Nachwuchsforscher in Österreich schreiben ERC-Erfolgsgeschichte mit 16 „Starting Grants“ weiter

FFG-Geschäftsführerin Egerth begrüßt EU-Forschungsgeneraldirektor Smits zu Austausch in der FFG – letzte „Horizon 2020“-Ausschreibung startet im Herbst – umfassende Unterstützung durch FFG

„Nachwuchsforscher in Österreich schreiben die ERC-Erfolgsgeschichte mit 16 ‚Starting Grants‘ weiter und holen bis zu 24 Millionen Euro für exzellente Forschung nach Österreich“, freut sich Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG über das beeindruckende Abschneiden in der aktuellen Antragsrunde. Anlässlich eines Besuchs von Robert-Jan Smits, Generaldirektor für Forschung und Innovation in der Europäischen Kommission, betonte die FFG-Geschäftsführerin die umfassende Unterstützung und Informationstätigkeit der FFG, die als Nationale Kontaktstelle (NCP) in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission sowie nationalen Partnern agiert.

Weitere Themen des Austausches in den FFG-Räumlichkeiten im „Haus der Forschung“ waren das generelle Abschneiden Österreichs im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ sowie die Gestaltung des Nachfolgeprogramms, die wesentlich auch während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 erfolgen wird. „Österreich wird hier wichtige Weichenstellungen entscheidend mitgestalten und damit wesentlich zur Weiterentwicklung des europäischen Forschungsraumes beitragen können“, betont Smits.

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth und der Generaldirektor für Forschung und Innovation in der Europäischen Kommission, Robert-Jan Smits. Foto: FFG

Die nun bekannt gegebenen Ergebnisse der Ausschreibung des Europäischen Forschungsrates (ERC) zeigen: 16 Nachwuchsforscher an Österreichs Universitäten und Forschungseinrichtungen konnten mit ihren Forschungsvorhaben überzeugen. Sie erhalten einen jeweils mit bis zu 1,5 Millionen Euro dotierten „Starting Grant“, der ihnen die Durchführung ihrer Grundlagenforschungsprojekte für fünf Jahre ermöglicht. Die inhaltliche Bandbreite reicht dabei von der Chronologie von Pharaonen-Dynastien über Krebsforschung bis hin zur Entwicklung von Robotern aus Hydrogelen. Vier der hochdotierten ERC-Grants gehen an ForscherInnen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, drei an ForscherInnen der Universität Wien, jeweils zwei an ForscherInnen der TU Wien und des IST Austria und jeweils ein Grant an ForscherInnen der Universität Klagenfurt, der Universität Linz, der Montanuniversität Leoben, der Universität für Bodenkultur Wien und des Instituts für molekulare Pathologie in Wien.

Im Herbst startet dann die letzte und eine der bisher größten Ausschreibungsrunden des EU-Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“: Für die Jahre 2018/2019 stehen den ForscherInnen 30 Milliarden Euro zur Verfügung. Über Schwerpunktsetzungen und aktuelle Entwicklungen wird die FFG in einer Informationsveranstaltung am 28. September 2017 umfassend informieren. Bereits geöffnet wurde kürzlich der Call für „ERC Proof of Concept Grants“: Ab sofort können sich jene WissenschaftlerInnen bewerben, die einen ERC-Grant erhalten haben und ihre Forschungsergebnisse hinsichtlich ihres Potentials für vermarktbare Innovationen testen wollen. Für diese Ausschreibungsrunde stehen 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit ihrer zielgruppenspezifischen Beratung und umfassenden Informationstätigkeit stellt die FFG ein wichtiger Partner für ForscherInnen, Unternehmen, KMUs und Stakeholder in Österreich dar. Jährlich stehen ExpertInnen der FFG für rund 5.000 Beratungsgespräche zum EU-Foschungsrahmenprogramm zur Verfügung. „Unser fundiertes Beratungsangebot und unser One-stop shop wirken, das zeigt auch die erfreuliche Erfolgsquote von 16,6 Prozent“, betont Egerth. Insgesamt sind seit Beginn des Programms rund 720 Millionen Euro nach Österreich geflossen. „Österreich konnte sich in ‚Horizon 2020‘ steigern: Die österreichischen Anteile sind gestiegen und die Erfolgsquote liegt über dem EU-Schnitt“, so Smits, der auch die umfassenden Tätigkeit der FFG als einen wesentlichen Erfolgsbaustein nannte.