Spin-off Fellowship - Frequently Asked Questions (FAQ)

Letzte Änderung am 19.1.2018

Die Fragenbeantwortung wird zu allgemeinen Informationszwecken zur Verfügung gestellt und darf nicht als vollständig oder für jede Situation anwendbar angesehen werden. Sie stellt die Meinung und Auslegung der FFG dar und hat keine rechtliche Bindung.

 

ALLGEMEIN

Welches Ziel verfolgt das Programm Spin-off Fellowship der FFG?

Das Programm Spin-off Fellowships hat zum Ziel, mit Hilfe von Spin-off Fellowships geistiges Eigentum einer Hochschule bzw. Forschungseinrichtung so weit weiterzuentwickeln, dass eine Verwertung im Rahmen einer nachgelagerten Unternehmensgründung stattfinden kann.
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Wer ist förderbar?

Folgende Organisationen sind im Rahmen eines Spin-off Fellowship antragsberechtigt:

  • Österreichische Universitäten (gem. UG 2002 und gem. DUK-Gesetz 2004)
  • Österreichische Fachhochschulen
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
  • Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG)
  • IST Austria
  • COMET-Zentren
  • Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
  • Austrian Institute of Technology (AIT)
  • Bundesmuseen, sofern als Träger keine Gebietskörperschaft fungiert

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Welche formalen Voraussetzungen gibt es dafür?

Um ein Fellowship bei der FFG beantragen zu können, müssen folgende formale Vorgaben erfüllt werden:

  • Die aufgegriffenen Technologien oder Forschungsergebnisse sind im Eigentum einer antragsberechtigten Organisation.
  • Eine Unterstützungserklärung des Host liegt vor.
  • Ein Anstellungsverhältnis des oder der Fellow/s zum Zeitpunkt des Projektstarts an der Hochschule bzw. Forschungseinrichtung ist gegeben.
  • Eine individuelle IP-Verwertungsvereinbarung, aufbauend auf der jeweiligen Spin-off-Strategie der Hochschule bzw. Forschungseinrichtung, liegt vor.

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Wie hoch sind das maximale Fördervolumen und die maximale Förderrate?

Projekte werden mit einer Intensität von 100% gefördert. Die Förderung pro Spin-off Fellowship beträgt mindestens 100.000 EUR und maximal 500.000 EUR.

Es besteht jedoch keine Notwendigkeit das Volumen auszuschöpfen. Die Kosten sollen dem Vorhaben entsprechend angemessen und nachvollziehbar sein.
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Wie lange läuft das Fellowship?

Die Laufzeit eines Spin-off Fellowships muss mindestens 12 Monate betragen. Die maximale Laufzeit ist auf 18 Monate beschränkt.
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Wie viele Ausschreibungen gibt es?

Es sind vier Einreichstichtage geplant:

  • 1. Einreichfrist: 18.01.2018, 12:00 Uhr (MEZ)
  • 2. Einreichfrist: geplant August 2018
  • 3. Einreichfrist: geplant Jänner 2019
  • 4 .Einreichfrist: geplant August 2019

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Welche Begleitdokumente werden benötigt?

Benötigt werden eine Unterstützungserklärung (Letter of Acknowledgment) der einreichenden Organisation sowie eine individuelle IP-Verwertungsvereinbarung. Um diese Dokumente zu erhalten, wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Stellen innerhalb Ihrer Organisation.
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Wer kann Kooperationspartner im Fellowship sein?

Alle antragsberechtigten Organisationen können auch Partner in einem Fellowship sein, sofern auch ein Fellow dort angesiedelt ist. Auf diese Weise sind Konsortialprojekte möglich.
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Muss bei einem Kooperationsprojekt jeweils ein Fellow von jeder Hochschule bzw. Forschungseinrichtung stammen?

Ja.
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Ist der Wohnsitz eines Fellows für die Antragstellung relevant (d.h. muss dieser, und wenn ja, ab wann, in Österreich liegen)?

