Laura Bassi Centres of Expertise

Exzellenzzentren unter der Leitung von Wissenschafterinnen

Die Ende 2018 ausgelaufenen "Laura Bassi Centres of Expertise" forschten an der Schnittstelle zur Industrie und pflegten eine zeitgemäße Forschungskultur. Namensgeberin war die italienische Physikerin Laura Bassi, die im 18. Jahrhundert zur ersten Professorin an einer europäischen Universität berufen wurde.

Details

Programmeigentümer/ Geldgeber BMDW - Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Thema
Dienstleistungsinnovationen, Gesellschaft, Informationstechnologie, Karriere in der Forschung, Lebenswissenschaften, Material und Produktion, Mobilität, Sicherheit, Themenoffen, Umwelt und Energie, Weltraum, weitere Themen
Förderinstrument
Geltungsbereich
national
Partner

Erforderlich

Das Konsortium besteht aus mind. einem wissenschaftlichen Partner (= Antragsteller) und mind. einem Unternehmenspartner.

Einreichung
Einreichung nach Ausschreibungs-Prinzip
FFG-Bereich
Strukturprogramme
Auswahl durch Jury
Was wird gefördert Gefördert werden max. 60% der förderbaren Gesamtkosten.
Min. / max. Förderung 0 / 320.000,00 €
Förderbare Kosten Förderbar sind ausschließlich Kosten, die notwendig für das Zentrum sind. Auf das Zentrum bezogene Kosten sind alle dem "Laura Bassi Centre of Expertise" zurrechenbaren Ausgaben bzw. Aufwendungen, die direkt, tatsächlich und zusätzlich (zum herkömmlichen Betriebsaufwand) für die Dauer der geförderten Tätigkeit entstanden sind. Darunter fallen Personalkosten, Sachkosten, Drittkosten und Reisekosten.
Min. / max. Laufzeit 48 - 84 Monate
Verfügbarkeit von 01.01.2008 - 01.01.2014

Innovation durch Vielfalt:

Die Charakteristika der von Top-Forscherinnen geleiteten „Laura Bassi Centres of Expertise“

  • Trans- und interdisziplinäre Forschung forciert Innovation
  • Teamorientierung und gezielte Personalentwicklung fördern die Kreativität
  • Management-Betonung und Projektplanung bilden Antworten auf aktuelle Anforderungen in der Wissenschaft, denn zum modernen Berufsprofil in der Forschung zählen heute auch Projektmanagement- und Kommunikations-Skills.
  • Chancengleichheit in der kooperativen Forschung
  • Exzellente anwendungsorientierte Grundlagenforschung

 

Programm-Rückblick:

Die "Laura Bassi Centres of Expertise" wurden im Auftrag des BMDW auf Basis von Studien entwickelt und in einer einmaligen Impulsaktion im Rahmen von w-fFORTE ausgeschrieben. Im Zuge eines neuen zweistufigen Auswahlverfahrens wurden nicht nur die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen der Forscherinnen evaluiert, sondern auch deren Zukunftspotenziale im Bereich Management, Teamführung sowie Karriereplanung. Folgende acht Projekte (> Broschüre DE, > Broschüre EN) nahmen im Herbst 2009 ihre Arbeit auf:

  • Ocular Vaccines - Prof.in Talin Barisani-Asenbauer
  • Quality Engineering Lab - Prof.in Ruth Breu
  • Center for Optimized Structural Studies - Prof.in Dipl.-Ing. Dr.in Kristina Djinovic-Carugo
  • THERApeutic application of neuroPEPtides - Prof.in Barbara Kofler
  • Center for Visual Analytics Science and Technology  - Prof.in Silvia Miksch
  • Plantproduced BioPharmaceuticals - Prof.in Herta Steinkellner
  • Diamond and Carbon Materials in Life Science - Dr.in Doris Steinmüller-Nethl
  • BioResorbable Implants for Children - Prof.in Dr.in Annelie Weinberg

 

Zu Verfügung gestellte Mittel für die Gesamtlaufzeit: 15 Mio. € Bundesförderung (BMDW), Gesamtbudget: 25,5 Mio. €, max. 320.000 €/Jahr/Zentrum

Gesamtlaufzeit von 7 Jahren: 1. Förderperiode über 4 Jahre, Start ab Herbst 2009, Zwischenevaluierung im Jahr 2013 (Stop-/Go-Entscheidung), 2. Förderperiode über 3 Jahre, teilweise kostenneutrale Laufzeitverlängerung (max. 12 Monate)

Zwei erfolgreiche Förderperioden:

Im Jahr 2013 wurde die laut Programmdokument vorgesehene Zwischenevaluierung im vierten Jahr der Laufzeit durch eine international besetzte Jury durchgeführt. Die Evaluierung bestätigte den Erfolg des Impulsprogramms: die Fortführung aller acht bestehenden Centres wurde empfohlen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten 8 Forschungsleiterinnen sowie rund 87 weitere ForscherInnen in den Projekten an gesellschaftlich relevanten Forschungsfragen in den Bereichen Medizin, Life Science und Informationstechnologie. Sieben Zentren setzten in der zweiten Förderperiode ihre Arbeit fort.

2017 und 2018 schlossen die Projekte ihre Arbeit ab.  Die „Laura Bassi Centres of Expertise“ haben sich, wie die Ergebnisse zeigen, zu einem Erfolgsprogramm entwickelt. Dies bestätigte auch eine begleitende Evaluierung des Impulsprogramms. Die Erkenntnisse und Impulse aus dieser europaweit einzigartigen Initiative fließen ein in neue Förderprogramme, wie z.B. Laura Bassi 4.0 (Fokus: Digitalisierung und Chancengerechtigkeit), Ideen Lab 4.0 (Fokus: inter-/transdisziplinäre Zusammenarbeit & neues Auswahlverfahren) und die laufende Arbeit von w-fFORTE (Wirtschaftsimpulse von Frauen in Forschung und Technologie). Die Arbeit der Leiterinnen findet ihre Fortsetzung in Form von neuen Projekten an der Schnittstelle Wissenschaft-Wirtschaft (z.B. als Research Studio Austria oder Christian Doppler Labor), in gegründeten Unternehmen oder als Mitglied renommierter Gremien (z.B. FWF-Kuratorium).

Beschreibung der Zielgruppe:
Die Zielgruppe sind Wissenschafterinnen und wissenschaftlicher Nachwuchs, Unternehmen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Universitäten und Fachhochschulen.

Kontakt

Mag. Charlotte Alber
Mag. Charlotte Alber
Programmleitung
T +43 5 7755 2701
charlotte.alber@ffg.at
Beate Weinbauer MA
Beate Weinbauer MA
stv. Programmleitung
T +43 5 7755 2718
beate.weinbauer@ffg.at

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