Energiewende im Realbetrieb: Klimaschutzministerium öffnet 3. Ausschreibung zum Förderprogramm Energie.Frei.Raum

2,0 Mio € für innovative Forschungs- und Demonstrationsprojekte im Fördertopf

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Herausforderungen, den Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit und den nationalen Klima- und Energiezielen werden weitere rund 2,0 Mio. Euro für neue Projekteinreichungen im Rahmen des „Energie.Frei.Raum“ zur Verfügung gestellt. Die Projekte sollen den Systemumbau von erneuerbaren Energietechnologien sowie von Speicher- und Energieeffizienztechnologien, etwa durch den Einsatz innovativer Geschäftsmodelle, adressieren. Die Ausschreibung läuft bis März 2023.

Zur Ausschreibung Energie.Frei.Raum

„Um unsere Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit zu stärken braucht es eine rasche Energiewende, die mit Ideen aus der Forschung und deren direkten Umsetzung im Energiesystem unterstützt wird“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Dafür sollen mit regulatorischen Sandkästen (regulatory sandboxes) und geförderten Projekten Lösungsansätze zu Fragen zu Netznutzungsentgelten, Stromversorgung, erneuerbarem Wasserstoff und erneuerbaren Gasen, Wärme, Energieeffizienz, Sektorenkopplung und zum Energiemarkt der Zukunft erarbeitet werden.

Energie.Frei.Raum adressiert aktuelle Herausforderungen im Energiesystem

Im Rahmen der 2. Ausschreibung des Programms Energie.Frei.Raum werden bereits neun Projekte u.a. in den Bereichen Systemintegration von Speichertechnologien, Hebung von Systemflexibilität, optimale Nutzung und Einbindung saisonaler Stromspeicher oder Gestaltungsmöglichkeiten von Netznutzungsentgelten unterstützt. Drei der neun Projekte planen außerdem eine Ausnahme von Systemnutzungsentgelten zu beantragen und bei positivem Bescheid ihre innovativen Ansätze für das Energiesystem der Zukunft im Realbetrieb erproben zu können.

„So können beispielsweise mit mehreren hundert Haushalten in verschiedenen österreichischen Regionen lastabhängige und zeitlich variable Netztarife getestet und für Unternehmen Möglichkeiten für Wachstum und Innovation geschaffen werden“, bekräftigt Gewessler.

Regulatorische „Sandkästen“ zur Erprobung neuer Strukturen von Netznutzungsentgelten

Das Energieforschungsprogramm „Energie.Frei.Raum“ wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gemeinsam mit der Abwicklungsstelle Österreichische Forschungsförderung (FFG) konzipiert. Ziele sind unter anderem der Ausbau und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern etwa im Zuge von dezentralen und regionalen Versorgungskonzepten, die Digitalisierung des Energiesystems und effiziente Nutzung von Energie.

Zudem kann die Regulierungsbehörde E-Control für Forschungs- und Demonstrationsprojekte zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von Systemnutzungsentgelten gewähren. Die Ausnahmen von Systemnutzungsentgelten sind im Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz (ElWOG 2010) und im Gaswirtschaftsgesetz (GWG 2011) verankert.

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