Der Wohnsitz des Fellows zum Zeitpunkt der Antragstellung (den Antrag stellt die österreichische Forschungseinrichtung) ist kein formales Ausschlusskriterium.

In der Sonderrichtlinie, aber auch im Leitfaden zur Spin-off Fellowship Ausschreibung sind unter „Punkt 1 Ausschreibungsziele“ die Ziele des Programms nachzulesen.

Das 4. Ziel lautet wie folgt:

„… die Chance zu erhöhen, dass die Ergebnisse dieser Förderung zur Gründung eines FTI-orientierten Unternehmens am Standort Österreich führen.“
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Darf man neben dem Fellowship auch einer Nebenbeschäftigung nachgehen?

Jede Art der Nebenbeschäftigung darf den Zielsetzungen des Spin-off Fellowship Programms nicht im Wege stehen und ist im Einzelfall zu prüfen. Es obliegt der Entscheidung des Bewertungsgremiums, ob damit die Programmziele erreicht werden können. Im Falle einer Selbstständigkeit darf keine Übertragung des IP an das bestehende Einzelunternehmen erfolgen.
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Soll der/die betroffenen Fellow/s im Falle einer Selbständigkeit den Gewerbeschein für das Fellowship ruhend melden?

Eine Ruhendmeldung ist nicht erforderlich.
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ANTRAGSTELLUNG

Wie ist der Antrag zu stellen?

Die Projekteinreichung ist ausschließlich elektronisch via eCall unter der Webadresse https://ecall.ffg.at/Cockpit möglich. Als Teile des elektronischen Antrags sind die Projektbeschreibung (inhaltliches Förderungsansuchen) sowie etwaige Anhänge über die eCall-Upload-Funktion anzuschließen. Die Kosten werden direkt online eingegeben.
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In welcher Sprache kann der Antrag geschrieben werden?

Das Förderungsansuchen ist in Deutsch zu verfassen, kann aber in Ausnahmefällen, wenn in der Fachdisziplin üblich, auch in Englisch abgefasst werden.
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Ist die max. Seitenangabe bei einzelnen Kapiteln strikt einzuhalten?

Wichtig ist, dass die maximale Gesamt-Seitenanzahl von 35 Seiten eingehalten wird. Die Seitenangaben bei den einzelnen Kapiteln können als Empfehlung gewertet werden.
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Wie läuft das Antragsverfahren (Antrag und Hearing) genau ab?

Im Rahmen einer schriftlichen Vorbewertung werden die Förderungsansuchen durch ein Bewertungsgremium (BWG), bestehend aus nationalen und internationalen ExpertInnen, einem vorläufigen Ranking zugeführt. Dieses kann zu einer Vorselektion für die Einladung zum Hearing führen. Das Hearing setzt sich aus einer Kurzpräsentation durch den/die Fellows und einer Fragerunde durch das BWG zusammen. Für die Vorbereitung des Hearings erhalten die Fellows vorab gezielte Fragestellungen sowie Vorgaben zur Präsentation.
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In welcher Sprache ist das Hearing zu absolvieren?

Generell wird die Sitzung des Bewertungsgremiums auf Deutsch abgehalten, es wird aber die Möglichkeit geben, dass das Hearing auf Englisch erfolgen kann.
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Wer kann ein/e MentorIn/Host sein und was sind seine/ihre Aufgaben?

Unter einem Host wird eine Betreuungsperson (z.B. InstitutsleiterIn, ProfessorIn, DepartmentleiterIn etc.) verstanden, welche hierarchisch über dem Fellow steht. Der Host agiert als MentorIn und UnterstützerIn für das Projekt. Ein vollständiger Arbeitsplatz und übliche Labor- und/oder Werkstättenausstattung müssen vom Host zur Verfügung gestellt werden. Diese Leistungen sind jedoch als Eigenanteil der Hochschule bzw. Forschungseinrichtung zu werten und können nicht über das Projekt abgerechnet werden!
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Müssen die Fellows VOR Projektbeginn an der Hochschule/Forschungseinrichtung angestellt sein?

