Gewichtung 5%)

  • Führen sie die erforderlichen Ressourcen, Kompetenzen und Qualifikationen der Projektbeteiligten sowie der Partner (Hauptaufgabe im Projekt, projektrelevante Infrastruktur, Aufgaben von Drittleistern) an.

15. Bewertungskriterium „Nutzung und Verwertung“ (Gewichtung 30%)

  • Wirtschaftlichkeit:

Legen sie die technologischen Alternativen mit nachvollziehbarer Wirtschaftlichkeitsrechnung über die Gesamtnutzungsdauer der Fahrzeuge und Infrastruktur (Life Cycle Cost Berechnung - LCC), die wirtschaftlichen Auswirkungen, Vergleich mit dem Istzustand und die Beeinflussung der Förderung in Bezug auf das Projekt dar.

  • Gesellschaftlicher Nutzen:

Beschreiben sie den gesamtgesellschaftlichen Nutzen (z.B.: Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, Lärmreduktion, Luftverbesserung, optimierte Routenplanung für effizienten Energie- und Fahrzeugeinsatz).

16. Bewertungskriterium „Relevanz eines Förderansuchens“ (Gewichtung 40%)

  • Zielsetzung:

Inwieweit werden die Ausschreibungsziele erfüllt? Erläutern sie die Anzahl der geförderten Fahrzeuge und deren Integration in den Fuhrpark, die Fördereffizienz der Fahrleistung (Gesamtförderung über die 5 Jahre Behaltefrist bezogen auf die Anzahl der Wagenkilometer), sowie die Fördereffizienz der Treibhausgasminderung, (Gesamtförderung je eingesparter Tonne CO2 über die 5-jährige Behaltefrist).

  • Anreizwirkung:

Beschreiben sie inwieweit die Förderung die Umsetzung des Projektes beschleunigt oder überhaupt erst möglich macht, bzw. vergrößert oder die Planung verändert, sollte es zu keiner Förderung kommen.

  • Wie wird die Bewertung der CO2 Einsparung durchgeführt, was wird alles berücksichtigt?

Die Bewertung der CO2 Einsparung erfolgt wie im Ausschreibungsleitfaden angegeben. Für die Berechnung der CO2-Einsparung wird eine Formel hinterlegt sein, die auf den geleisteten Wagenkilometern aufbaut. Der Durchrechnungszeitraum für die Wagenkilometer beträgt 5 Jahre.

17. Wettbewerbliches Verfahren

  • Die Bewertungen der Jury führt zu einer Reihenfolge (Ranking) der Förderanträge
  • Bei einer Überzeichnung der Ausschreibung (mehr Fördermittel werden beantragt als Budget zur Verfügung steht) erfolgt die Förderempfehlung nach dem Ranking, dies kann zu einer Ablehnung „aus budgetären Gründen“ führen.

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WEITERE FAQS

18. Änderungen im Projekt nach Förderzusage

  • Förderbar sind die tatsächlich angefallenen Kosten. Die im Antrag eingereichten Kosten stellen die Basis für die Berechnung der maximalen Fördersumme dar.
  • Nachvollziehbare und gut begründete Änderungen sind möglich, diese sind jedenfalls der FFG schriftlich zur Kenntnis zu bringen. Eine Zustimmung der FFG zu Änderungen ist erforderlich.

19. Was passiert mit den abgelehnten Projekten?

  • Abgelehnte Projekte können bei der nächsten Ausschreibung neu eingereicht werden.

20. Ökologische Bedingungen

  • Erneuerbare Energie – ausschließlicher Einsatz von erneuerbarer Energie ist erforderlich mit Bestätigung der Energieversorger für den gesamten Zeitraum des Projekts und muss für die Dauer der Betriebspflicht von 5 Jahren nachgewiesen werden.
  • DNSH – die geförderten Investitionen in ENIN müssen den Grundsätzen der „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen“ („Do No Significant Harm“ DNSH) entsprechen. Für die Antragstellung ist eine pauschale Absichtserklärung im eCall ausreichend. Im Zuge der Projektlaufzeit und Betriebspflicht kann es zu Überprüfungen dieser kommen.
  • RED II (Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen) – Kriterien für Wasserstoff werden in der Ausschreibung 2022 voraussichtlich noch nicht angewandt. Planen Sie ihr Projekt dennoch so, dass es mittelfristig auf RED – Kompatibilität umgestellt werden kann.
  • SDG 13 - Die Erfüllung des Nachhaltigkeitsziels 13 "Maßnahmen zum Klimaschutz" wird bei der Antragstellung im eCall abgefragt. Nachweise sind möglicherweise in der Projekt- und Monitoringphase zu erbringen.

21. Berichtspflichten

  • Die Fördernehmerin/der Fördernehmer hat über die Durchführung des geförderten Vorhabens mittels Vorlage von fachlichen Berichten (Zwischen- und Endberichten) und Abrechnungen zu berichten. Die Berichts- und Abrechnungslegung hat via eCall (https://ecall.ffg.at) zu erfolgen. Die von der FFG bereitgestellten Formulare sind verpflichtend zu verwenden. Auf Anfrage sind der FFG weitere Unterlagen vorzulegen. 

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Die FAQ werden zu allgemeinen Informationszwecken zur Verfügung gestellt und dürfen nicht als vollständig oder für jede Situation anwendbar angesehen werden. Sie stellen die Meinung und Auslegung der FFG dar und haben keine rechtliche Bindung.
 

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