Spin-off Fellowship - FAQs zur Projektdurchführung

Die Fragenbeantwortung wird zu allgemeinen Informationszwecken zur Verfügung gestellt und darf nicht als vollständig oder für jede Situation anwendbar angesehen werden. Sie stellt die Meinung und Auslegung der FFG dar und hat keine rechtliche Bindung. Letzte Änderung am 09.12.2019

Inhaltsverzeichnis

Projektdurchführung

1. Ab wann können Kosten geltend gemacht werden?
2. Müssen die Fellows für die gesamte Projektlaufzeit angestellt sein?
3. Kann das Projekt kostenneutral verlängert werden?
4. Müssen Zeitaufzeichnungen geführt werden?
5. Können Kosten innerhalb der verschiedenen Kostenkategorien umgeschichtet werden?
6. Was passiert, wenn das Unternehmen innerhalb der Projektlaufzeit gegründet wird?
7. Wie soll mit angeschaffter Hardware (z.B. spezialisierten Messeinrichtungen etc.) nach Ende des Fellowship-Projekts umgegangen werden?
8. Wie werden Prototypen behandelt, die während des Fellowship-Projekts entstanden sind? Was passiert mit dem Prototypen nach Ende des Projekts?
9. Kann der Prototyp z.B. an der Universität bleiben oder in das neu gegründete Unternehmen übernommen werden?
10. Darf der Prototyp verkauft werden? 
11. Muss der Prototyp bei Projektende demontiert bzw. verschrottet werden?
12. Darf ein Doktorat innerhalb der Laufzeit des Fellowships abgeschlossen werden?
13. Gibt es Ausnahmen in Bezug auf das Publizieren? Zum Beispiel bei Konferenzen oder Kongressen?
14. Müssen am Ende des Fellowships zwingend alle Fellows gemeinsam ein Unternehmen gründen?

Mentoring

In welcher Form ist eine Verflechtung von MentorInnen im Projekt möglich?

Bootcamp

Müssen die Fellows auch dann am Bootcamp teilnehmen, wenn sie dessen Inhalte bereits kennen?

 

PROJEKTDURCHFÜHRUNG

1. Ab wann können Kosten geltend gemacht werden?

Kosten der Fellowships können nur innerhalb der Projektlaufzeit anerkannt werden. Idealerweise beginnen alle Projekte unmittelbar nach der positiven Förderungsentscheidung.

2. Müssen die Fellows für die gesamte Projektlaufzeit angestellt sein?

Ja, außer das Fellowship wird vorzeitig beendet (bspw. bei Unternehmensgründung).

3. Kann das Projekt kostenneutral verlängert werden?

Das Projekt  kann maximal um 3 Monate (von 18 auf 21 Monate gesamt) kostenneutral verlängert werden. Dazu braucht es ein schriftliches Ansuchen inkl. Begründung, die Genehmigung durch die FFG und die Bestätigung der Forschungseinrichtung über die Verlängerung der Anstellung für diesen Zeitraum.

4. Müssen Zeitaufzeichnungen geführt werden?

Ja, das Führen von Zeitaufzeichnungen ist für alle ProjektmitarbeiterInnen verpflichtend (auch bei 100% MitarbeiterInnen).

5. Können Kosten innerhalb der verschiedenen Kostenkategorien umgeschichtet werden?

Ja, Kosten können gemäß den Bestimmungen des >FFG-Kostenleitfadens 2.1 umgeschichtet werden.

Bitte beachten Sie dabei auch optionale Projektauflagen. Diese können dazu führen, dass gewisse Kostenkategorien nicht umgeschichtet werden können (Reisekosten, Weiterbildungskosten). 

6. Was passiert, wenn das Unternehmen innerhalb der Projektlaufzeit gegründet wird?

In diesem Fall wird das Fellowship automatisch beendet. Die bis dahin entstandenen Kosten werden – sofern diese richtlinienkonform verwendet wurden – von der FFG gefördert. Eine Unternehmensgründung muss jedenfalls der FFG so bald als möglich mitgeteilt werden.

7. Wie soll mit angeschaffter Hardware (z.B. spezialisierten Messeinrichtungen etc.) nach Ende des Fellowship-Projekts umgegangen werden?

Die Anschaffung von F&E-Infrastruktur ist nicht förderbar. Keinesfalls kann die Geschäftsausstattung für das später gegründete Unternehmen durch Mittel aus dem Programm finanziert werden.

8. Wie werden Prototypen behandelt, die während des Fellowship-Projekts entstanden sind? Was passiert mit dem Prototypen nach Ende des Projekts?