Nein.
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Müssen die Fellows für die Durchführung des Projekts an der Hochschule bzw. Forschungseinrichtung angestellt sein?

Ja, die Fellows müssen über die gesamte Laufzeit des Projekts an der antragsberechtigten Organisation angestellt sein. Die Fellows müssen sich zu 100% auf die Projekttätigkeit konzentrieren und dürfen während der Projektlaufzeit weder eine Lehrtätigkeit ausüben noch Publikationstätigkeiten nachgehen. Das Fellowship ist auch kein Stipendium für eine Master- oder PHD-Arbeit.
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Müssen die Fellows auch dann am Boot Camp teilnehmen, wenn sie dessen Inhalte bereits kennen?

Ja, die Teilnahme am Boot Camp ist für alle Fellows verpflichtend.
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Kann ein abgelehnter Antrag bei der nächsten Ausschreibung wieder eingereicht werden?

Ja, eine Wiedereinreichung ist möglich.
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Was ist unter „individuellem Coaching- und Unterstützungsangebot“ zu verstehen?

Die durch die WTZ angebotenen bzw. vermittelten Coaching- und Unterstützungsleistungen können grundsätzlich über die Fellowship-Projekte abgerechnet werden. Diese Leistungen müssen einer der folgenden Kategorien zugeordnet werden können:

  • allgemeine Informationen zu Innovations- und Unternehmenstools im Sinne der Wissensvermittlung
  • technische Fachexpertise im Bezug zu kritischen Fragestellungen der Entwicklungen
  • branchenspezifische Anforderungen im Geschäftsmodell berücksichtigen
  • inhaltlicher Input zu markt- und kundenrelevanten Fragestellungen mit direktem Bezug zur technologischen Entwicklung

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Was ist unter „zuarbeitendem Personal“ zu verstehen?

In erster Linie sind die Personalkosten für jene Fellows, die auch eine Unternehmensgründung anstreben, gedacht. Es kann jedoch auf Basis der Projektgegebenheiten notwendig sein, dass z.B. ein Techniker für sein Projekt Leistungen eines Mediziners benötigt. Wenn es hausintern ist, kann das über die Personalkosten verrechnet werden, wenn extern, können diese Leistungen über Drittkosten verrechnet werden.

Es können auch zuarbeitende Personen (ev. künftige MitarbeiterInnen) extra für die Laufzeit des Fellowships an der Organisation zusätzlich angestellt werden, mit dem Fokus auf dem Produktentwicklungsprozess. Es können Personal-/Infrastrukturleistungen (z.B. Durchführung von Routineanalysen, Bedienung von Spezialmaschinen oder –anlagen), die nur zentral zur Verfügung stehen, intern verrechnet werden. Es sollten wesentliche bzw. substanzielle Beiträge zum Fellowship sein.
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Wird es als „zuarbeitendes Personal“ angesehen, wenn in einem Fellowship
  • ein/e Mitarbeiter/in, der/die bei der Organisation und zu 100% am Projekt angestellt ist, aber nicht mitgründen will?
    Ja, ist möglich; muss im Antrag plausibel dargestellt werden.

 

  • ein/e MitarbeiterIn nur geringfügig bzw. Teilzeit z.B. für Software Entwicklung angestellt wird?
    Ja, ist möglich; muss im Antrag plausibel dargestellt werden.

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Darf somit z.B. ein Professor, der aus Globalbudgetmitteln finanziert wird, mitarbeiten? Darf dieser Professor in der Kalkulation abgerechnet werden?

Der Host, organisationsinternes Coaching, wirtschaftliches und fachliches Mentoring sind Eigenleistungen der Organisationen und dürfen daher nicht abgerechnet werden.
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IP-VERWERTUNGSVEREINBARUNG

Wie lässt sich das Eigentum einer Hochschule bzw. Forschungseinrichtung an geistigem Eigentum nachweisen, wenn es sich nicht um Erfindungen oder Software handelt?

