FAQ zu Collective Research

Haben Sie Fragen zu Collective Research? Mit diesen FAQ unterstützen wir Sie mit ersten wichtigen Antworten. Bitte beachten Sie, dass die Antworten allgemein gehalten und somit nicht auf jede Situation anwendbar bzw vollständig sind (keine rechtliche Bindung). Für Details und weiterführende Informationen beraten wir Sie gerne persönlich. Letzte Änderung am 14.7.2020

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

1. Was ist ein kooperatives Forschungsprojekt im Sinne der FFG?
2. Wer kann ein kooperatives Forschungsprojekt einreichen?
3. Wie verläuft die Einreichung und Entscheidung?
4. Wie lautet die Beschreibung der Zielbranche?
5. Anhand welcher Bewertungskriterien wird das Projekt beurteilt?
6. Welche Kosten werden gefördert?
7. Wie hoch ist die Förderung?
8. Gibt es spezifische Auflagen?
9. Gibt es einen Mustervertrag, den ich als Vorlage für Verträge mit Partnern verwenden muss?
10. Ist die Vorlage von Kooperationsverträgen bei Einreichung erforderlich? Reicht ein Letter of Interest aus? Hat die FFG ein Recht auf Einblick in die Partnerverträge?
11. Wie kann ich als Konsortialführer eine Vereinbarung über Raten zu Barleistungen der Partner festlegen? Müssen die Barleistungen gleich zu Beginn in voller Höhe erfolgen? Kann ich das selbst festlegen?

ALLGEMEIN

1. Was ist ein kooperatives Forschungsprojekt im Sinne der FFG?

Es handelt sich um ein vorwettbewerbliches F&E-Projekt (Industrielle Forschung), welches keine umgehend wirtschaftlich verwertbaren Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsentwicklung zum Inhalt hat und zur Lösung eines branchenrelevanten Problems beiträgt. Das F&E-Projekt wird von einem Forschungsinstitut durchgeführt. Die betroffene Branche (Unternehmen, Interessenvertretungen) unterstützt das Projekt mit entsprechenden Barleistungen. Unternehmen können zusätzlich zu den Barleistungen in-Kind-Leistungen einbringen. Ziel ist es, dass Branchenmitglieder gemeinsam Grundlagen zur Lösung von Branchenproblemen erarbeiten.

2. Wer kann ein kooperatives Forschungsprojekt einreichen?

Einreichen können Interessenvertretungen der betroffenen Branche (zB Fachverbände), die Forschungsinstitute mit der Durchführung der Forschungsarbeiten beauftragen, oder Forschungsinstitute, die mit der Branche entsprechend vernetzt sind.
Hinweis: Universitäten und Fachhochschulen können selbst keine kooperativen Forschungsprojekte einreichen; sie können jedoch im Subauftrag von Interessenvertretungen das Projekt oder Teile davon durchführen.

3. Wie verläuft die Einreichung und Entscheidung?

Die Förderungsansuchen können laufend im eCall als Collective-Research-Projekt eingereicht werden. Der Beirat der Basisprogramme trifft die fachliche Entscheidung einschließlich allfälliger Auflagen.

4. Wie lautet die Beschreibung der Zielbranche?

Als Branche werden Unternehmen in derselben Wertschöpfungsstufe gesehen. So repräsentieren ein Kunde und dessen Lieferant keine Branche im Sinne von kooperativen Forschungsprojekten. Eine Beschreibung der österreichischen Branche muss im Rahmen der Antragstellung erfolgen. Im Rahmen der Beurteilung des Förderungsansuchens wird darauf geachtet, dass die am Projekt beteiligten Unternehmen bzw. Interessenvertretungen die österreichische Branche möglichst gut repräsentieren.

5. Anhand welcher Bewertungskriterien wird das Projekt beurteilt?

Es gelten die Bewertungskriterien für Collective Research. Details können dem gültigen Leitfaden für Collective Research entnommen werden.