Hier gelten grundsätzlich die Bestimmungen des >Kostenleitfadens 2.1, Kapitel 2.3 Sachkosten – Exkurs Prototyp.

9. Kann der Prototyp z.B. an der Universität bleiben oder in das neu gegründete Unternehmen übernommen werden?

Ja, der Prototyp kann an der Universität bleiben. Er kann auch an das neu gegründete Unternehmen verkauft werden. Die erzielten Erlöse müssen dann von den abgerechneten Kosten abgezogen werden. Eine Schenkung ist beihilfenrechtlich nicht möglich.

10. Darf der Prototyp verkauft werden? 

Ja, der Prototyp kann verkauft werden (Abzug der Erlöse von den Kosten, siehe oben). Da die Universität die Fördernehmerin ist, gehört der Prototyp somit der Universität.

11. Muss der Prototyp bei Projektende demontiert bzw. verschrottet werden?

Nein, der Prototyp muss nicht demontiert oder verschrottet werden. Er kann verschrottet werden, wenn er nicht sinnvoll verwertbar ist. Wenn der Prototyp weiter durch die Universität (Fördernehmerin) genutzt wird, kann nur die Abschreibung abgerechnet werden.

12. Darf ein Doktorat innerhalb der Laufzeit des Fellowships abgeschlossen werden?

Das Fellowship-Programm dient nicht dem Abschluss eines Studiums. Das jeweilige Bakkalaureat - bzw. die Masterarbeit oder das Doktorat - müssen daher in der Regel mit Einreichung des Projektantrags abgeschlossen sein.

13. Gibt es Ausnahmen in Bezug auf das Publizieren? Zum Beispiel bei Konferenzen oder Kongressen?

Ja, es kann in diesem Fall publiziert werden, wenn es dem Projekt dient und die wirtschaftliche Verwertung nicht gefährdet; dies muss im Antrag plausibel dargestellt werden. Im Rahmen des Berichts sind die Umstände und der Zweck für das Spin-off Fellowship zu erläutern.

14. Müssen am Ende des Fellowships zwingend alle Fellows gemeinsam ein Unternehmen gründen?

Nein, wenngleich dies die Zielsetzung des Spin-off Fellowships Programms ist.

 

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MENTORING

In welcher Form ist eine Verflechtung von MentorInnen im Projekt möglich?

Der/Die MentorIn darf nicht ProjektmitarbeiterIn (Angestellte/r der Universität und in den Personalkosten abgerechnet) sein.

Sollte der/die MentorIn als Person auch Drittleister des Projekts sein, dann muss aus dem diesbezüglichen Angebot klar eine inhaltliche Abgrenzung zu den Mentoring-Tätigkeiten ableitbar sein und die Kosten dürfen nicht mehr als 5% der Projektkosten betragen.

Sollte es sich bei dem/der MentorIn um eine/n GründerIn eines Spin-Offs oder Start-Ups handeln, das auch Drittleister im Projekt ist, so muss über das Angebot auch eine klare inhaltliche Abgrenzung zu den Mentoring-Leistungen ableitbar sein.

 

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BOOTCAMP

Müssen die Fellows auch dann am Bootcamp teilnehmen, wenn sie dessen Inhalte bereits kennen?

Ja, die Teilnahme am Bootcamp ist für alle Fellows verpflichtend.

Die dafür veranschlagten Kosten von 3.500,- müssen im Rahmen der Antragstellung bei den Drittkosten vorgesehen werden. 

Das Bootcamp besteht aus 5 Tagen (2 Tage zum Start der Projektlaufzeit, 2 Tage in der Hälfte der Projektlaufzeit und 1 Tag gegen Ende der Projektlaufzeit). Deshalb ist es wichtig, dass der Start der Projekte innerhalb einer Ausschreibungsrunde relativ zeitgleich erfolgt. 

Die Kosten können nur anerkannt werden, wenn die einzelnen Termine des Bootcamp im Rahmen der Förderungsperiode liegen. Sollte es hier zu Fragen geben, melden Sie sich bitte rechtzeitig bei der FFG.

 

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Kontakt

Mag. Markus Pröll-Schobel
Mag. Markus Pröll-Schobel
Programmleitung
T +43 5 7755 2407
markus.proell-schobel@ffg.at
Mag. (FH) Barbara Lohwasser
Mag. (FH) Barbara Lohwasser
stv. Programmleitung
T +43 5 7755 2201
barbara.lohwasser@ffg.at