Es muss in der IP-Verwertungsvereinbarung nachvollziehbar dargestellt werden, dass Wissen, Know-how bzw. Forschungsergebnisse an dieser Forschungseinrichtung entstanden sind (wissenschaftliche Arbeiten, Projektergebnisse …). Das Verwertungsinteresse der Organisation selbst muss dargestellt werden. Weiters müssen die Konditionen für die künftige Verwertung durch ein Spin-off skizziert werden. Eine diesbezügliche Aufgriffserklärung der jeweiligen Forschungseinrichtung muss vorliegen, in welcher die diesbezüglichen Inhalte abgebildet sind.
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Muss es sich tatsächlich um einen Vertrag handeln oder reicht eine unverbindliche Absichtserklärung (LOI) aus?

Die dem Antrag beizulegende IP-Verwertungsvereinbarung hat einen verbindlichen Charakter im Sinne eines Term-Sheets aufzuweisen und hat sich an der - falls vorhandenen - IP-Verwertungsstrategie der Forschungseinrichtung zu orientieren. Das Verwertungsinteresse der Hochschule/Forschungseinrichtung muss ablesbar sein. Das Term-Sheet soll eine Sicherheit für den/die Fellow/s darstellen, damit im Falle einer Gründung die grundsätzlichen Konditionen und Bedingungen bekannt sind. Der tatsächliche Verwertungsvertrag kann erst bei Spin-off-Gründung unterschrieben werden, hat sich aber an den im Term-Sheet definierten Rahmen zu halten, außer es liegen gravierende Gründe vor, die eine Anpassung zwingend erforderlich machen.
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Ist die IP-Vereinbarung rechtsverbindlich?

Nein, doch sollen die Regelungen eine Richtschnur für die folgenden Verhandlungen zur Übertragung/Lizenzierung des IP darstellen.
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Um welches IP (geistiges Eigentum) muss es sich handeln?

Zumeist handelt es sich um Frühphasentechnologien, also technisch frühe sowie auch reife Technologien, für die man aus guten Gründen eine wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit erwarten kann, die aber in der vorliegenden Form weder lizenziert noch in einem wirtschaftlichen Kontext zur Erstellung oder als Komponenten von Gütern und Leistungen eingesetzt wurden.

Entwicklungen aus den Bereichen EEK und GSK sind Konzepte, Maßnahmen, Techniken, Praktiken oder Prozesse, für die man aus guten Gründen eine wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit erwarten kann, die aber in der vorliegenden Form weder lizenziert noch in einem wirtschaftlichen Kontext zur Erstellung oder als Komponenten von Gütern und Leistungen eingesetzt wurden.
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Welche Aspekte müssen in der IP-Verwertungsvereinbarung behandelt werden?

Grundlage der IP-Verwertungsvereinbarung ist all jenes IP, das für die Umsetzung einer nachgelagerten Gründung eines Spin-offs notwendig ist, es umfasst somit sowohl Background als auch Foreground des IP. Des Weiteren muss in der IP-Verwertungsvereinbarung nachvollziehbar dargestellt werden, dass die Forschungsergebnisse bzw. das Know-how an dieser Hochschule/Forschungseinrichtung entstanden sind (wissenschaftliche Arbeiten, Projektergebnisse etc.). Das Verwertungsinteresse der Organisation selbst muss dargestellt werden. Daher müssen die Konditionen für neu entstandenes Wissen und die künftige Verwertung durch ein Spin-off skizziert werden.
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Da eine Voraussetzung für ein Fellowship darin besteht, dass das Eigentum am IP im Eigentum der Hochschule/Forschungseinrichtung steht, kann die „Verwertungsvereinbarung“ nur eine Lizenz sein – ist das richtig?

