FFG vernetzt >> Forschungskooperationen mit China werden weiter ausgebaut

Drei Projekte im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zum Thema "ICT of the Future" gefördert – Fördervolumen von einer Million Euro

Die Forschungskooperationen zwischen Österreich und China werden weiter ausgebaut: Im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung, die auf der Kooperationsvereinbarung der Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences,CAS) basiert, werden drei Forschungsprojekte gefördert, die in der Ausschreibung zum Thema "ICT of the Future" überzeugt haben. Das Fördervolumen von österreichischer Seite, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), liegt bei einer Million Euro, die Förderlaufzeit für die Projekte beträgt bis zu drei Jahre. An der Spitze der drei Projektkonsortien stehen die TU Wien (Centre for Computational Complex Systems; Projekt "Visual Analysis of Scientific Publications"), das Austrian Institute of Technology (AIT; Projekt "ICT for the epilepsy treatment pathway") sowie das Unternehmen AVL List (Projekt "Real-time Simulation of Multiple Connected Autonomous Vehicles").

 

Ziel der Forschungskooperationen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (Information and Communication Technologies, ICT) ist die Stärkung des Innovationspotenzials beider Länder, etwa durch den verbesserten Zugang der Industriepartner zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. Weiters sollen die europäischen und internationalen Kooperationen und Netzwerke zur Lösung interdisziplinärer Herausforderungen in der Forschung sowie die Forschungskompetenz im Bereich der intelligenten Datenanalyse ausgebaut werden.

 

Weitere Kooperationsmöglichkeiten mit China
Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften gab es zuletzt im Forschungsprogramm "Produktion der Zukunft" einen bilateralen Call zum Thema Nanotechnologie. Weiters gibt es ein Abkommen mit der Shanghai Universität, wo es ebenfalls im Rahmen von "Produktion der Zukunft" regelmäßig bilaterale Calls im Bereich Nanotechnologien gibt. Ebenso Kooperationsmöglichkeiten bietet das Austrian-Guangdong Forschungskooperationsprogramm, das darauf abzielt, gemeinsame Forschungsprojekte von Unternehmen und Forschungseinreichungen aus Österreich und der Provinz Guangdong (China) zu ausgewählten Themen zu fördern.
 

Eine zentrale Anlaufstelle für europäische Akteure im Bereich Forschung, Technologie und Innovation in China wurde im Oktober 2017 mit dem Netzwerk ENRICH-China (European Network of Research and Innovation Centres and Hubs) geschaffen. ForscherInnen an Hochschulen und in Unternehmen, die ihre Zusammenarbeit mit chinesischen AkteurInnen ausbauen und bspw. mit ihren Technologien in den chinesischen Markt einsteigen wollen, können nun auf konkrete Unterstützung und umfassende Informationen vor Ort (Beijing sowie Chengdu) zurückgreifen. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist im Projektkonsortium vertreten und gestaltet auf diesem Weg die im EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" geförderte Initiative aktiv mit.
 

Weiters hat die FFG die Koordinierungsrolle im Management Board der Joint Programming Initiative (JPI) Urban Europe inne und ist daher maßgeblich an der in diesem Rahmen ebenso forcierten Kooperation mit China beteiligt (gemeinsamer Call mit der National Science Foundation of China, Kooperationsabkommen mit dem Chinese Centre for Urban Development und der Chinese Academy of Urban Planning and Design). Darüber hinaus ist die FFG Partnerin im "Horizon 2020"-Projekt URBAN-EU-CHINA.