6. Welche Kosten werden gefördert?

Für die Kostenanerkennung gilt der FFG-Kostenleitfaden zur Behandlung der Projektkosten in Förderungsansuchen und Berichten. Im Rahmen von kooperativen Forschungsprojekten werden vor allem Kosten von Forschungseinrichtungen (wie Universitäten, Forschungsinstitute, Fachhochschulen) gefördert. Projektmanagementtätigkeiten, zB von Interessenvertretungen, können nur in geringem Umfang berücksichtigt werden.

in kind-Kosten: Seitens der beteiligten Unternehmen können in kind-Kosten bis maximal 15 % der Gesamtprojektkosten gefördert werden. Unter In-Kind-Leistungen fallen zB die Bereitstellung von für das Projekt notwendigen Materialien oder Infrastruktur. Personalstunden können ebenfalls berücksichtigt werden. Hierbei sind € 40/h (exkl. Gemeinkostenzuschlag) möglich.

Disseminationskosten (zB für Normen, Richtlinien etc.) werden in der Regel nicht gefördert; einzige Ausnahme ist die rein wissenschaftliche Dissemination.

7. Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses von bis zu 65 % der Gesamtprojektkosten. Die Restfinanzierungsmöglichkeiten hängen von der Rolle der Antragsteller*in ab.

Interessensvertretung reicht ein

  1. 35 % Cash werden durch Antragsteller*innen (also der Interessensvertretung der Branche) restfinanziert
  2. Die Interessensvertretung ist Antragsteller*in und es beteiligen sich Unternehmen aus der Branche: Die Unternehmen können ebenfalls Cash-Beiträge und maximal 15 % In-kind-Beiträge der Gesamtprojektkosten einbringen.

Außeruniversitäre Einrichtung reicht ein

  1. Es ist von mindestens 3 Unternehmen aus der Branche ein Cash-Beitrag von mindestens 20 % der gesamten Projektkosten zu erbringen. Darüber hinaus können die Unternehmen maximal 15 % der gesamten Projektkosten als In-Kind Leistungen einbringen.
  2. Wenn zB eine dem Thema entsprechende Interessensvertretung (zB Fachverband) als Partner im Projekt mit dabei ist, dann kann auch diese die Restfinanzierung in Form von einem Cash-Beitrag übernehmen.

8. Gibt es spezifische Auflagen?

Die Projektergebnisse sind zu veröffentlichen. Die Veröffentlichungsschrift ist dem Endbericht beizulegen.

9. Gibt es einen Mustervertrag, den ich als Vorlage für Verträge mit Partnern verwenden muss?

Nein. Die FFG bietet zur Hilfestellung lediglich einen Muster-Konsortialvertrag an.

10. Ist die Vorlage von Kooperationsverträgen bei Einreichung erforderlich? Reicht ein Letter of Interest aus? Hat die FFG ein Recht auf Einblick in die Partnerverträge?

Ein Letter of Interest (LOI) reicht aus, da der Fördervertrag mit dem Antragsteller abgeschlossen wird.

11. Wie kann ich als Konsortialführer eine Vereinbarung über Raten zu Barleistungen der Partner festlegen? Müssen die Barleistungen gleich zu Beginn in voller Höhe erfolgen? Kann ich das selbst festlegen?

Barleistungen sollten zu Projektende nachweisbar sein. Der Antragsteller kann es sich mit den Beteiligten selbst ausmachen, wann während der Projektlaufzeit Barbeiträge geleistet werden.

 

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Hinweis: Die Ausschreibung wurde mit 1.4.2020 adaptiert. Die vor dem 1.4.2020 gültigen Ausschreibungsunterlagen finden Sie nach wie vor unter der Seite Ausschreibungsdokumente der Basisprogramme.

Kontakt

Bärbel Heilmann
Bärbel Heilmann
Förderberatung
T +43 5 7755 1503
baerbel.heilmann@ffg.at