Im Zentrum steht die wirtschaftliche Verwertung zu marktüblichen Konditionen (z.B. Lizenzvertrag, Kaufvertrag/entgeltliche Übertragung, Beteiligung etc.), wobei im Rahmen der IP-Verwertungsvereinbarung die Vorgangsweise und die Konditionen festgelegt werden, aber noch nicht die tatsächliche Vereinbarung abgeschlossen wird.
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Die Hochschule/Forschungseinrichtung darf über ihr IP aus beihilfenrechtlichen Gründen nur zu marktkonformen Konditionen verfügen.
Wie ist vor diesem Hintergrund die Verpflichtung zu verstehen, dass die Vereinbarung „einer anschließenden Finanzierung/Beteiligung durch den Spin-off-Fonds oder andere Investoren nicht entgegenstehen“ darf?

Hier stehen genau diese marktkonformen Konditionen im Fokus und sollen durch diese Formulierung sichergestellt werden, um eine Beteiligung durch einen Investor (Business Angel, Spin-off-Fonds oder ähnliche) nicht zu verunmöglichen.
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Welche Regelungen würden dem entgegenstehen und dürfen daher nicht Bestandteil einer Verwertungsvereinbarung sein, ohne dass diese dadurch marktunüblich wird?

Formulierungen wie z.B. Verwässerungsschutz, überzogene Bewertungen und unrealistische Lizenzmodelle oder Kaufpreise und diesbezügliche Zahlungsziele könnten kritisch bewertet werden.
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KOSTEN

Welche Kosten sind förderbar?

Förderbare Kosten sind:

  • Personalkosten (bspw. Fellow, zuarbeitendes Personal)
  • Sachkosten (bspw. Verbrauchsmaterial)
  • Kosten für Anlagennutzung (bspw. Maschinenstunden, Laborstunden)
  • Drittkosten (bspw. Coachingleistungen, Weiterbildungen, Patentanwälte)
  • Reisekosten

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Welche Kosten sind NICHT förderbar?

Nicht förderbar sind:

z.B. Kosten für Repräsentation, Bewirtung, Businessplanerstellung, Marketing, Vertrieb und Patenterhaltung. Der Ansatz von kalkulatorischen Kosten ist nicht möglich. Die endgültige Höhe der anerkennbaren Gesamtprojektkosten sowie der Förderung werden erst nach Abschluss des Vorhabens im Zuge der Rechnungsprüfung ermittelt.
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Wo finde ich Informationen zur Kostenabrechnung?

Allgemeine Informationen zur Kostenabrechnung finden Sie unter www.ffg.at/kostenleitfaden. Dort finden Sie auch FAQ (https://www.ffg.at/recht-finanzen/kostenleitfaden-21-faq) zu einzelnen Kostenpositionen und einen Kurzfilm für alle involvierten Personen: https://www.ffg.at/kostenleitfaden
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Kann ein Gemeinkostenzuschlag (Overheads) beim Fellowship geltend gemacht werden?

Nein. Die Gemeinkosten sind die Eigenleistung der Hochschule/Forschungseinrichtung.
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Ab wann kann der Fellow Kosten geltend machen (ab Einreichungsstichtag oder ab Förderungszusage)?

Generell kann der Projektstart ab Einreichstichtag auf eigenes Risiko (in diesem Fall liegt das Risiko bei den einreichenden Organisationen) erfolgen. Es ist hier zu gewährleisten, dass die Projekte auch alle Services und begleitenden Programme durchlaufen können.
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Wie sind Personalkosten zu budgetieren?

Personalkosten sind nach dem FFG-Kostenleitfaden in der Version 2.1. zu budgetieren (siehe: https://www.ffg.at/recht-finanzen/kostenleitfaden/version-21)
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Sind Projektmanagementkosten förderbar?

Generell sind die Kosten für Projektmanagement förderbare Kosten. Nicht förderbar sind Kosten, die entstehen, wenn die Fellows z.B. durch die TTOs oder andere Einheiten der Hochschule/Forschungseinrichtung (z.B. bei der Erstellung der Berichte oder bei der Abrechnung des Projektes) unterstützt werden.
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Kann sich ein Fellow Leistungen einer anderen Hochschule/Forschungseinrichtung zukaufen (unter Drittkosten)? Wenn ja, zu Selbstkosten oder Vollkosten?

