Spin-off Fellowship 2. Einreichfrist – Geförderte Projekte

Im Rahmen der 2. Einreichfrist des Programms „Spin-off Fellowships“ (23.02.2018 – 19.07.2018) wurden von insgesamt 30 eingereichten Anträgen 7 Anträge im Rahmen der Sitzung des Bewertungsgremiums zur Förderung empfohlen. Die Empfehlung wurde durch das zuständige Ministerium (BMBWF) genehmigt. Die genehmigte Bundesförderung beträgt 2,5 Mio EUR.

 

GEFÖRDERTE PROJEKTE

>> CarboFeed

CO2 fixierende Hefe als Futtermittel
Universität für Bodenkultur - Wien

Michael Egermeier und Thomas Gaßler forschen beide an industriell relevanten Hefestämmen am Department für Biotechnologie der Universität für Bodenkultur Wien. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung einer Hefe-Plattform welche das Klimagas CO2 als Rohstoff erschließt. Im Fellowship wird das Herstellungsverfahren dieser Hefestämme weiterentwickelt um mit dieser Technologie anschließend ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die nachhaltig produzierte Hefe kann in weiterer Folge als Futtermittelzusatzstoff Anwendung finden und so konventionelle und klimaschädliche Proteinquellen (z.B. Sojamehl) in Futtermitteln ersetzen.

Fellows: Dipl.-Ing. Michael Egermeier, Dipl.-Ing. Thomas Gaßler
Host: Univ. Prof. DI Dr Diethard Mattanovich

 

>> CellEctric Biotech

Entwicklung eines innovativen Filters (smartEDF) zur elektrodynamischen Manipulation biologischen Materials
AIT Austrian Institute of Technology GmbH - Wien

Klemens Wassermann und sein Team entwickeln in der Competence Unit Molecular Diagnostics des Austrian Institute of Technology neue, auf elektrodynamische Prinzipien beruhende Anwendungen für die Diagnostik und Biotechnologie. Eine in diesem Rahmen entwickelte Technologie ermöglicht unter anderem eine spezifische und schnelle Aufreinigung von Pathogenen aus Blut, um die Sepsis Diagnose zu beschleunigen. Im Rahmen des Spin-off Fellowships wird nun ein Prototyp entwickelt, der die im Labormaßstab gezeigten Anwendungen demonstriert sowie eine Ausgründung vorbereitet.

Fellow: Mag. Klemens Wassermann
Host: Dr. Martin Jung

 

>> CURRATEC

Neues Epoxidharzsystem mit on-Demand Härtung
Technische Universität - Wien

Christoph Schnöll, Moritz Mitterbauer und Daniel Grunenberg werden im Zuge des Projektes „CURRATEC“ (www.curratec.com) an der Technischen Universität Wien am Institut für Angewandte Synthesechemie die Technologie der Frontalpolymerisation weiterentwickeln, um eine erfolgreiche Kommerzialisierung zu realisieren. Mit Hilfe dieser neuartigen Technologie sollen Epoxidharzsysteme etabliert werden, welche hocheffizient in kürzester Zeit mittels Licht ausgehärtet werden können. Damit wird die Produktion von Faserverbundwerkstoffen welche z.B. im Automobil- und Schiffsbau, in der Luft- und Raumfahrt, oder auch in der Windenergie eingesetzt werden um ein Vielfaches erleichtert. Anstelle von großen Öfen, in denen die Bauteile teilweise tagelang ausgehärtet werden müssen, wird in Zukunft nur mehr eine kleine Taschenlampe nötig sein. Kurze Bestrahlung einer kleinen Stelle reicht aus, um das gesamte Bauteil – auch unter Wasser – auszuhärten. In enger Zusammenarbeit mit Interessenten aus der Industrie, soll nun das bereits patentierte System, unter Beachtung der einzelnen Anforderungsprofile, angepasst und optimiert werden.

Fellows: DI Christoph Schnöll, DI Moritz Mitterbauer, Daniel Grunenberg, M.Sc
Host: Prof. DI Dr Robert Liska

 

>> FlowMe

Software für die automatisierte Analyse von Durchflusszytometerdaten zur Detektion von Krebszellen
Technische Universität Wien -  Wien

Markus Diem und Florian Kleber vom Computer Vision Lab der TU Wien entwickeln eine Methode zur automatischen Detektion von Krebszellen in Knochenmarksproben von Leukämiepatienten. Für die wirtschaftliche Verwertung wird eine Software, FlowMe, zur Marktreife geführt, die helfen soll für jeden Patienten die ideale Therapie zu finden.