Ja, der Zukauf zu Vollkosten unter Drittkosten ist möglich.
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Kann sich ein Fellow von anderen Instituten/Organisationseinheiten als der Host-Einrichtung Leistungen zukaufen?

Verrechenbare Kosten sind als IST-Kosten in der Abrechnung in der jeweiligen Kostenkategorie zu erfassen.
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Ist es ausreichend, wenn man gut begründet, warum es nur einen Anbieter für eine gewisse Leistung gibt?

Im Antrag sollte jedenfalls eine inhaltliche Begründung für die Auswahl erfolgen.
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Wann müssen Vergleichsangebote eingeholt werden?

Vergleichsangebote müssen nicht bei der Antragstellung vorliegen. Generell gelten die Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes 2006, BGBl. I Nr. 17/2006. Abweichende Vorgaben der organisationsinternen Beschaffungsstellen sind hausintern abzuklären.
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Sind Kosten für Homepage und PR-Aktivitäten bzw. Dissemination förderfähig?

Marketingkosten bzw. PR-Aktivitäten und die Kosten für die Erstellung einer Homepage bzw. das Betreiben einer Homepage sind im Rahmen des Fellowships nicht förderbar.

Die Dissemination (Präsentation bei Konferenzen und Messen zur Abklärung des Kundenfeedbacks), kann in einem gewissen Ausmaß und gut begründet gefördert werden.
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Sind Kosten für Marktrecherchen förderbar?

Nein, Kosten für Marktrecherchen sind nicht förderbar. Es sind nur Kosten mit direktem Bezug zu F&E förderbar.
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Können Maschinenstunden verrechnet werden?

Ja, nähere Informationen finden Sie im Kostenleitfaden 2.1 der FFG und den FAQ zum Kostenleitfaden (https://www.ffg.at/recht-finanzen/kostenleitfaden-21-faq).
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Kann Infrastruktur im Rahmen des Fellowships angeschafft werden?

Im Rahmen des Spin-off Fellowships kann keine Infrastruktur angeschafft werden. Der Arbeitsplatz und die dazugehörige, übliche Labor- oder Werkstättenausstattung des Fellows sind vom Host zur Verfügung zu stellen. Sollten spezielle und kostenpflichtige Anlagen mitbenutzt werden, dann können Kosten für die Nutzung dieser F&E-relevanten Anlagen über das Fellowship abgerechnet werden.
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Sind Patentanwaltskosten förderbar?

Patentanwaltskosten sind dann förderbar, wenn es um Ergebnisse geht, die direkt aus dem Fellowship entstanden sind, diese wären unter den Drittkosten anzuführen.
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Können Kosten für Patentanmeldungen oder andere Schutzrechte geltend gemacht werden?

Ja, allerdings nur für neu anzumeldendes IP (bspw. prioritätsbegründende Patentanmeldung, Markenanmeldung). Kosten schon bestehender Patente (bspw. die Weiterführung in einer PCT-Anmeldung) oder Marken sind hingegen nicht förderbar.
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Sind Kosten schon bestehender Patente förderbar, z.B. Weiterführung PCT-Anmeldung?

Nein, Patenterhaltungskosten sind grundsätzlich nicht förderbar. Patentanmeldekosten sind förderbar, wenn das Patent während der Laufzeit eingereicht wird und wesentliche Teile der Entwicklung im Rahmen des Spin-off Fellowships entstanden sind.
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Wo sollen derartige Kosten in den Antrag geschrieben werden?

Die Kosten sind unter den Drittkosten einzufügen.
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Sind Patentrecherchekosten förderbar und in welcher Höhe?

Ja, sind förderbar.
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Können Kosten für den/die MentorIn/Host (bspw. ProfessorIn) geltend gemacht werden?

MentorInnen und der Host arbeiten unentgeltlich und können somit auch keine Kosten geltend machen. Handelt es sich um zugekaufte Coachingleistungen, können diese unter den Drittkosten abgerechnet werden, sofern ein direkter F&E-Bezug zum Projekt dargestellt werden kann.
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Können Kosten für Zertifizierungen (bspw. neue Chemikalien) geltend gemacht werden?

Ja, wenn diese eindeutig auf die Entwicklungen aus dem geförderten Fellowship-Projekt zurückzuführen sind. Diese Kosten können, ähnlich wie Patentanmeldekosten, unter den Drittkosten angesetzt werden.
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Muss die Forschungseinrichtung die Förderung zurückzahlen, wenn ein Spin-off Fellowship-Projekt abgebrochen wird oder nicht erfolgreich verläuft?

Hier gelten die Bestimmungen der Sonderrichtlinie unter 7.6 Einstellung und Rückzahlung der Förderung, S. 14 ff.
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PROJEKTABWICKLUNG

Ab wann können Kosten geltend gemacht werden?

Kosten der Fellowships können nur innerhalb der Projektlaufzeit anerkannt werden. Idealerweise beginnen alle Projekte unmittelbar nach der positiven Förderungsentscheidung.
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Müssen die Fellows für die gesamte Projektlaufzeit angestellt sein?

Ja, außer das Fellowship wird vorzeitig beendet (bspw. Unternehmensgründung).
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Kann das Projekt kostenneutral verlängert werden?

Nein.
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Müssen Zeitaufzeichnungen geführt werden?

Ja, das Führen von Zeitaufzeichnungen ist für alle ProjektmitarbeiterInnen verpflichtend (auch bei 100% MitarbeiterInnen).
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Können Kosten innerhalb der verschiedenen Kostenkategorien umgeschichtet werden?

Ja, Kosten können gemäß den Bestimmungen des FFG-Kostenleitfadens 2.1. umgeschichtet werden (www.ff.at/kostenleitfaden).
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Was passiert, wenn das Unternehmen innerhalb der Projektlaufzeit gegründet wird?

In diesem Fall wird das Fellowship automatisch beendet. Die bis dahin entstandenen Kosten werden – sofern diese richtlinienkonform verwendet wurden – von der FFG gefördert. Eine Unternehmensgründung muss jedenfalls der FFG so bald als möglich mitgeteilt werden.
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Wie soll mit angeschaffter Hardware (z.B. spezialisierten Messeinrichtungen etc.) nach Ende des Fellowship-Projekts umgegangen werden?

Die Anschaffung von F&E-Infrastruktur ist nicht förderbar. Keinesfalls kann die Geschäftsausstattung für das später gegründete Unternehmen durch Mittel aus dem Programm finanziert werden.
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Wie werden Prototypen behandelt, die während des Fellowship Projekts entstanden sind?

Hier gelten die Bestimmungen des Kostenleitfadens 2.1, Kapitel 2.3 Sachkosten – Exkurs Prototyp. https://www.ffg.at/recht-finanzen/kostenleitfaden/version-21
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Darf ein Doktorat innerhalb der Laufzeit des Fellowships abgeschlossen werden?

Das Fellowship-Programm dient nicht dem Abschluss eines Studiums. Das jeweilige Bakkalaureat - bzw. die Masterarbeit oder das Doktorat - müssen daher in der Regel mit Einreichung des Projektantrags abgeschlossen sein.
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Gibt es Ausnahmen in Bezug auf das Publizieren? Zum Beispiel bei Konferenzen oder Kongressen?

Ja, wenn es dem Projekt dient und die wirtschaftliche Verwertung nicht gefährdet; dies muss im Antrag plausibel dargestellt werden. Im Rahmen des Berichts sind die Umstände und der Zweck für das Spin-off Fellowship zu erläutern.
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Müssen am Ende des Fellowships zwingend alle Fellows gemeinsam ein Unternehmen gründen?