Fellows: Dr. Markus Diem, Dr. Florian Kleber
Host: Dr. Michael Reiter, Dr. Martin Kampel

 

>> LightMatters

Nanopartikel kontinuierlich hochpräzis vermessen
Medizinische Universität Graz - Steiermark

Christian Hill und Gerhard Prossliner von der Arbeitsgruppe Nanomedizin des Lehrstuhls für Biophysik entwickeln zusammen mit ihrem Team am Gottfried Schatz Forschungszentrum der Medizinischen Universität Graz die neue OF2i Messgeräte-Technologie (kurz für OptoFluidic Force induction) zur hochpräzisen und kontinuierlichen online Charakterisierung von Nanopartikeln.

Das aktive OF2i Messprinzip erlaubt erstmalig die statistisch relevante Vermessung zentraler Funktionsparameter dieser an sich unsichtbaren, winzigen Teilchen im Durchfluss. Dies eröffnet neue Entfaltungsmöglichkeiten des enormen Anwendungspotentials dieser Partikel durch Forschung und setzt gleichsam neue Maßstäbe in der industriellen Qualitätssicherung und Prozesssteuerung. Optimierte Qualität und Reduktion der Produktionskosten werden ermöglicht, z.B. in der pharmazeutischen Technologie oder der Biotechnologie.

Ausgehend vom existierenden Labordemonstrator wird im Zuge des Projekts ein validierter, automatisierter und kundenplatzierbarer Labormessgerät-Prototyp realisiert, welcher von diversen SchlüsselkundInnen in realer Einsatzumgebung evaluiert wird. Dieser Prototyp liefert die Basis für eine seriennahe Produktion für bereits interessierte KundInnen und legt damit den Grundstein für die wirtschaftliche Verwertung der OF2i Technologie innerhalb eines produzierenden High-Tech Spin-offs.

Fellows: Dr. Christian Hill, DI Gerhard Prossliner, BSc
Host: Assoz.-Prof. Dr. Ruth Prassl

 

>> NewGen SLM Powder

New generation of stainless steel powder for enhanced additive manufacturing process
Technische Universität Graz – Steiermark

Mateusz Skalon from Institute of Materials Science, Joining and Forming at Technische Universität Graz has developed the modification process of steel powders utilised for Selective Laser Melting (SLM) that allow to eliminate the need of supporting the printed components during the printing process. This extends freedom of design by enabling a unique feature of horizontal printing without supports. The process allows also for recycling the old powders and brings back their initial characteristics. With this unique technology it is planned to enter the rapidly (27% per annum) growing market of additive manufacturing.

Fellow: Dr. Mateusz Skalon
Host: Univ.-Prof. DI Dr. Christof Sommitsch

 

>> Viwax

Lysophosphatidylcholin im Einsatz gegen Amerikanische Faulbrut
Universität Graz - Steiermark

Faulbruterkrankungen sind weltweit auftretende, verheerende bakterielle Bruterkrankungen der Honigbiene. Epidemieartige Ausbrüche verursachen weltweit in der Honigwirtschaft und in der Lebensmittelerzeugung aufgrund der Bestäubungsleistung der Bienen immensen wirtschaftlichen Schaden. Adulte Bienen sind aufgrund eines im Darm vorkommenden lipidartigen Naturstoffs, Lysophosphatidylcholin (LPC), immun. Ziel dieses Projektes ist es, die patentierte Erfindung der antibiotikafreien Faulbrutbehandlung mit LPC, das in Bienenwachs eingebracht wird, zur Marktreife zu entwickeln und die Praxistauglichkeit, sowie Wirksamkeit der Methode unter Realbedingungen zu zeigen.

Fellows: PD. Dr. Wolfgang Schühly, Dr. Ulrike Riessberger-Gallé, Dr. Javier Hernández López
Host: Prof. Dr. Thomas Schmickl

Kontakt

Mag. Silvia Laimgruber
Mag. Silvia Laimgruber
Programmleitung
T +43 5 7755 2203
silvia.laimgruber@ffg.at
Mag. (FH) Barbara Lohwasser
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barbara.lohwasser@ffg.at
Mag. Markus Pröll-Schobel
Mag. Markus Pröll-Schobel
Programm-Management
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markus.proell-schobel@ffg.at