Nein, wenngleich dies die Zielsetzung des Spin-off Fellowships Programms ist.
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ABGRENZUNG ZU ANDEREN FÖRDERUNGEN

Kann die Fellowship-Förderung mit der WTZ-Patentförderung der aws kombiniert werden?

Eine Kombination ist nicht möglich. Es hat eine klare Abgrenzung der Förderungen zu erfolgen.
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Wie erfolgt die Abgrenzung zum Programm Price der aws?

Kosten, die über das Programm Price der aws gefördert werden, können im Rahmen der Fellowship-Förderung nicht mehr geltend gemacht werden.
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Wie erfolgt ein Übergang zur PreSeed- und Seed-Förderung der aws?

Sobald hier eine Förderzusage vorliegt, ist das Fellowship zu beenden bzw. kann eine diesbezügliche Förderung erst nachgelagert zum Fellowship erfolgen. Arbeiten zur Antragserstellung und Einreichung bei diesen Programmen sind keine förderbaren Kosten im Fellowship-Programm.
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Wie erfolgt der Übergang zum AplusB Scale-up Programm der aws?

Sobald hier eine Förderzusage bzw. Aufnahme in das Programm vorliegt, ist das Fellowship zu beenden bzw. kann eine diesbezügliche Förderung erst nachgelagert zum Fellowship erfolgen. Arbeiten zur Antragserstellung und Einreichung bei diesen Programmen sind keine förderbaren Kosten im Fellowship-Programm.
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ANSPRECHPERSONEN

Ansprechpersonen FFG (Programmabwicklung und Projektbetreuung):

Programmmanagement:
Mag. Silvia Laimgruber
Programmleitung, inhaltliche Fragen
T: 05 7755 – 2203
E: silvia.laimgruber@ffg.at
  
Mag. (FH) Barbara Lohwasser
Programmmanagement, inhaltliche Fragen
T: 05 7755 – 2201
E: barbara.lohwasser@ffg.at
 
Mag. Markus Pröll-Schobel
Programmmanagement, inhaltliche Fragen
T: 05 7755 – 2407
E: markus.proell-schobel@ffg.at
   
DI Stefan Kreppel, MBA
Spin-off Koordinator, inhaltliche Fragen
T: 05 7755 – 1212
E: stefan.kreppel@ffg.at
 
Informationen bezüglich Kosten und Finanzierung:
Mag. Martina Amon
P&A, Fragen zu Kosten und Abrechnung
T: 05 7755 – 6081
E: martina.amon@ffg.at
    
Mag. Christian Barnet
P&A, Fragen zu Kosten und Abrechnung
T: 05 7755 – 6079
E: christian.barnet@ffg.at
 

 

Für weitere Auskünfte zu den formalen Voraussetzungen (Anstellung, IP-Verwertung, Weiterbildung, Boot Camp, etc.) wenden Sie sich bitte an die Wissenstransferzentren:

WTZ Ost

Dr. Michael Hoschitz
Medizinische Universität Wien
T: 01 40160 25202
E: michael.hoschitz@meduniwien.ac.at

Mag. Sophie Schober
Medizinische Universität Wien
T: 01 40160 25207
E: sophie.schober@meduniwien.ac.at

WTZ Süd
Dr. Moritz Theisen
Technische Universität Graz
T: 0316 873 6925
E: moritz.theisen@tugraz.at
DI (FH) Stephanie Mühlbacher
Technische Universität Graz
T: 0316 873 6024
E: muehlbacher@tugraz.at
WTZ West
Region Tirol – Vorarlberg Region Salzburg
Dr. David Lederbauer
Universität Innsbruck
T: 0512 507 34403
E: david.lederbauer@uibk.ac.at  
Mag. Andrea Spannring
Universität Salzburg
T: 0662 8044 2454
E: andrea.spannring@sbg.ac.at   
Region Oberösterreich
Mag. Birgit Wimmer-Wurm
Universität Linz
 T: 0732 2468 3724
E: birgit.wimmer-wurm@jku.at

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